Ludwigsstadt
Bildung

Beste Abi an der FOS in Ludwigstadt: Bastian Daum erhält 1000 Euro Belohnung

An der Fachoberschule (FOS) am Rennsteig in Ludwigstadt erhielten am Dienstagabend 13 Schüler ihr Fachabiturzeugnis. Der Beste hat einen Notendurchschnitt von 2,0.
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Bastian Daum (Zweiter von links) erzielte an der FOS das beste Ergebnis. Er freute sich über 1000 Euro Belohnung. Mit im Bild (von links) Projektleiter Timo Ehrhardt, Wolfgang Feuerpfeil, Schulleiter Hubert Sendl und stellvertretender Landrat Gerhard Wunder. Foto: Veronika Schadeck
Bastian Daum (Zweiter von links) erzielte an der FOS das beste Ergebnis. Er freute sich über 1000 Euro Belohnung. Mit im Bild (von links) Projektleiter Timo Ehrhardt, Wolfgang Feuerpfeil, Schulleiter Hubert Sendl und stellvertretender Landrat Gerhard Wunder. Foto: Veronika Schadeck
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Bester Schüler dieses Jahrgangs an der FOS am Rennsteig war Bastian Daum. Mit einem Notendurchschnitt von 2,0 war er nicht nur der Beste, sondern durfte sich zudem über 1000 Euro freuen.

"Ich freue mich riesig!", sagte der 18-Jährige. Für was er diesen unerwarteten Geldsegen verwenden wird, darüber konnte er spontan keine Auskunft geben. Dafür blickte er aber positiv auf seine Zeit an der FOS zurück. Es sei sehr angenehm gewesen und die Lehrer hätten "gepasst". Der Weg zum Fachabitur sei zwar anstrengend gewesen, aber "es ist machbar". Und so habe er trotz der Anforderungen auch noch seine Freizeitaktivitäten pflegen können.

Als eine tolle Sache empfand Bastian Daum die Kontakte zu den Unternehmen in der Region. Rund zehn Betriebe habe er während seiner FOS-Zeit kennen gelernt und dabei Einblick in verschiedene Abteilungen erhalten. "Diese Erfahrungen haben zu meiner Entscheidungsfindung beigetragen." Und so will er jetzt in Coburg oder Nürnberg Chemie oder Bioanalytik studieren. "Ich hoffe es klappt." Durchaus kann sich der junge Mann vorstellen, später einmal seinen Lebensunterhalt in einem heimischen Betrieb zu verdienen.

Mehrmals kam im offiziellen Teil zum Ausdruck, dass es keinen Zweifel am Fortbestand der FOS gibt. "Es ist ein gutes Ergebnis, dass sich sehen lassen kann", so der Vorstandsvorsitzende des Trägers der FOS am Rennsteig, Andreas Mischke. Und: "Wir sind in München alle stolz auf die Schüler und Lehrer."

Viele Geburtshelfer

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder betonte die Wichtigkeit der FOS am Rennsteig für die Region. Er sprach von vielen Geburtshelfern. "Wenn manche nicht miteinander können, sollte dies nicht auf dem Rücken der FOS ausgetragen werden. Sein Dank galt den Unternehmern, die diese Schule finanziell mit unterstützen.
"Wir mussten uns selber helfen", so das Mitglied der Projektgruppe und Vorsitzende des Rennsteigvereins, Wolfgang Feuerpfeil. In diesem Zusammenhang bedankte er sich ausdrücklich bei den Unternehmern Nikolaus Wiegand und Carl-August Heinz, die mit 400 000 Euro das Startkapital zur Verfügung stellten, und auch beim Landkreis für die finanzielle Hilfe über 300 000 Euro. Die Schule sei unter erschwerten Bedingungen gegründet worden. Es sei nicht richtig, diese Einrichtung nur an der Quote zu messen. Mit der Schule wird es weitergehen. "Nächstes Jahr werden wir die Quote verbessern", zeigte sich Feuerpfeil überzeugt. Zudem stärkte Feuerpfeil Projektleiter Timo Ehrhardt den Rücken: "Wir brauchen keine persönlichen Problemchen, die auf dem Rücken der FOS ausgetragen werden. Wir brauchen auch keinen neuen Projektleiter, es gibt keinen Besseren."

Timo Ehrhardt lobte die Schüler und Lehrer, die sich viel Mühe gegeben hätten. "Ihr habt Eure Sache hervorragend gemacht." Im Hinblick auf die Diskussionen in den vergangenen Tagen meinte er: "Eine bessere Struktur als bei uns in der Projektgruppe gibt es nicht."

Der Schulleiter der FOS in Coburg, Anton Staudigl, sprach von einem gemeinsamen Ziel: "Die FOS am Rennsteig am Leben zu erhalten." Es sollten sich alle Verantwortlichen dafür einsetzen. "Die Schule ist wichtig für die Region. Und Bildung ist das Wichtigste für unsere Jugend."

Klassensprecherin Miriam Hannuschke bedankte sich bei Schulleiter Hubert Sendl und dessen Team, die mitunter ihre Freizeit geopfert hätten, um die Schüler auf das Fachabitur vorzubereiten.
Stolz war Hubert Sendl, der die Leistungen der Schüler würdigte. Danke sagte er seinen Kollegen von der Coburger FOS für die gute Zusammenarbeit. Tröstende Worte fand er für die Jugendlichen, die die Prüfungen nicht bestanden haben. Es bestünden Möglichkeiten, diese nochmals zu machen. Aus Rückschlägen könne man lernen, sagte Sendl.



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