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Seibelsdorf
Jubiläum

Bei den Pfadfindern Gemeinschaft genießen

Der Stamm "König Artus" in Seibelsdorf feiert vom 1. bis 6. August ihr 60-jähriges Bestehen. Am 3. August ist die Öffentlichkeit zum "Tag des offenen Lagers" eingeladen.
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Gemeinschaft ist das Herzstück jeden Pfadfinderlagers.  Foto: Glissnik
Gemeinschaft ist das Herzstück jeden Pfadfinderlagers. Foto: Glissnik
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Das Leben als Pfadfinder ist voller Abenteuer, Herausforderungen und Erlebnisse in einer Gemeinschaft. Dies zeigen die vielfältigen Aktivitäten beim "Stamm König Artus", der sein 60. Jubiläum feiert.

Meutenlager, Geländespiele, Fahrten, Erlebnisse in der Natur, Zelten gehen, Lagerfeuer, Kanu fahren, Klettern, Basteln, Singen, Wanderungen und Treffen mit anderen Pfadfindern gehören zum Pfadfinderleben, erläutert stellvertretender Stammesführer Felix Bär.

Intensiv laufen bereits die Vorbereitungen für das Jubiläum. In einem Vorgespräch unterhalten sich Willi Pechtold, seit mehr als 60 Jahren aktiver Pfadfinder-Stammesführer Jens Blüchel und dessen Stellvertreter Felix Bär.

Ab dem 1. August sind die Pfadfinder in ihrem Lager beim Feuerwehrhaus mitten in Seibelsdorf und werden jede Menge Abenteuer erleben. Der Sonntag, 3.
August, ist der "Tag des offenen Lagers", an dem die Pfadfinder auf möglichst viele Gäste hoffen. Am Beginn soll ein Totengedenken auf dem Friedhof am Grab von Gründer Konrad Hoffmeyer stehen, der die Pfadfindergruppe vor 60 Jahren gründete.

Um 9 Uhr wird ein Feldgottesdienst mit Tom Sauer stattfinden. Ab 10 Uhr startet ein attraktives Programm, dazu Livemusik mit wechselnden Gruppen über den ganzen Tag. Live kann erlebt werden, was Pfadfinderei bedeutet. Beispielsweise können Instrumente selbst gebastelt werden. Ein Imker wird ein Bienenvolk mitbringen und zeigen, was hier zu beachten ist. Filmvorführungen laden insbesondere ehemalige Pfadfinder ein. Eine Lagertour mit Aussichtsplattform soll entstehen. Ein Feldschmied wird zu sehen sein, Bogenschießen ist möglich und es gibt eine Pfadfinder-Wasserrutsche. Zum Abschluss wird ein großes Lagerfeuer entzündet.

Ein Backofen entsteht

Eine Gruppe wird einen Backofen aufbauen. Dies ist für die Pfadfinder praktisch schon Routine. Die Steine stammen vom Schornstein der Weißenbrunner "Schultheiss"-Brauerei. Mit Sand und etwas Kalk werden die Steine mittels einer Schablone aus Holz jeweils neu gemauert. Mit einem offenen Feuer werden sie stark aufgeheizt und backen dann das Brot.

Bei einem Haijk wird die Umgebung erkundet. Abschluss wird eine "Nacht der 60 Kerzen" sein. Der Bundesvorsitzende des Pfadfinderbundes Mosaik, Philipp Polens aus Köln, wird nach Seibelsdorf kommen. Die Öffentlichkeit ist auch am 4. und 5. August abends zur Singerrunde willkommen.

30 Familien machen mit

Ein Geländespiel am Samstag wird sicher ein Höhepunkt des Jubiläums. Die Pfadfinder werden in mehrere Gruppen eingeteilt. Alle haben die Aufgabe, Bruchstücke zur Geschichte des Stammes König Artus zu sammeln. 30 Holzscheite werden an ebenso viele Familien in Seibelsdorf verteilt werden. Die Pfadfinder wissen jedoch nicht, welche Familie ein solches Holzscheit besitzt und sie müssen sich durchfragen.

Stoßen sie auf eine Familie mit Holzscheit, bekommen die Pfadfinder eine Aufgabe gestellt, die sich die jeweilige Familie selbst ausdenkt. Nur wenn diese gelöst wird erhalten sie das Holzscheit, das jede Familie selbst gestalten kann. Vielleicht wird ein kleiner Gruß aufgebracht sein, eine kleine Geschichte oder etwas anderes. "Seibelsdorf wird an diesem Samstag eine ganz große Pfadfinderfamilie" hofft Willi Pechtold. Auch er musste sich dabei an auch an Regeln halten, die für alle gelten.

"Ich kann auch einmal einen Sauerbraten in der Jurte über offenem Feuer machen", unterstreicht Jens Blüchel die Bedeutung von Kochen und gemeinsamen Essen.

Aus Nichts können Pfadfinder etwas schön und lebenswert gestalten, betont Stammesführer Jens Blüchel. "Wir verstehen es, schön zu leben!" Pfadfinder bauen sich praktische Sitzgelegenheiten, Lager bis hin zu Schaukeln. Die Kinder richten sich selbst ein, da wird Eigenverantwortung gefördert.

"Einer hilft dem anderen", erklärt Willi Pechtold. Er selbst blickt auf mehr als 60 Jahre aktive Pfadfinderei zurück. "Alle die bei uns bei den Pfadfindern waren wurden etwas im Leben", blickt er positiv zurück.

Vor mehr als 100 Jahren gründete der britische General Sir Robert Baden-Powell Lord of Gilwell eine Jugendorganisation mit dem Gedanken, die Mitglieder zu ehrlichen, selbstständigen und verantwortungsbewussten Menschen zu erziehen.

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