Kronach
Bauvorhaben

Benefizabend ist ein Erfolg für Pfarrgemeinde Kronach

Das "Märchen vom Gemeindehaus" soll wahr werden. Die Evangelisch-lutherische Pfarrgemeinde Kronach freut sich deshalb, dass die Wohltätigkeitsveranstaltung gelungen ist.
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"Der Zauderer" Michael Stark verblüffte das Publikum. Foto: Rainer Glissnik
"Der Zauderer" Michael Stark verblüffte das Publikum. Foto: Rainer Glissnik
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Die Benefizveranstaltung zugunsten des neuen Gemeindehauses war ein großartiger Erfolg. Und dies nicht nur wegen der finanziellen Unterstützung; vor allem entwickelte sich ein fantastisches Miteinander, ein besonderer Geist war spürbar.

Die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Kronach macht sich auf den Weg, nahe der Christuskirche und mitten in Kronach ein neues Gemeindehaus entstehen zu lassen. 100 000 Euro müssen nun noch an Eigenmitteln aufgebracht werden. Über die Konfessionen hinweg nimmt die Unterstützung Fahrt auf.

Ein Abend, ein großes Ziel

Viele hatten sich sehr viel Mühe gegeben, damit dieser Abend zu einem großartigen gemeinsamen Erlebnis wurde, der auch dem großen Ziel half. Die wunderbar einfühlsame Musik des Duo "Zeitlos" mit Alexandra Förtsch und Werner Suchy berührte die Gäste.
Es gab viele überraschende und verblüffende Momente.
Viele katholische Gäste zeigten, dass das Vorhaben über die Konfessionen hinweg unterstützt wird - und dass in Kronach die Ökumene geradezu selbstverständlich geworden ist.

Im Mittelpunkt stand ein großartiges Büfett, welches das Haus Fischbachtal mit Chefkoch Dirk Stark vorbereitet hatte. Eine delikate Vielfalt für jeden Geschmack sorgte für kulinarischen Genuss. Das Haus Fischbachtal setzte hinter seinem in diesem Bereich längst erworbenen hervorragenden Ruf erneut ein großes Ausrufezeichen. Vielfältige Vorspeisen, leckere Hauptgerichte, bei denen alle bis hin zum Vegetarier auf ihre Kosten kamen, und ein ebenso vielseitiger Nachtisch ließen keine Wünsche offen.

"Eine alte Hütte"

Dekanin Dorothea Richter erzählte "Das Märchen vom neuen Gemeindehaus". "Es war einmal eine alte Hütte aus Beton, gebaut in grauer Vorzeit", begann sie. Diese wurde nicht recht geliebt, weil es in ihr nicht wirklich warm wurde, wenn es draußen kalt war. Die Leute überlegten sich, diese Hütte völlig zu erneuern und herzurichten. Männer mit Stiften begannen zu rechnen und zu rechnen und das Ergebnis erschütterte alle, die davon hörten. "Mehr als die Hälfte eines Königreiches hätte es gekostet, die Hütte zu erneuern - 800 000 Taler." Schweren Herzens sei der Abriss beschlossen worden. Ein Neubau an gleicher Stelle war vorgesehen.
Da sei etwas ganz Überraschendes geschehen. Neben der Christuskirche im ehemaligen Stadtgraben tat sich eine neue Möglichkeit auf. Die Eigentümer verkauften das Grundstück an die Kirchengemeinde. Dafür musste man sich von den beiden anderen Gemeindezentren trennen.

Ein Architektenwettbewerb brachte zwei Sieger, von denen einer es schaffte, mit einem aus Kostengründen kleineren überzeugenden Entwurf den Zuschlag zu bekommen. Verkaufserlöse und 160 000 Euro an Eigenmitteln sind notwendig. 60 000 Euro davon konnten bereits zusammengebracht werden, aber ein erheblicher Betrag fehlt noch.

Richtfest im Frühjahr geplant

"Damit dies Wirklichkeit wird, brauchen wir Ihre Mithilfe", wandte sich Dekanin Dorothea Richter an die Öffentlichkeit. Noch im Oktober soll der Grundstein gelegt werden, im Frühjahr soll Richtfest sein. "Und wenn sie nicht gestorben sind, werden sie die Einweihungsfeier des neuen Gemeindehauses feiern - noch vor dem Jubiläumsjahr des großen Gründers Martin Luther" - dieses ist 2017. "Wir freuen uns auf das neue Gebäude als Ort der Begegnung für Jung und Alt mitten in Kronach", erklärte Dekanin Dorothea Richter.

Zum Benefizabend gehörte auch ein fantastischer Showteil. Eröffnet wurde dieser vom Zauberer "Der Zauderer", Michael Stark aus Höchstadt/Aisch, mit tollen Tricks von Seil und Tüchern bis hin zum Fahrkartenkontrolleur in China. Zum Abschluss des Abends begeisterte er noch mit einer Lichtshow. Der auch schon bei Europameisterschaften der Zauberei sehr erfolgreiche Zauberer "Cartini" Helmut Dobrowolny (Höchstadt/Aisch) begeisterte regelrecht mit Tauben, Kaninchen, Ringen, Seilen und anderem. Es war etwas Besonderes, was und wie er sein Publikum mitriss. Beide Zauberer hatten auch vor Beginn der Veranstaltung mitten im Publikum für Verblüffung gesorgt.

Die evangelische Jugend mit Dekanatsjugendleiter Erich Gahnz an der Spitze verzauberte ebenfalls: Eine mutige Akteurin ließ sich in eine Kiste sperren, die mit spitzen Stäben durchbohrt wurde.
Eine Tombola mit großartigen Gewinnchancen - 300 Losen standen 100 Gewinne gegenüber - sorgte für viel Freude und auch eine gute Einnahme.
"Es war zauberhaft in wörtlichem Sinne", freute sich Dekanin Dorothea Richter am Ende des Benefizabends. "Ich habe ganz viele begeisterte Rückmeldungen von den Gästen bekommen, denen es gut gefallen hat: das Essen, das Miteinander, die Darbietungen. Ich bin sehr zufrieden."

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