Stockheim
Konzert

Blasmusik von höchster Güte geboten

Die Stockheimer Bergmannskapelle überzeugte mit erfrischendem Programm.
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Spielfreude und Einsatzbereitschaft zeichneten die Bergmannskapelle Stockheim bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert unter der Stabführung von Michael Botlik aus. 51 Musikanten begeisterten im Bergmannskleid in der Schulturnhalle Jung und Alt.  Foto: Gerd Fleischmann
Spielfreude und Einsatzbereitschaft zeichneten die Bergmannskapelle Stockheim bei ihrem traditionellen Weihnachtskonzert unter der Stabführung von Michael Botlik aus. 51 Musikanten begeisterten im Bergmannskleid in der Schulturnhalle Jung und Alt. Foto: Gerd Fleischmann
Die Bergmannskapelle Stockheim ist immer für eine Überraschung gut. Auch heuer überzeugte der Klangkörper beim Weihnachtskonzert in der Schulturnhalle mit einem hochkarätigen Programm, und dies bereits zum 43. Mal. Damit haben die Knappen eine bemerkenswerte Kontinuität im Kreis Kronach bewiesen.

Das Publikum weiß die Klasse dieser Kapelle zu schätzen. Die Schulturnhalle war daher mit 400 Besuchern aus nah und fern hervorragend gefüllt. Zudem konnten die Musikfreunde offensichtlich gar nicht genug bekommen von der Spezialität der Bergmannskapelle, nämlich hochwertiger konzertanter Blasmusik. Erst nach zwei Zugaben ließen die Zuhörer die 51 Musiker und ihren Dirigenten Michael Botlik von der Bühne der festlich geschmückten Schulturnhalle.

Was sich schon im vergangenen Jahr angedeutet hatte und eigentlich von kaum jemandem bezweifelt wurde, das trat auch in diesem Jahr sonnenklar zutage: Michael Botlik hat die Bergmannskapelle zu einem harmonisch agierenden Klangkörper geformt und es verstanden, ihr seine eigene Prägung zu geben. In vielen Proben ist es dem Mann mit dem Taktstock wieder gelungen, seine Musiker für das (mit hohem Aufwand verbundene) Konzert zu motivieren und sie zu Höchstleistungen anzuspornen.

Umgekehrt scheint es den Musikern keine Schwierigkeiten zu bereiten, den hohen Ansprüchen des Dirigenten gerecht zu werden. Den 51 Akteuren auf der Bühne war es deutlich anzumerken, dass ihnen musikalische Herausforderungen Freude bereiten und sie dadurch zu Hochform auflaufen.

Ohne Zweifel: Diese gelungene Mischung aus Gesamt- und Einzelleistungen garantierte einen Hochgenuss an erfrischend gespielter, konzertanter Blasmusik.

Dafür sorgte auch die Programmgestaltung, die Sandra Lauterbach-Renk ausführlich erläuterte. Das Motto des Konzerts lautete "Let Me Entertain You". Und vielversprechend begann der Abend mit dem beliebten Weihnachtsliederzyklus "Die Winterrose" von Kurt Gäble. Diese ganz hervorragend abgestimmte musikalische Interpretation für die weihnachtliche Zeit erfreute ganz besonders. Vor allem wird damit das Wunder der heiligen Nacht symbolisch beschrieben. Als eine musikalische Ergänzung dazu erwiesen sich der österreichische Militärmarsch "Regimentskinder" von Julius Fucik sowie die erfolgreiche Komposition "Oregon" von Jacob de Haan.

Einer der Höhepunkte im ersten Teil war zweifelsohne die aufwühlende Filmmusik zum Actionthriller "The Rock", der mit Sean Connery ein Welterfolg wurde.

Nach der Pause erfreute die Kapelle mit dem Konzertmarsch "Salemonia" von Kurt Gäble, einem Feuerwerk der Blasmusik. Es folgte die geheimnisvolle und tiefschürfende Filmmusik "The Dark Knight" von Hans Zimmer und James Newton Howard. Die Musik bezieht sich auf den Kampf zwischen dem legendären Batman und seinem Widersacher Bane.


Großartiges geleistet

Besonders gefielen die südamerikanischen Rhythmen mit "Os Passaros do Brasil", einer Suite in drei Sätzen von Kees Vlak. Als ein weiterer akustischer Höhepunkt erwies sich die Swingpolka für zwei Trompeten mit dem Titel "Zwei Mexikaner in Böhmen" von Mark Sven Heidt. Als Solisten brillierten Albrecht Renk, Thomas Neubauer, Frank Fischer und Oliver Jungkunz. Es folgten die Filmmusik "Children of Sanchez von Chuck Mangione sowie "Let me Entertain you", eine interessante musikalische Variation von Robbie Williams und Guy Chambers. Der englische Entertainer Williams hat mittlerweile weltweit 77 Millionen Tonträger verkauft. Schließlich wurde das Potpourri des berühmten Sängers in der Stockheimer Schulturnhalle begeistert gefeiert. Im Finale durften sich die Musikfreunde - sie dankten mit minutenlangen Ovationen - vor allem über die Stockheimer Nationalhymne, den "Glückauf-Marsch", freuen.

Der stellvertretende Präsident des Nordbayerischen Musikbundes, Werner Pörner (Ahorn), brachte es auf den Punkt: Bundesjugendreferent Michael Botlik und seine Stockheimer Schützlinge haben Großartiges geleistet. Das Konzert war ein wunderbares Weihnachtsgeschenk.

Am Rande ist festzuhalten, dass es der Bergmannskapelle um den Fortbestand nicht bange sein muss. Auch in diesem Jahr vermeldeten die Verantwortlichen stolz, dass Paul Kutt (Trompete), Rita Stendel (Klarinette) und Hanna Schlick (Klarinette) zum ersten Mal am Weihnachtskonzert teilnahmen. Und dies darf sicherlich als Zeichen für eine dynamische Entwicklung des Klangkörpers gewertet werden.

Bürgermeister Rainer Detsch (FW) oblag es, der Kapelle mit ihrem Dirigenten Michael Botlik und dem Vorsitzenden Thomas Neubauer für die großartige Leistung zu danken. "Dies war für alle wieder ein bezaubernder Abend", schwärmte das Gemeindeoberhaupt.
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