CSU-Ortsvorsitzende Angela Hofmann würdigte, dass Hempfling "mit Anstand, Würde, Sachverstand und Menschlichkeit zum Wohle der Bürger, der Stadt und der Partei gearbeitet habe. "Die CSU als Volkspartei braucht Führungskräfte in ihren Reihen, Identifikations-Figuren, Vordenker und Vorbilder, die der Partei Gesicht und Seele geben." Die Menschen hätten dessen Wirken mit Traum ergebnissen bei den Wahlen quittiert.
Zu seinen größten Leistungen gehörte die Gebietsreform 1972, bei der es gelang, zwölf Gemeinden nach Kronach zu führen, der Bau des neuen Rathauses, der Bau des Hallen- und Freibades, die Europabrücke, die Einrichtung der fränkischen Galerie und die Sicherung der eigenständigen Wasserversorgung für die Stadt Kronach.
Das Herz des Jubilars schlug auch für die von ihm ins Leben gerufene Tageszeitung "Kronacher Volksblatt". Mit unglaublicher Willensstärke und Engagement habe er es als Schriftsetzer zum Geschäftsführer und Redakteur gebracht und auch den Vertrieb selbst in die Hand genommen, erinnert sich einer der Nachfolger Hempflings im Amt des Landtagsabgeordneten, Heinz Hausmann. "Mit dem Motorrad fuhr er durch den Frankenwald um Abonnenten zu werben und brachte es so auf 4500 Exemplare."
Es sei auch die Zeit in den 1950er Jahren gewesen, in denen Hempfling vielen Bauwilligen, die sich nach einen Eigenheim sehnten, zu einem Häuschen verholfen hat, sagte Hausmann.
Baptist Hempfling ist am 14. Januar 1918 geboren, trat 1946 in die CSU ein. Von 1954 bis 1970 war er Landtagsabgeordneter. Er war Ortsvorsitzender in Kronach, 20 Jahre Kreisvorsitzender, zehn Jahre war er Kreistagsmitglied. Stadtrat und Fraktionsvorsitzender war er seit 1952 sowie 18 Jahre zweiter Bürgermeister. Von 1970 bis 1984 leitete er die Geschicke Kronachs als erster Bürgermeister. 1978 wurde dem Altbürgermeister und Ehrenbürger Kronachs und Ehrenkreisvorsitzenden der Frankenwald-CSUdas Bundesverdienstkreuzes verliehen.