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Kleintettau
Einweihung

Bedeutung von Glas wird durch Denkmal herausgestellt

In Kleintettau wurde das neue Glasdenkmal eingeweiht. Es soll an alte Traditionen erinnern und zugleich belegen, welche Stärken nach wie vor in der Region liegen.
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Sie sind stolz auf ihr Glashüttendenkmal: (von links) Wolfgang Hammerschmidt (stellvertretender Vorsitzender des Glasbewahrervereins), Jens Plachetka (Geschäftsführer der Heinz-Holding), Carletta Heinz, Bürgermeister Peter Ebertsch und Pfarrerin Kristine Wachter.
Sie sind stolz auf ihr Glashüttendenkmal: (von links) Wolfgang Hammerschmidt (stellvertretender Vorsitzender des Glasbewahrervereins), Jens Plachetka (Geschäftsführer der Heinz-Holding), Carletta Heinz, Bürgermeister Peter Ebertsch und Pfarrerin Kristine Wachter.
Es ist das "i-Tüpfelchen" des Europäischen Glasflakonmuseums. Davon sind die Verantwortlichen überzeugt, die damit das Denkmal für Glashütten meinen, das am Montagmittag eingeweiht wurde.
Jedem Besucher des Glasmacherdorfes Kleintettau fällt das Glashüttendenkmal am Ortseingang sofort ins Auge. Und das ist auch so von den Erbauern, nämlich den Glasbewahrern, gewollt. Das Glashüttendenkmal soll sowohl an die alte Glasmacherkunst, an alte Traditionen erinnern als auch auf die Stärken von Kleintettau hinweisen.

In die ganze Welt

Pfarrerin Kristine Wachter brachte es bei der Einweihung auf den Punkt. Kaum jemand, der Kleintettauer Boden zum ersten Mal betrete, wisse um die Bedeutung von Glas in diesem Dorf.
Kaum jemand vermute, dass von hier aus Glasflakons in die ganze Welt geliefert werden.

Dargestellt wird in dem Nachbau einer früheren Dorfglashütte die Epoche von 1661 bis etwa 1920. Gezeigt wird ein dreiräumiger Schmelzofen mit einem Feuerungs-, Hafen- und Kühlraum. Auf dem Boden brennt ein Holzfeuer, dessen Flammen durch eine Öffnung hochschlagen. Um die Öffnung in der oberen Kammer herum befindet sich ein Schmelzgefäß. Darin wurde früher das Glas geschmolzen. In der oberen Etage befindet sich der Kühlbereich.

Der stellvertretende Vorsitzende des Glasbewahrervereins, Wolfgang Hammerschmidt, freute sich, dass die "neue kleine Glashütte" auf dem Areal seiner Vorfahren und der ehemaligen Hammerschmidt-Glashütte angebracht wurde.

"Zukunft braucht Herkunft", so der Geschäftsführer der Heinz-Holding, Jens Plachetka. Er wies darauf hin, dass bei diesem Unternehmen Tradition, Fortschritt und Moderne eng beieinander liegen. Das Denkmal soll aber auch auf die Stärken der Region, nämlich auf Können, Fleiß, unbeugsamen Willen, Gemeinsamkeiten und Familienunternehmen, hinweisen.

"Das ist das schönste Weihnachtsgeschenk für den Markt Tettau", freute sich Bürgermeister Peter Ebertsch. Er bezeichnete das Glashüttendenkmal als eine tolle Bereicherung und als ein Musterbeispiel für das, was durch Kommune und Bürgerengagement bewegt werden könne.

Außenbereich gestalten

Wolfgang Hammerschmidt wies darauf hin, dass der Außenbereich des Glashüttendenkmals noch bepflanzt und gestaltet werden soll. Zudem sollen unter anderem auch Infotafeln angebracht werden. Er sprach von einer Investition in Höhe von über 100 000 Euro. Sein Dank galt der Oberfrankenstiftung, der Landesstiftung und der Carl-August-Heinz-Stiftung, die dieses Projekt neben den Glasbewahrern mit finanziert haben.

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