Tschirn
Traktoren

Schleppertreffen in Oberfranken: 83 Traktoren tuckern durch Tschirn

Das ganze Ortsbild von Tschirn im Kreis Kronach war am Sonntag von alten Traktoren, Bulldogs und anderen landwirtschaftlichen Zugmaschinen beherrscht, die zu einer Rundfahrt starteten.
Artikel drucken Artikel einbetten
15. Schleppertreffen im oberfränkischen Tschirn: Die gastgebenden Schlepperfreunde führten mit einem geschmückten Traktor die Rundfahrt an.Michael Wunder
15. Schleppertreffen im oberfränkischen Tschirn: Die gastgebenden Schlepperfreunde führten mit einem geschmückten Traktor die Rundfahrt an.Michael Wunder
+30 Bilder

Ideale äußere Bedingungen verhalfen dem 15. Tschirner Schleppertreffen wieder zum Erfolg. Die umfangreiche Vorarbeit der Schlepperfreunde Tschirn wurde durch einen guten Besuch von Teilnehmern und Gästen belohnt. An der Rundfahrt beteiligten sich 83 Gefährte, wobei weitere zur Schau auf dem Festplatz ausgestellt waren.

Im Namen der Gemeinde und der Schlepperfreunde begrüßte Bürgermeister Peter Klinger in "Doppelfunktion". Der einprägsame Sound von Traktoren sowie weiteren Fahrzeugen wie Unimog, MB Trac oder alten Bundeswehrfahrzeugen war ein Genuss in den Ohren. Die Traktoren, Bulldogs, Schlepper und Unimogs von den unterschiedlichsten Herstellern konnten vor und nach der Rundfahrt auf dem Festplatz besichtigt werden.

Getreideernte früher und heute

Im Anschluss an der Rundfahrt gab es auch eine Vorführung unter dem Motto "Brot für alle". Peter Klinger informierte die mehr als 400 interessierten Besucher auf dem Getreidefeld von Stefan Hofmann über die einzelnen Schritte der Getreideernte. Die Landwirtschaft habe nach dem Zweiten Weltkrieg zu einer besseren Versorgung der Menschen beigetragen. Das Getreide als Lebensmittel Nummer 1 musste allerdings sehr aufwendig und meist schweißtreibend mit der Sense gemäht werden.

Später hielten Flügelmähmaschinen und der Bindermäher Einzug in den landwirtschaftlichen Betrieben. Die Bindermäher wurden in den 50er Jahren in Tschirn eingeführt. Bei der Vorführung wurde das Gerät aus Schmölz von einen 11 PS starken Schlepper gezogen. Nach dem Trocknen mussten das Getreide dann, wie bei dem Mähen von Hand noch in einer Dreschmaschine bearbeitet werden.

Wesentlich einfacher ging es mit dem Mähdrescher. Dabei sind die alten Modelle mit Sackabfüllung und geringer Schnittbreite aber nicht mit den heutigen technisch hochmodernen Maschinen vergleichbar. Während der kleine Massey-Fergusson mit 35 PS gerade eine Schittbreite von 1,8 Meter bearbeitete, sind es beim heutigen modernen Mähdrescher sieben Meter, die er auf einer Spur abdreschen konnte.



Verwandte Artikel
was sagen sie zu diesem Thema?
jetzt anmelden jetzt registrieren