Ludwigsstadt
Festkommers

750 Jahre Stadt Ludwigsstadt

Ludwigsstadt wurde erstmals 1269 urkundlich genannt. Das schöne Jubiläum wird heuer mit einem bunten Veranstaltungsreigen gefeiert. Der Festkommers findet am Samstag ab 19 Uhr in der Hermann-Söllner-Halle statt. Viele Gratulanten haben ihr Kommen angekündigt.
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Ludwigsstadt heute
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Die erste urkundliche Erwähnung von Ludwigsstadt datiert vom 24. Juni 1269. Demzufolge feiert die Stadt heuer 750. Jubiläum. Aus diesem Anlass haben sich unter anderem Vertreter der Vereine seit Sommer vergangenen Jahres viele Gedanken über die Gestaltung des Jubiläumsjahrs gemacht.

Die Projektgruppe brachte dabei eine höchst abwechslungsreiche Veranstaltungsreihe auf den Weg. Einer der Höhepunkte ist der Festkommers am Samstag, 4. Mai. Die Schirmherrschaft hat Landrat Klaus Löffler übernommen. Die Theatergruppe der Grundschule Ludwigsstadt "Am Grünen Band". gratuliert unter Leitung von Birgit Hermann mit einem eigens zum Festabend einstudierten Theaterstück, bei dem es natürlich auch um das Stadtjubiläum geht. Kreisheimatpfleger und Stadtarchivar Siegfried Scheidig hat einen Diavortrag mit vielen historischen Bildern von Ludwigsstadt erstellt. Die musikalische Umrahmung liegt in Händen der Stadtkapelle und des Gesangvereins Ludwigsstadt, während der TSV Ludwigsstadt für die Bewirtung verantwortlich zeichnet.

Gegen 22 Uhr werden die Vereine mit den Festgästen in einem großen Fackelzug zum Marktplatz ziehen. Hier findet das offizielle Programm mit einer Serenade der Stadtkapelle seinen stimmungsvollen Abschluss, bevor der Festabend im gemütlichen Beisammensein ausklingt.

Die Bevölkerung ist eingeladen.

Ein weiteres Highlight der Veranstaltungsreihe steht am 2. Juni mit einem Aktionstagauf dem 750-Jahr-Markt an.

Festkommers 4. Mai um 19 Uhr in der Hermann-Söllner-Halle

Rahmenprogramm

- Aufführung der Theatergruppe der Grundschule Ludwigsstadt "Am Grünen Band"

- Diavortrag "750 Jahre Ludwigsstadt"

- musikalische Umrahmung durch den Gesangverein und die Stadtkapelle Ludwigsstadt

- Grußworte Schirmherr Landrat Klaus Löffler und Bürgermeister Timo Ehrhardt

anschließend: Fackelumzug zum historischen Marktplatz und dort Serenade mit der Stadtkapelle Ludwigsstadt

Aus der Geschichte Ludwigsstadts

Aus dem Jahr 1377: Der Bedeutung des Ortes wurde Rechnung getragen, als Graf Otto von Orlamünde, Herr zu Lauenstein, am 15. August 1377 "Ludwigstorff" das Marktrecht verlieh und dazu den Ort mit weiteren Rechten ausstattete. Diese Privilegien erneuerten am 18. April 1490 die Besitzer der Herrschaft Lauenstein, Reichserbküchenmeister Philipp von Seldeneck und Jacob Heimburg, und erweiterten sie zum Stadtrecht. Die Zugänge zur Stadt waren ursprünglich durch drei Tore gesichert, von denen das letzte 1881 einem Großfeuer zum Opfer fiel. Ansonsten hatte die Stadt keine geschlossene Umwehrung.

Aus dem Jahr 1525: Als 1525 der Bauernaufstand losbrach, wiegeln die Ludwigsstädter die übrigen Ortschaften der Herrschaft - Ottendorf, Ebersdorf, Lauenhain, Lauenstein, Steinbach an der Haide und Tettau - gegen ihren Herrn Friedrich von Thüna auf. Sie zogen vor das Schloss Lauenstein und überbrachtem dem thüna´schen Vogt mündlich ihre Beschwerden und Forderungen. Dieser forderte sie auf, ihre Anliegen schriftlich einzureichen, was auch geschah. Am 25. April überreichten Rat und Gemeinde zu Ludwigsstadt Friedrich von Thüna schriftlich ihre Beschwerden und wiesen auf viele Missstände in der Herrschaft hin - wie zu hohe Abgaben und Steuern, die zum Teil gewaltsam eingetrieben wurden. Der Aufstand endete unblutig. Die Strafen waren dennoch hart. Neben der Verhängung empfindlicher Geldstrafen für die Bürger verlor Ludwigsstadt seine Privilegien (Stadt- und Marktrechte).

Aus dem 15. Jahrhundert: Schon seit dem ausgehenden 15. Jahrhundert war die Montanindustrie für Ludwigsstadt und das obere Loquitztal ein bedeutender Wirtschaftsfaktor. War die Herrschaft ursprünglich landwirtschaftlich geprägt, änderte sich dies rasch nach der Mitte des 16. Jahrhunderts mit der Errichtung von Eisenhammerwerken und einer Saigerhütte (Kupferschmelzhütte) unterhalb Ludwigsstadts. Diese Hütte, 1486 erstmals erwähnt, betrieben Nürnberger und zeitweise Leipziger Kaufleute. Sie entwickelte sich schnell zu einer der bedeutenden Saigerhütten im Thüringer Wald. Es bestanden Handelsverbindungen über ganz Europa. Neben diesem Großbetrieb spielten über Jahrhunderte mehrere Eisenhämmer und ein Kupferhammer eine große wirtschaftliche Rolle in Herrschaft und Amt Lauenstein.

Im 16. Jahrhundert entstanden eine Reihe von Mahl-, Schneid- und Ölmühlen um Ludwigsstadt. 1529 privilegierte Friedrich von Thüna für das Tuchmachhandwerk die Errichtung einer "Walkmühle in der Au".

Aus dem Jahr 1787: 1787 zählte Ludwigsstadt 114 Häuser. Die Bevölkerung umfasste 660 Einwohner, davon 133 Männer, 141 Frauen, 256 Kinder sowie 60 Gesellen und Mägde. Sie teilten sich auf in 107 Handwerker, 15 Bauern und 11 Tagelöhner. Der Viehbestand betrug: 4 Pferde, 99 Ochsen, 42 Stiere, 113 Kühe, 47 Kälber, 207 Schafe und 143 Schweine.

(Quelle: http://www.ludwigsstadt.de "Die Geschichte von Ludwigsstadt)

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