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Kronach
Gericht

Auf Randale folgt eine Bewährungsstrafe

Als vollständig erwiesen konnte der Großteil der Anklagepunkte gegen einen 41-jährigen Mann aus dem südlichen Landkreis Kronach gewertet werden. Sachbeschädigung in Tateinheit mit Beleidigung und Nötigung sowie Hausfriedensbruch wurden dem Angeklagten zur Last gelegt.
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Richter Markus Läger verurteilte ihn deshalb zu zehn Monaten Freiheitsentzug, der jedoch zur Bewährung ausgesetzt wurde. Außerdem muss der Mann 1500 Euro Geldstrafe an eine gemeinnützige Einrichtung zahlen. Das Urteil bewegte sich somit nur knapp unter den von Staatsanwältin Susanne Heppel geforderten elf Monaten.
Der Mann hatte laut Anklageschrift in angetrunkenem Zustand in der Wohnung der geschädigten Frau Streit angefangen und begonnen, kleine Gegenstände durch die Räume zu werfen; der Wohnzimmertisch und eine Schale sind dadurch in Mitleidenschaft gezogen worden. Außerdem hatte der Angeklagte die Frau beleidigt. Der Aufforderung, die Wohnung zu verlassen, ist er nicht nachgekommen, sondern er die Geschädigte weiter beschimpft, worauf diese die Polizei gerufen hat. Der Angeklagte hatte dann mit den Beamten die Wohnung verlassen und ist zu den Nachbarn gegangen.



Zoff am nächsten Morgen

In der Wohnung hatten sich nachher auch noch die 16-jährige Tochter der Frau und deren Freund aufgehalten, damit nicht noch etwas passiert. Später am Abend ist der 41-Jährige zusammen mit den Nachbarn zurückgekommen, und hat auf der Couch übernachtet. Am folgenden Morgen hätte er nach Aufforderung von Mutter und Tochter die Wohnung verlassen sollen, was er jedoch verweigert hat. Stattdessen hat er die beiden Frauen beschimpft. Angeblich hat er erst seinen Kaffee austrinken wollen.

Daraufhin hat der Mann die Tasse an die Wand geschmettert. Er hat auch noch ein kleines Schränkchen nach der Geschädigten geworfen. Die 42-jährige Frau ist dabei getroffen worden und hat eine leichte Prellung erlitten.
Der Angeklagte hat dann die Wohnung verlassen und noch einiges an Gegenständen im Flur her umgeworfen. So auch eine Aluleiter und eine Hängelampe, welche die Frau knapp verfehlt hat. Daraufhin haben die Frauen die Polizei gerufen.


Zum Teil geständig


Der Angeklagte war vor Gericht zum Teil geständig, zum Teil wusste er angeblich nicht mehr, was geschehen war, da er am Abend unter Alkoholeinfluss gestanden hatte und am Morgen einfach wütend gewesen ist. "Es tut mir leid, ich hätte ihr doch nie was getan. Aber ich kann das jetzt leider nicht mehr rückgängig machen", sagte der Mann vor der Verkündigung des Urteils. Für Verteidiger Stefan Leistner war es nicht erwiesen, dass bei der Verletzung der Geschädigten eine gezielte Tat seines Mandanten vorausgegangen war.

Er ging davon aus, dass es einfach eng in der Küche war und außerdem alles sehr schnell abgelaufen ist. Der Rechtsanwalt beantragte daher ein mildes Urteil.

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