Gemeinsam mit Lehrern und Mitschülern in netter Gesellschaft zusammensitzen und die Schulzeit Revue passieren lassen. Diese Idee hatten die Abiturienten des Frankenwald-Gymnasiums für den diesjährigen Abischerz.
"Das gemütliche Zusammensein und die Geselligkeit kommt bei der Abiverabschiedung viel zu kurz, da man dort ein straffes Programm hat und dazwischen nicht viel Zeit zum Reden ist", stellte der stellvertretende Schulleiter Hans Püttner fest.
Deshalb teilte man den Abischerz in zwei Teile auf:
Zuerst wurden die Schüler der jüngeren Jahrgangsstufen mit Wasserspritzpistolen, Wasserbomben und Wassereimern nass gemacht. Dabei verteilte man Bonbons und andere Süßigkeiten. Danach wurden diese nach Hause geschickt. "Aus eigener Erfahrung weiß man, dass sich der größere Teil der Schüler beim Abischerz eher langweilen und sogar viele heimlich das Schulgelände verlassen", weiß Sandra Müller, Mitorganisatorin der Veranstaltung. Deshalb versuchte man dieses Jahr eine andere Variante und gab den Jüngeren schulfrei.
Den zweiten Teil führte man nur mit den Lehrern fort. Schon früh am Morgen wurden auf der Wiese neben der Mittelschule Biertischgarnituren und eine Bühne aufgebaut. In der Nacht hatte man "Wertsachen" der Lehrer von deren Zuhause mitgenommen und diese dann unter einem Pavillon präsentiert. Diese konnten dann bei Spielen wieder erworben werden.
Man bereitete dafür eine Losbox vor, in der die Namen der Lehrer auf kleinen Zetteln standen. Anschließend entschied vor jedem Spiel das Los, wer gegen wen antrat. Dann mussten sich die Lehrer bei Spielen wie Twister, Apfeltauchen oder Mohrenkopfwettessen beweisen. Am Ende jedes Spiels bekamen die Sieger und auch die Verlierer ihre gestohlenen Sachen wieder.
Für das leibliche Wohl war auch gesorgt. Die Abiband unterstützte mit meist rockigen Songs das gemütliche Beisammensein und unterhielt das Publikum über die Spielpausen hinweg.
Diese Idee einer ganz neuen Gestaltung des Abischerzes könnte sich in den nächsten Jahren, wenn auch leicht verändert, weiter fortsetzen, meinte Direktor Klaus Morsch am Rande.