Ludwigsstadt
Stadtrat

An der Kirchhofmauer gehts weiter

Eine Hofer Firma soll bis Anfang Juni die Teilerneuerungsarbeiten abschließen. Beim Breitbandausbau sollen 954 000 Euro investiert werden.
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Die Arbeiten an der Kirchhofmauer in Ludwigsstadt sollen Mitte April beginnen und bis Anfang Juni abgeschlossen sein.  Foto: Veronika Schadeck
Die Arbeiten an der Kirchhofmauer in Ludwigsstadt sollen Mitte April beginnen und bis Anfang Juni abgeschlossen sein. Foto: Veronika Schadeck
Die Themen Breitbandausbau, die Kirchhofmauer Ludwigsstadt, die Wegeanbindung zum "Katzwick" in Ebersdorf, das waren die wesentlichen Themen der Stadtratssitzung am Donnerstag.
In Sachen Teilerneuerung der Kirchhofmauer in Ludwigsstadt im Bereich der Auffahrt vom Marktplatz zur Michaeliskirche liegen der Stadt vier Angebote vor. Letztendlich erhielt die Firma AS-Bau Hof den Zuschlag zu einem Preis in Höhe von 165 399 Euro.
Michael Korn von Kabel DSL, die ortsansässige Firma erhielt in der geschlossenen Sitzung den Zuschlag, informierte das Gremium über die Planungen zwecks Breitbandausbaus. Unter anderem werden Stadtteile in mehrere Bereiche aufgeteilt, damit den Anliegern genügend Breitband zur Verfügung steht. Für alle Haushalte sollen künftig mindestens 100 MBit/s gewährleistet werden.
Bürgermeister Timo Ehrhardt (SPD) ergänzte, dass das gesamte Stadtgebiet erschlossen werden soll, inklusive Weiler.
Ehrhardt sprach von einer Investitionssumme in Höhe von 954 000 Euro für den Breitbandausbau. Von Finanzminister Markus Söder (CSU) erhielt die Stadt eine Förderung in Höhe von 859 000 Euro. Der Bürgermeister bedankte sich bei der Staatsregierung für diese Unterstützung. Nun soll Kabel DSL Ludwigsstadt in Zusammenarbeit mit ThügaMeteringService dafür Sorge tragen, dass binnen 36 Monaten bei jedem Haushalt im Stadtgebiet ein Glasfaserkabel hinterlegt ist. Ehrhardt bat die Bevölkerung, nach der Vollendung des Ausbaus das Angebot des schnellen Internets auch anzunehmen.
Ein weiteres Thema war die Wasserversorgung am Spitzberg. Hier gibt es drei bewohnte Einheiten. Die Anwohner beziehen bisher das Wasser aus einem Flachbrunnen. In jüngster Zeit kam es nun zu Beeinträchtigungen der Wasserqualität. Das Büro Gartiser, Germann & Piewak (Bamberg) hat nun in einer Voruntersuchung die Ertüchtigung des Flachbrunnens als äußerst aufwändig bewertet.
Wie Ehrhardt ausführte, habe die Verwaltung gemeinsam mit dem Betriebsführer, der FWO, den Anschluss der Anwesen per Fernleitung an den Hochbehälter Thünahof weiterverfolgt. Im Zuge der Maßnahmen "Fernleitungen" sollen zugleich die Leitungen für den Breitbandausbau zum Spitzberg verlegt werden. Ehrhardt sprach von Kosten in Höhe von rund 50 000 Euro, zuzüglich 10 000 Euro für die dingliche Sicherung der Leitung. Das Gremium zeigte sich damit einverstanden.


Wirbel um "Katzwick-Trasse"

Die Wegeanbindung zu der gastronomischen Einrichtung "Katzwick" in Ebersdorf sorgte für eine längere Diskussion. Der Bauausschuss hatte unlängst, aufgrund der Tatsache, dass der bisherige Weg in einem schlechten Zustand und im Winter schlecht befahrbar ist, eine alternative Trasse vorgeschlagen. Diese, bisher als Feldweg gekennzeichnet, würde dann - nachdem die Anbindung zur KC 1 geklärt ist - zu einer Ortsstraße aufgestuft. Die Kosten würden mit rund 210 000 Euro zu Buche schlagen.
"Ich bin mir bewusst, dass dies für Diskussionen sorgen wird", so Bürgermeister Ehrhardt. Die Stadt baue den Katzwick aus, aber anderweitig seien Löcher in den Ortsstraßen vorhanden. Aber, abgesehen, dass die gastronomische Einrichtung besser erreichbar wäre, der Grund sich überwiegend im Eigentum der Stadt befinde und eine Förderung in Höhe von 65 Prozent möglich sei, habe dies seine Berechtigung.
"Gibt es denn in diesem Gremium niemanden, der sagt, wir sind die höchstverschuldete Gemeinde?", fragte Hermann Feuerpfeil (FW). Er sprach von Trassen, deren Sanierung wichtiger als der Ausbau zum Katzwick wäre. Zudem müsse mal jemanden sagen: "Wir sind pleite!" "Mach nicht alles schlecht und unterlasse das Wort pleite!", ärgerte sich Hubert Bischoff. Er wies darauf hin, dass die Stadt in den vergangenen Jahren Schulden abgebaut habe und der Etat jedes Jahr von der Rechtsaufsicht genehmigt werde. Letztendlich sprach sich das Gremium mit zwei Gegenstimmen für den Alternativweg zum Katzwick aus.
Unter Punkt "Sonstiges" verlas David Martin (CSU) einen Antrag der JU Ludwigsstadt, zwecks Etablierung eines öffentlichen WLAN-Hotspots. Gerhard Rentsch (CSU) sprach Probleme mit der Zufahrt zum Geotop an. Hier sollte die Stadt mit den Erben eines verstorbenen Anliegers sprechen, um diese zu beseitigen. Weiterhin wurde der Stadt aufgefordert, dafür Sorge zu tragen, das Wild vom Friedhof in Ludwigsstadt fernzuhalten.
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