Kronach
Kreisausschuss

Auf dem Weg zum Qualitätssiegel

Der Frankenwald strebt an, "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" zu werden. Dazu müssen von der Ausschilderung bis zum Marketing viele Kriterien erfüllt werden. Der Landkreis unterstützt das Vorhaben finanziell.
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Wunderbar wanderbar - das ist der Frankenwald. Da sind sich alle Mitglieder des Kreisausschusses einig. Und deshalb beschlossen sie am Montag auch einstimmig, dass der Landkreis das Projekt "Frankenwald - Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" mitträgt.

Der Frankenwald hat als eine von fünf Pilotregionen seit 2011 an der Entwicklung des Kriterienkataloges für eben dieses Projekt des Deutschen Wanderverbandes mitgearbeitet. Nun will man innerhalb der nächsten zwei Jahre dieses Qualitätssiegel auch erhalten. Dazu sind in fünf verschiedenen Bereichen - Infrastruktur/Wege, Service, Gastgeber, Touristinfos und Organisation - zahlreiche Aufgaben umzusetzen.
Von der Ausschilderung der Wege bis hin zum Marketing, um zusätzliche Gästegruppen für den Frankenwald als Wanderregion zu akquirieren.

Eine "Qualitätsregion Wanderbares Deutschland" ist eine Region, "die sich in der Wanderweginfrastruktur, der Beherbergung und dem Service ganz dem Wandern verschrieben hat, die mindestens fünf Tage abwechslungsreichen Wanderurlaub ermöglicht, vom Gast als abgeschlossene Region wahrgenommen wird, sich als solche vermarktet und organisatorisch als Einheit auftritt" - so lauten die Kriterien.

Für das Vorhaben werden Gesamtkosten von circa 1,2 Millionen Euro angesetzt- unter anderem für Personal. Zwei Mitarbeiter - eine Voll- und eine Teilzeitkraft - sollen sich um die zwei Schwerpunktthemen Wandern und Tourismus kümmern. 60 Prozent der Kosten sollen über Leader-Mittel - ein Förderprogramm der Europäischen Union, mit dem seit 1991 modellhaft innovative Aktionen im ländlichen Raum gefördert werden - finanziert werden. Die Oberfrankenstiftung soll 25 Prozent übernehmen, womit für den Naturpark Frankenwald als Projektträger noch ein Eigenanteil von 229 319 Euro bleibt. Gedeckt wird dieser Betrag durch die drei Landkreise Kronach, Hof und Kulmbach.
Der Kreisausschuss beschloss, dass der Landkreis Kronach das Projekt finanziell mit bis zu 100 000 Euro mitträgt.

"Wir sind der Meinung, dass diese Zertifizierung ein absoluter Besuchermagnet ist", begründete Landrat Oswald Marr (SPD). Peter Hänel "Freie Wähler" nannte es ein ambitioniertes Vorhaben und Timo Ehrhardt signalisierte die Unterstützung von Seiten der Stadt Ludwigsstadt.
"Das wird ein wunderschönes Kind werden", griff Ingrid Steinhäußer (Frauenliste) die Worte des Landrats, wonach es sich um eine schwere Geburt handle, auf. Was der Frankenwald biete, biete keine andere Region, ging sie darauf ein, dass sich Wanderungen mit verschiedenen Attraktionen wie den Faust-Festspielen oder dem Flößen verbinden ließen.

Das Projekt ist für zwei Jahre ausgelegt. Richard Rauh (SPD) wollte wissen, was hinterher passiert. Karl Schaller vom Frankenwaldverein erklärte dazu, dass es Vereinbarungen geben müsse, die die Nachhaltigkeit sicherstellen. Ziel sei schließlich, dass das Ganze ein Selbstläufer wird.




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