Kronach
Kreisverkehr

An der Südbrücke geht's rund

Der Bypass aus Richtung Nordbrücke ist schon befahrbar. In vier Wochen wird es das gesamte Bauwerk sein. Wegen der Ampelschaltung gibt es zurzeit noch manchmal Staus. Es gibt aber noch Dinge, die zu beachten sind.
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Der Bypass für die aus Richtung Nordbrücke kommenden Fahrzeuge funktioniert schon.  Fotos: Friedwald Schedel
Der Bypass für die aus Richtung Nordbrücke kommenden Fahrzeuge funktioniert schon. Fotos: Friedwald Schedel
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Unmittelbar nach einer erneuten Änderung der Verkehrsführung am entstehenden Kreisel gab es kürzlich unendlich lange Staus an der Südbrücke. Das führte zu Verspätungen bis zu einer Dreiviertelstunde allen voran für die Autofahrer, die aus dem Raum Lichtenfels kamen.

Das war aber eine Ausnahme, wie Jürgen Woll, Leiter der Servicestelle Kronach des Staatlichen Bauamts, erklärt. Die Autofahrer hatten sich nach dieser Erfahrung andere Wege weit um Kronach herum gesucht. "Wir hatten das bekannt gemacht, aber viele hatten gedacht, dass das schon irgendwie gehen wird", meint Woll zu den anfänglichen Schwierigkeiten.

Unterdessen schreiten die Bauarbeiten weiter voran. Die Autofahrer, die aus Richtung Nordbrücke kommen und nach Neuses weiterfahren müssen, können den neuen Bypass bereits nutzen. Die Ampel kurz nach der Tankstelle wurde zur Seite gestellt.
Für den Verkehr auf der Bundesstraße 173 ist hingegen weiterhin eine Ampelregelung nötig. "Wir haben die Schaltphasen der Ampeln sehr lang eingestellt, damit viele Autos durchkommen, aber manche fahren nicht zügig an", bedauert Woll. Das konnte auch unsere Zeitung beobachten. Obwohl etliche Fahrzeuglenker gemächlich anfuhren, kamen trotzdem über 50 Fahrzeuge, inklusive etwa zehn Lastzügen, bei einer Schaltphase durch.


Das Einfädeln klappt nicht

Was nicht immer klappt, ist das Einfädeln von zwei Spuren auf eine Spur kurz vor der Ampel aus Richtung Süden. Viele Autofahrer haben anscheinend vergessen, dass es das Reißverschlusssystem gibt. Sie fahren schon ab der Neuseser Südbrücke rechts und ärgern sich, wenn welche an ihnen vorbeiziehen und kurz vor der Ampel einfädeln wollen. Denen wird das sogar durch dichtes Aufschließen auf das davor befindliche Fahrzeug verwehrt, obwohl die Straßenverkehrsordnung es eindeutig regelt, dass das Reißverschlusssystem anzuwenden ist und man einfädeln lassen muss.


Von junger Frau beschimpft

Für Woll ist dieses Verhalten ebenso unverständlich wie für einen Polizeibeamten, der an uns schrieb. Dessen Frau wurde, als sie einfädeln wollte, von einer jungen Fahrzeuglenkerin, die auf der rechten Spur war, sogar beschimpft, was aus eindeutigen Gesten zu schließen sei.

Was ebenfalls von Fachleuten kritisiert wird, ist, dass auf der zweispurigen Bundesstraße bei Stau keine Rettungsgasse gebildet wird. Auch dies hatte uns ein Verkehrsteilnehmer gemeldet. Deutlich sichtbar wurde dies erst jüngst bei einem Unfall auf der B 173.

Jürgen Woll rechnet damit, dass die Bauarbeiten noch rund vier Wochen andauern werden. "Der Kreisel soll möglichst schnell befahrbar sein. Es wäre fatal, wenn der Winter kommt und wir wären noch nicht fertig", sagt der Servicestellenleiter. Er bittet um Verständnis für die Behinderungen, denn "wir brauchen Baufeld, um sicher arbeiten zu können".

Um den Kreisel möglichst schnell fertig zu stellen, hat man auch den Bauablauf geändert. Die Brücke über den Grenzbach, der die B 85 zwischen Kreisel und Tankstelle quert, muss erneuert werden. Aber das wird erst erledigt, wenn der Kreisel befahren werden kann.
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