Am Montag gegen 1 Uhr geriet ein vollbeladene Sattelzug, der in Richtung Berlin unterwegs war, am Saaleabstieg kurz vor der Rastanlage Frankenwald gegen die Mittelleitplanke. Sie wurde auf einer Länge von 100 Metern niedergewalzt. Dabei ragte die Leitplanke gefährlich in die linke Fahrspur der Gegenfahrbahn. Mehrere Pkw fuhren über herumliegende Teile und wurden beschädigt.

Die Verkehrspolizisten stellten bei der Unfallaufnahme nicht nur Unregelmäßigkeiten bei den Fahrtaufzeichnungen auf, sondern bemerkten zudem, dass der 24-jährige Lkw-Fahrer aus Oberbayern betrunken war. An Ort und Stelle wurde der Führerschein des Mannes eingezogen. Der Mann wurde bei dem Unfall schwer verletzt. Das Schaublatt seines Kontrollgeräts hatte er nach dem Unfall zunächst versteckt. Es wies eine überhöhte Geschwindigkeit von 100 Stundenkilometern auf. Tatsächlich ist an der Unfallstelle Tempo 60 vorgeschrieben.

Bei dem Unfall entstand ein Gesamtschaden von rund 40.000 Euro. Die Autobahn war während der Aufräumarbeiten teilweise gesperrt.