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Kronach
Säureharz

Baustelle am Kronacher Schützenplatz ist bald Vergangenheit

Die Entsorgungsarbeiten oberhalb des Kronacher Schützenplatzes schreiten zügig voran. Das Freischießen sollte nicht beeinträchtigt werden.
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Die letzten Fuhren der Altlasten (unter der weißen Plane) liegen an der Baustelle zum Abtransport bereit. Foto: Marco Meißner
Die letzten Fuhren der Altlasten (unter der weißen Plane) liegen an der Baustelle zum Abtransport bereit. Foto: Marco Meißner
Polier Mario Persch von der Firma Strabag ließ schon im März keinen Zweifel aufkommen, dass das Kronacher Freischießen aller Wahrscheinlichkeit nach ganz normal stattfinden kann. Zumindest was die Entsorgungsarbeiten oberhalb des Festplatzes betrifft, scheint er Recht zu behalten. Dort war zu Kriegszeiten Säureharz abgelagert worden. In Kürze sollen die (fast) letzten Reste davon verschwunden sein.

"Wir brauchen eigentlich nur zwei Monate schönes Wetter", hatte Persch Mitte März gesagt, als die Arbeiten begonnen haben. Große Wetterkapriolen blieben aus. So sollte die Beseitigung der Mineralöl-Rückstände zum Monatswechsel abgeschlossen sein. Das bestätigt das Landratsamt auf unsere Anfrage. "Innerhalb der letzten Wochen wurde sämtliches belastetes Material, welches unter verhältnismäßig vertretbarem Aufwand und unter Beachtung der arbeitsschutzrechtlichen Vorschriften geborgen werden konnte, ausgehoben und bei Bedarf mit Branntkalk konditioniert", erklärt Nicole Görtler vom Sachgebiet Umwelt. "Nach sensorischer und organoleptischer Einstufung (Augenschein und Geruch) des Materials durch den Fachgutachter wurde durch labortechnische Analysen eine konkrete Einstufung in verschiedene Belastungskategorien vorgenommen."


Thermische Verwertung

Entsprechend dieser Einstufung wurden die Säureharz-Boden-Gemische von Lastwagen zur Entsorgungsanlage der EZF (Entsorgungszentrum Franken) nach Roth transportiert. Von dort aus wird das Material zu einer thermischen Verwertungsanlage in die Niederlande verschifft. "Trotz verschiedener Belastungsgrade konnte letztendlich für das gesamte Material ein einheitlicher Entsorgungsweg realisiert werden", berichtet Görtler.
In dieser Woche sollen die Transportarbeiten mit dem Abtransport des Materials aus dem Boden der Aushubgrube abgeschlossen werden. Zeitgleich erfolgt derzeit die Wiederverfüllung der Grube mit unbelastetem Material.

Es gibt noch eine geringe verbleibende Restbelastungen an den Rändern und am Boden der Aushubgrube. Diese wären wegen des felsigen Bodens nur noch unter unverhältnismäßig hohem Aufwand zu entfernen. Nach Rücksprache mit dem Wasserwirtschaftsamt Kronach wird deswegen die gesamte verfüllte Fläche abschließend mit einem so genannten bindigen Boden abgedeckt, wie das Amt mitteilt. Dadurch und durch die Ausbildung eines leichten Gefälles kann anfallendes Wasser in Zukunft bereits oberflächig aus dem ehemaligen Deponiebereich abgeleitet werden.

"Seitens der Baufirma wird bestätigt, dass unter Berücksichtigung des derzeitigen Baufortschritts ein Abschluss der Maßnahme weiterhin bis Ende Juni 2017 möglich ist", erklärt Görtler. Nicht mehr benötigte Teile der Baustelleneinrichtung, wie zum Beispiel die Luftabsauganlage und das Kalksilo, wurden unterdessen bereits wieder von der Baustelle abtransportiert. Die letzte Fuhre soll sich also in diesen Tagen auf den Weg zur Entsorgung machen.


Gute Zusammenarbeit gelobt

Das ist auch der Kenntnisstand von Platzmeister Karl-Peter Wittig von der Schützengesellschaft Kronach. Dann können auch die letzten Container und Zäune bald verschwinden. Er freut sich, dass bisher alles nach Plan verlaufen ist und sich daher wirklich keine Probleme abzeichnen. "Wir sind sehr zufrieden. Es passt mit der Firma, und für die Sicherheit war auch gesorgt", unterstreicht der Platzmeister. Damit bleibe man mit dem Abschluss der Arbeiten zeitlich "weit weg vom Schützenfest".

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