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Wallenfels
Stadtrat

Baustellen in Wallenfels kommen voran

Der Bauausschuss informierte sich über aktuelle Projekte wie den Breitbandausbau und die Sanierung des Neuengrüner Feuerwehrhauses.
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Eine der aktuellen Baumaßnahmen der Stadt Wallenfels ist die Sanierung des Neuengrüner Feuerwehrhauses. Bereits erneuert wurden das Dach und die Fassade.  Foto:
Eine der aktuellen Baumaßnahmen der Stadt Wallenfels ist die Sanierung des Neuengrüner Feuerwehrhauses. Bereits erneuert wurden das Dach und die Fassade. Foto:
Der Bauausschuss des Wallenfelser Stadtrates überzeugte sich bei seiner jüngsten Sitzung nicht nur über den Stand wichtiger Projekte in der Stadt, sondern brachte weitere Maßnahmen auf den Weg.

Mit einem Investitionsvolumen von über einer Million Euro wird in Wallenfels aktuell der Breitbandausbau vorangebracht - die größte Baumaßnahme in diesem Jahr. Mit der Bauausführung beauftragte die Thüga Meteringservice das Wallenfelser Unternehmen Gerald Gareis. In der Hinteren Schnaid ist der Ausbau bereits abgeschlossen. Um den Schulbusverkehr nicht zu beeinträchtigen, wird der restliche Ortsteil in den Sommerferien ausgebaut, aktuell werden die Kabel in Wallenfels verlegt.

Interessiert waren die Mitglieder des Bauausschusses bei einem Ortstermin vor allem an der Ausführung der Teerarbeiten.
Bürgermeister Jens Korn informierte, dass über die notwendigen Teerarbeiten hinaus rund 20 000 Euro in die Ausbesserung von massiven Straßenschäden in der Hinteren Schnaid investiert wurden: "Eigentlich hätten wir aufgrund des schlechten Zustandes komplette Straßenzüge teeren müssen", sagte Korn. Allerdings fehlten hierzu die Haushaltsmittel.

Mit dem Anbau für das Feuerwehrhaus in der Schnaid ist mittlerweile eine der ersten Baumaßnahmen komplett vollendet, die der Wallenfelser Stadtrat nach seiner Wahl 2014 auf den Weg gebracht hatte. Bürgermeister Jens Korn erinnerte daran, dass der Anbau bereits seit den 1990er Jahren von der Kreisbrandinspektion eingefordert worden sei. Grund war, dass für das zweite Fahrzeug der Schnaider Wehr zu wenig Platz im alten Feuerwehrhaus vorhanden war. "Nun haben wir hier endlich wieder Zustände, die den Sicherheitsvorschriften entsprechen", freute sich Jens Korn.


Dach und Fassade erneuert

Auch in Neuengrün hat die Stadt Wallenfels in das Feuerwehrhaus investiert. Ursprünglich sollte das Gebäude im Rahmen der Dorferneuerung in ein Gemeinschaftshaus umgebaut werden. Die Teilnehmergemeinschaft gab im vergangenen Jahr allerdings der Neugestaltung des Kirchenumfeldes den Vorzug und meldete dieses zur Förderung an.

Der Stadtrat hatte sich in diesem Zusammenhang bereit erklärt, dringend notwendige Arbeiten an dem Gebäude auszuführen. Wie Geschäftsleiter Frank Jakob erläuterte, sei zunächst das Dach saniert worden. In einem zweiten Schritt habe der Stadtbauhof die Fassade ausgebessert, verputzt und schließlich für einen neuen Anstrich gesorgt. Die Erneuerung von Fenstern im Dachgeschoss erfolge in der kommenden Woche, so Jakob.

Einige Sorge bereitete den Mitgliedern des Bauausschusses der Wolfersgrüner Friedhof. Einzelne Grabreihen befinden sich dort in einem sehr schlechten Zustand. In den vergangenen Jahren wurden bereits vereinzelt Sanierungsmaßnahmen an den Wegen durchgeführt. Die Stadträte waren sich einige, dass diese fortgesetzt werden sollten. Stadtrat Erich Mähringer wies zudem auf die Situation im Eingangsbereich des Friedhofes hin. Gerade im Winter sei der Bereich aufgrund des abfallenden Geländes nur schwer begehbar.

Architekt Kersten Schöttner informiert den Bauausschuss über den Stand der Sicherungsarbeiten an der Stützmauer oberhalb des Jugendheims in Wallenfels. "Es war höchste Eisenbahn, hier Maßnahmen zu ergreifen", so Schöttner. Die Mauer habe bei einer Höhe von zwei Metern eine Neigung von bis zu 30 cm gehabt. "Gerade angesichts der jüngsten Regenfälle wäre das nicht mehr lange gut gegangen", erläuterte der Architekt. Aufgrund des schwierigen Umfeldes sei die Baustelle kontinuierlich von einem Statiker betreut worden. Nach Schöttners Angaben sind die Arbeiten im Zeitplan. Mittlerweilen seien alle Säulen betoniert und mit Metallverstrebungen verbunden.


Stabzaun statt Maschendraht

Die Mitglieder des Bauausschusses stimmten zu, oberhalb der Mauer statt des ursprünglich geplanten Maschendrahts einen Gitterstabzaun anzubringen. "Diese Lösung ist wesentlich nachhaltiger", so Kersten Schöttner im Blick auf die Mehrkosten, die lediglich bei rund 1000 Euro liegen. Einverstanden waren die Kommunalpolitiker auch mit dem Verzicht auf eine Holzverblendung, stattdessen soll die Mauer begrünt werden.
Am Wallenfelser Bauhof ist mit dem Hallenanbau der erste Bauabschnitt der Erweiterung abgeschlossen. In einem zweiten Schritt sollen nun die Außenanlagen hergerichtet werden. Wie Frank Jakob und Kersten Schöttner erläuterten, soll der Platz hinter dem Bauhof asphaltiert werden. Zur Lagerung von Schüttgut sollen in diesem Bereich Boxen entstehen. Der Bereich soll schließlich eingefriedet und mit einem Tor versehen werden. Einstimmig sprachen sich die Mitglieder des Bauausschusses dafür aus, die Fläche zwischen Halle und Kreisstraße als Schotterrasen anzulegen. Auf diese Weise soll die Versiegelung weiterer Flächen verhindert werden.

Der Stadtrat hatte in seiner Mai-Sitzung den Auftrag zur Sanierung des Kirchenumfeldes an die Firma dhib, Weismain, vergeben. "Für uns als Bauherrn ist es auch in der Realisierungsphase besonders wichtig, die Bürger auf dem Laufenden zu halten", sagte Bürgermeister Jens Korn. Aus diesem Grund werde am Montag, 4. Juli, eine Informationsveranstaltung stattfinden. Dabei solle insbesondere erklärt werden, wie die Arbeiten die Nutzung des Kirchenumfeldes und vor allem des Friedhofes beeinträchtigen.

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