Zeyern
Infrastruktur

Autos rollen wieder über Verbindungsstraße Zeyern-Roßlach

Die Ortsumgehung Zeyern macht große Fortschritte. An der Rodachbrücke tut sich in den nächsten Wochen einiges.
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Die Brücke über die Verbindungsstraße Zeyern-Roßlach steht schon. Die Behelfsumgehung um die Brücke ist bereits abgebaut.  Fotos: Franziska Rieger
Die Brücke über die Verbindungsstraße Zeyern-Roßlach steht schon. Die Behelfsumgehung um die Brücke ist bereits abgebaut. Fotos: Franziska Rieger
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Wer in diesen Tagen von Zeyern nach Roßlach unterwegs ist, staunt nicht schlecht. Die Ortsumgehung Zeyern kommt in großen Schritten voran. Seit einer Woche fließt der Verkehr wieder über die Verbindungsstraße Zeyern-Roßlach. Von der Behelfsumgehung, die über ein Jahr den Verkehr um die Brückenarbeiten geleitet hat, sind nur noch ein Steinweg und Erde zu sehen.

"Die Baufirma ist dabei den Ur-Zustand, wie er vor dem Bau der Behelfsumgehung war, wieder herzustellen", erklärt Norbert Schmidt. Als Bauaufseher trägt der Mitarbeiter des Staatlichen Bauamtes Bamberg, Servicestelle Kronach, eine große Verantwortung.

Der Fokus liegt nun auf den Bauarbeiten an der Rodachbrücke, die bereits auf Hochtouren laufen. Das Widerlager Richtung Kronach und zwei Brückenpfeiler stehen schon. Das Widerlager Richtung Hof soll laut Schmidt ab nächster Woche fertig sein. Die Rodach selbst verläuft zwischen dem Widerlager Richtung Hof und einem Brückenpfeiler. Widerlager sind die äußersten Bauteile einer Brücke, die den Übergang zwischen der Brückenkonstruktion und dem Erddamm herstellen.

Um mit dem Überbau für die Rodachbrücke beginnen zu können, werden im Moment schwere Eisenträger für das Traggerüst montiert. Schmidt schätzt, dass die Arbeiter spätestens in der übernächsten Woche mit dem Überbau beginnen können.

Jens Laußmann, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamtes Bamberg, berichtet, dass im Zuge des Streckenbaus ein zusätzlicher Hochwasserschutzdamm errichtet wird, damit die umliegenden Anwesen nicht eingestaut werden. 50 Meter lang und 2,5 Meter hoch soll dieser werden. Bei Hochwasser werden die Wassermassen der Rodach durch eine Achse der Brücke südwestlich, Richtung Zeyerner Wand, zurückgedrängt.

Auf einem Feld in Richtung des Marktrodacher Rewe-Marktes habe man Ausgleichsflächen angelegt. Dieser Retentionsraum schaffe Platz für Hochwasser, berichtet Laußmann. "Man muss dem Fluss eine Chance geben, sich auszubreiten", sagt Bauaufseher Schmidt. Bis Ende des Jahres soll die Rodachbrücke fertiggestellt sein. Ein Ziel, das Jens Laußmann für realisierbar hält: "Wir sind voll im Plan."


Streckenbau ab September

Laußmann schätzt, dass mit dem dritten Bauabschnitt, dem Streckenbau, ab September begonnen werden kann. Die Vergabe an eine Baufirma sei bereits beendet. Der gesamte Straßendamm wird leicht ansteigend zu den Brücken hin gebaut. Weil zwischen den beiden Brücken ein sehr hoher Straßendamm entsteht, werden so genannte Rüttelstopfsäulen als Fundament in den Boden verlegt. Drei bis vier Meter tief werden diese in den Boden gesetzt.

Das Material für den Damm werden die Bauarbeiter mit großen Gerätschaften aus einem Berg am Ortsausgang von Zeyern, Richtung Erlabrück, abtragen. "Sprengungen wird es wahrscheinlich nicht geben", erklärt er. Weil sich laut Laußmann aus dem Berg wahrscheinlich nicht genug tragfähiges Material gewinnen lässt, muss Material von anderen Lagerplätzen zugefahren werden. Der Erwerb der benötigten Grundstücke ist laut Laußmann abgeschlossen. "Wir haben alles abgearbeitet und den Grundstückserwerb erfolgreich abgeschlossen", sagt er.


Sehr gutes Miteinander

Diese Nachricht stimmt den Marktrodacher Bürgermeister Norbert Gräbner (SPD) zuversichtlich, dass die Arbeiten an der Umgehung zügig vorankommen. "Als Außenstehender denkt man immer, dass es schneller gehen muss. Aber es steckt sehr viel Planung dahinter", sagt Gräbner.

Die Zusammenarbeit mit dem staatlichen Bauamt sei ein sehr gutes Miteinander. "Es sind sehr viele Detailfragen zu stellen und zu lösen", erklärt er.
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