Teuschnitz
Fasching

Bombenstimmung beim Teuschnitzer Büttenabend

Beim 22. Teuschnitzer Büttenabend sorgten bewährte Publikumslieblinge und Bühnenfrischlinge rund fünf Stunden für eine Bombenstimmung. Durch das Programm führte in bewährter Weise Stephanus Neubauer, der ebenfalls mit Witz und Humor begeisterte. Die Lachmuskeln wurden stark strapaziert.
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Michael, Leopold und Uwe trafen mit ihren Liedern genau die Ansichten vieler Wähler. Fotos: Paul Hader
Michael, Leopold und Uwe trafen mit ihren Liedern genau die Ansichten vieler Wähler. Fotos: Paul Hader
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Über 100 Teilnehmer vor und hinter der Bütt, zeigten sich von ihrer besten Seite. Für die richtige Stimmung sorgte musikalisch die Stadtkapelle Teuschnitz. Der Abend war eine bunte Mischung aus Büttenreden und Gardetänzen. Die farbenprächtige Kostümierung der Garden war eine Augenweide. In der ausverkauften Turnhalle waren viele Besucher aus dem oberen Frankenwald sowie aus dem südlichen Landkreis einer Meinung: "Es war eine echte Superschau. Einfach einmalig."

Eingeleitet wurde der Abend mit einem schönen Tanz der DLRG-Funkenmariechen. Der Kindergarten Teuschnitz trat auf als lustige Tanzsäcke, umrahmt von einem Musikmix von der Muppetshow bis hin zu Fredy Mercury und Queen.

Dann kamen die Leerwaafen, Jette (Klara Knauer) und Käthe (Gisela Rebhan), die sich im Teuschnitzer Cafe "Klitsch" trafen und über ihre lustigen Erlebnisse, auch über ihren Dirndlkauf in München, berichteten. Ihr Lieblingsthema: "Die Männer".

Ein musikalischer Höhepunkt

Die "Dance Kids" hatten sich einen außergewöhnlichen Musiker mit "Gangnam" und dem Titel "The Gentleman" für ihren Tanz ausgesucht. Eine Glanznummer war der Auftritt des 57-jährigen Peter Goihl und der zehnjährigen Nelly Scherbel. Für das Mädchen war nicht nur der Altersunterschied zu groß, auch sonst zweifelte sie an den Fähigkeiten von Goihl. Für ihn wäre es am besten, er träte zum letzten Mal als Büttenredner auf, da sie ihn im nächsten Jahr ersetzen werde, meinte sie.

Die DLRG-Minis holten das Oktoberfest nach Teuschnitz. Mit der Hüttengaudi in der Ochsenalm feierten sie dieses Erlebnis. Die Jugendfeuerwehr zeigte eine Schwarzlicht-Show und entführte die Besucher in die Welt der Magie. Das ganze wurde umrahmt mit Musik von "Klitschmopp".

Männerballett dreht auf

Der zweite Teil des Programms wurde vom Männerballett eröffnet. Unter der Leitung von Anja Fleischmann als Trainerin und Choreografin hat sich dieses Ballett so stark entwickelt, dass es bereits zu besonderen Anlässen gebucht wird. Sein Vortrag "Die Spieluhr" mit gutem und bösem Harlekin war Extraklasse.

Die "Goldene 9" stellte dieses Mal "Männer, die ein Zuhause suchen" vor. Mit ihnen sei es aber nicht einfach. Die meisten seien eifersüchtig, hätten einen Jagdinstinkt, aber alle suchten gut betuchte Frauen. Die Löschzwergla der Freiwilligen Feuerwehr, junge Mitglieder, tanzten nach dem Motto "Just wanna have fun". Umrahmt wurde das Ganze mit einem temperamentvollen Musikmix. Unterstützt wurden die jungen Damen von "Shakey".

Politik auf dem Prüfstand

Ein Lied über die Politiker und einem Tag im Rathaus präsentierten Michael Straßer (Gitarre), Leopold Raab (Schifferklavier) und Uwe Bankowsky (Gitarre). Sie befassten sich mit den Kommunalwahlen am 16. März. Was viele nur denken, sprachen sie aus. Man sieht die gewählten Kommunalpolitiker das ganze Jahr nicht, nur vor der Wahl treten sie in Erscheinung, um gewählt zu werden, war ihre Meinung.

Auch die Büttenrede von Peter Bayer hatte es in sich. Er berichtete über das Stadtgeschehen. Der SPD-Bürgermeisterkandidat wolle im Sinne der jetzigen Bürgermeisterin weitermachen. Auf die Frage von Moderator Neubauer, ob er schon die erhaltene Werbesuppe des SPD-Bürgermeisterkandidaten gekostet habe, sagte er: "Ich mag keine Suppe mit Körner." Zu Pfarrer Joachim Lindner übergehend sagte er: "Er mag keine Bären, nur Gummibären."

Einen besonderen Tanz gab es von der Gruppe die "Nochbern", die mit Puppen das Knieballett zeigten.
Der dritte Teil des Abends wurde eröffnet durch die "Stoudtmala", die als Zombies auftraten. Ihre hübschen Gesichter waren mit viel Farbe mystisch und schaurig gestaltet. Sie legten einen feurigen Tanz hin.

Die "3 Könich" kommen

Eine weitere Glanznummer war der Auftritt der "3 Könich", die über das Stadtgeschehen allerlei wussten. Als Pfarrer Joachim Lindner bei einem Festgottesdienst jedem eine Königskrone überreichen wollte, war leider nur einer im Gottesdienst. Sie freuten sich, dass der Pfarrer für seine Gemeinde immer ein offenes Ohr hat. Aber in letzter Zeit habe er sich geändert. Man sehe ihn nicht mehr bei Vereinsveranstaltungen, auch seinen runden Geburtstag habe er abgesagt. Warum? Das könne nur er beantworten. Auch sprachen sie über Umzüge und das Entrümpeln. Beim Stadtrat müsste hier der Anfang gemacht werden. Ab 2015 werde dann die Arnikacreme zum Einsatz kommen, diese sei besonders geeignet den A... einzureiben.

Die "Könich" griffen auch den Patzer eines ehemaligen Beamten auf. Er sei in Sonneberg neben der automatischen Eingangstür mit dem Kopf gegen das Glas gestoßen. Er sei gestürzt und habe sich leichte Verletzungen zugezogen. Durch seinen Sohn sei dieser Vorfall ans Tageslicht gekommen.

Zum Abschluss fegte das "JRK 08/15", verkleidet als Matrosen, bei einen Tanz über die Bühne. Beim Finale verabschiedeten sich die Teilnehmer vom Publikum, das die Beiträge mit lang anhaltendem Beifall belohnt hatte.

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