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Rothenkirchen
Konzert

Acht Chöre stimmten Adventsklänge an

Die Besucher in der St. Bartholomäus-Kirche in Rothenkirchen erlebten bei aller Vielfalt musikalische Harmonie, bei der die Besinnung nicht zu kurz kam. Und so richtig emotional wurde es, als eine der beteiligten Chöre seinen Abschied von öffentlichen Autritten bekanntgab.
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Die Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" unter Leitung von Siegfried Weißerth, begleitet am Akkordeon von Georg Wolf  Foto: K.- H. Hofmann
Die Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" unter Leitung von Siegfried Weißerth, begleitet am Akkordeon von Georg Wolf Foto: K.- H. Hofmann
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Musik und Gesang werden im Markt Pressig auf hohem Niveau gepflegt. Ein Beispiel dafür gibt das seit Jahrzehnten eingeführte Adventssingen, dessen Organisation und Programmgestaltung jedes Jahr einem anderen Verein obliegt. Fünf Gesangvereine stellen acht Chöre, dazu die Stubenmusik Rothenkirchen, das ergibt ein anspruchsvolles Spektrum der Darbietung gesanglicher und musikalischer Harmonie und Unterhaltung.

Für die Besucher war das vorweihnachtliche Singen und Musizieren ein ergreifendes Ereignis, vor allem beim emotionalen Finale, als die Marienrother St. Georgssänger den Altarraum betraten und "Sterne der Heiligen Nacht" als Hommage an die Geburt des Christkindes sangen. Die beiden Solisten, Otto Neder und Norbert Schülein interpretierten die Geschichte mit Konzertina-Begleitung von Günter Fröba mit ausdrucksstarkem Engagement.


St.
Georgssänger hören auf

Das Adventliche Singen der Chöre im Markt Pressig in der St. Bartholomäus- Kirche in Rothenkirchen war gleichzeitig der Abschied eines Chores, der aus Altersgründen sein aktives Singen einstellen muss. Über 30 Jahre währte das Engagement der St. Georgssänger Marienroth, hauptsächlich mit kirchlichem Liedgut und Heimatliedern die Menschen zu erfreuen. So gaben die Männer um den Liedersammler, Texter und Komponisten Otto Neder und um Vorsitzenden Norbert Schülein unter Leitung von Gregor Lorsbach bei ihrem letzten Auftritt alles, um diesen Abend mit einem hervorragenden Programm zu gestalten in dem die acht Chöre, die Stubenmusik und an der Orgel Roland Völk mit ihrem Liedgut in die Adventszeit führten. Durch das Programm führte Gregor Lorsbach, Pater Helmut Haagen und Pfarrerin Claudia- Göll stimmten die Zuhörer mit besinnlichen Worten auf das Konzert ein.

Während die St. Georgssänger an diesem Abend ihren letzten öffentlichen Auftritt verkündeten, scheint ein weiterer gefährdeter Chor gerettet. Die Eisenbahnsinggruppe "Frohsinn" Pressig unter Leitung von Georg Wolf erschien in großer Stärke und glänzte mit zwei Arrangements von Georg Wolf, "Nimm dir Zeit" und "in Erwartung" unter Chorleitung von Siegfried Weißerth und in Akkordeonbegleitung durch Georg Wolf. Lange hatten die Sänger nach einem neuen Vorsitzenden gesucht, bis sich Rudi Räther bereiterklärte, das Amt zu übernehmen. Offiziell wollen sie den Nachfolger von Klaus Scherer erst in ihrer Jahresversammlung vorstellen.

Chörleiterin ist auch Musikerin

Als eine Bereicherung für die Chöre im Markt Pressig erweist sich immer mehr die Chorleiterin des Gesangvereins Rothenkirchen, Karina Klaumünzner. Nicht nur, dass sie souverän die drei Chöre des Gesangvereins Rothenkirchen leitet, sie begleitet auch mit Akkordeon und führt immer wieder neues Liedgut ein. Außerdem trat sie an der Orgel mit ihrem Partner Stefan Reuther (Trompete) als Duo Kabrise auf und überzeugte mit der temporeichen, lebhaften Sonate "Vivace", ganz im Kontrast zum Programm der Chöre, die es mit gediegenen, stillen Liedern angehen ließen. Vor allem die in die Herzen gehenden zarten Klänge der Stubenmusik Rothenkirchen waren eine gelungene Ergänzung zu den meist a capella gesungenen Liedgut der Chöre.

Der Erlös des Konzerts soll dem Hospizverein Kronach zugute kommen, informierte Norbert Schülein.

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