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Reichenbach
Jubiläum

825-Jähriges soll ein großes Fest werden

Der Reichenbacher Gemeinderat wünscht sich eine schöne Feier und hofft auf ege Beteiligung von Vereinen und Privatpersonen.
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In Reichenbach versteht man zu feiern. Nicht nur bei der Kirchweih.  Foto: Archiv
In Reichenbach versteht man zu feiern. Nicht nur bei der Kirchweih. Foto: Archiv
Das schmucke Schieferdorf wurde 1190 erstmals urkundlich erwähnt. Somit kann es 2015 das 825-Jährige feiern. Gerne erinnerten sich Bürgermeisterin Karin Ritter (SPD) und der Gemeinderat in der Sitzung an die große viertägige 800-Jahr-Feier vom 13. bis 16. Juli 1990. Höhepunkt damals war ein historischer Festzug mit fast 40 Gruppierungen und Vereine, die in historischen Gewändern auf die Jahrhunderte zurückblickten.

Ein Fest in dieser Größenordnung werde man sicherlich nicht mehr auf die Beine stellen können, darin zeigte sich das Gremium einig. Dennoch sei das Jubiläum ein guter Grund zum Feiern. "Wir im Gemeinderat können allein kein Fest aufziehen. Wir brauchen dazu die Bevölkerung und insbesondere die Vereine", appellierte die Bürgermeisterin.

Deshalb will man den Punkt bei der nächsten Bürgerversammlung mit aufnehmen. Diese findet am Mittwoch, 30.
Juli, in der Turnhalle Reichenbach statt. Hauptpunkt dabei ist die Auswertung der vom Architekturbüro Veit Huber getätigten vorbereitenden Untersuchungen. as Gremium wünscht sich, dass sich Privatpersonen wie auch Gruppierungen schon einmal im Vorfeld Gedanken machten, wie man das Fest feiern könne und sie sich einbringen würden.

Telefonzelle kommt weg

Bürgermeisterin Karin Ritter und Zweiter Bürgermeister Rudi Neubauer (CSU) werden als Mitglieder in die ARGE Rennsteig entsandt. Anfang September soll wahrscheinlich eine Vollversammlung stattfinden.

Einstimmig wurde dem Abbau des öffentlichen Fernsprechers in der Hauptstraße 24 in Reichenbach zugestimmt. Die Telekom hatte per Fax um das Einverständnis für den Abbau gebeten, nachdem im vergangenen Jahr dort kaum noch telefoniert worden war.

Weiter erfolgte der Beschluss, dass Stundungen im Rahmen der Abschlusszahlungen für die Schulstraße Sachen des laufenden Geschäfts werden. Die Bürgermeisterin darf also - über den allgemein festgelegten Höchstbetrag von 1000 Euro - Stundungen bewilligen, jedoch nur in dieser Sache. In den anderen Bereichen bleibt die Höchstgrenze von 1000 Euro. Sie habe bislang vier oder fünf Anfragen für Stundungen in dieser Sache vorliegen, sagte Karin Ritter.

Mittlerweile gingen die Abrechnungen für die knapp 640 000 Euro teure Baumaßnahme der Schulstraße heraus. Rund 240 000 Euro davon wurden auf 28 000 Quadratmeter umgerechnet. Der Beitragssatz beträgt 8,50 Euro pro Quadratmeter. 8,29 Euro pro Quadratmeter waren als Vorauszahlungen bereits eingezogen worden, womit man sehr gut kalkuliert hatte.

Der Anteil der Gemeinde liegt bei knapp 63 000 Euro, der Rest von circa 180 000 wird auf die Anlieger verteilt. Mit der Höhe der KAG (Kommunalabgabengesetz)-Beiträge könne man in Reichenbach - aufgrund der beträchtlichen Fördermittel - durchaus zufrieden sein, so Ritter.

Der Bürgermeisterin lag ein Schreiben des Bayerischen Gemeindetags vor. Darin ging es um die Nachfrage der Kommunen, welche Bauherrendaten in öffentlichen Gemeinderatssitzungen bekanntgegeben werden dürfen.

Nach Rücksprache hinsichtlich Datenschutz-Gründen wurde in dem Schreiben mitgeteilt, dass die Bauanträge öffentlich zu behandeln seien und dabei auch die Daten des Bauherren und die Bezeichnung des Bauvorhabens angegeben werden dürften - also die Bezeichnung wie Straße und Hausnummer als auch die Art des Bauvorhabens. Der Name des Bauherrn dürfe genannt werden. Lediglich sein Wohnort, falls dieser nicht identisch mit dem Bauort sei, dürfe nicht bekannt gegeben werden.

Namen schwärzen

Gemeinderätin Katja Scherbel (SPD), die für die gemeindliche Homepage verantwortlich zeichnet, teilte ebenfalls zum Thema Datenschutz mit, dass sie - nach Besuch eines entsprechenden Seminars - die Niederschriften der Gemeinderatssitzungen von der Homepage entfernt habe. Die Namen der Gemeinderäte und auch der Bürgermeisterin dürften auf den Niederschriften nicht mehr genannt, sondern müssten geschwärzt werden. Nachdem dies erfolgt sei, werde sie die Niederschriften wieder ins Internet stellen.

Der Kreisjugendring Kronach hatte um die Bestellung eines Jugendbeauftragten für die neue Legislaturperiode gebeten. Hier will das Gremium aber erst abwarten, was sich in Sachen Jugendarbeit ergibt.

In einer Vorabinformation teilte Karin Ritter mit, dass ein Bürger auf der Flur im Außenbereich von Reichenbach eine etwa sechs mal sechs Meter breite und 2,5 Meter hohe Unterstellhalle für einen Traktor und einen Rasentraktor errichten möchte. Bevor er sein Ansinnen weiterverfolgt und für viel Geld einen Bauplan anfertigen lässt, wollte er erst einmal beim Gremium im Vorfeld anfragen. Laut den Gemeinderäten spreche von ihrer Seite aus grundsätzlich nichts gegen das Vorhaben.

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