Kronach
Arbeitsplätze

50 Loewe-Mitarbeiter können bleiben

Der Fernsehhersteller Loewe sendet verstärkt positive Signale. Von den ursprünglich 95 Beschäftigten, die zum 1. Oktober in eine Transfergesellschaft gehen sollten, behält mehr als die Hälfte den Arbeitsplatz.
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Alle Loewe-Geräte werden entgegen der bisherigen Planung in Kronach produziert. Damit entstehen neue Arbeitsplätze in der Fertigung. Das Bild zeigt Fertigungsingenieur Jan-Erik Karl. Foto: Barbara Herbst
Alle Loewe-Geräte werden entgegen der bisherigen Planung in Kronach produziert. Damit entstehen neue Arbeitsplätze in der Fertigung. Das Bild zeigt Fertigungsingenieur Jan-Erik Karl. Foto: Barbara Herbst
Zum 1. Oktober sollten nochmal 95 Mitarbeiter von Loewe in eine Transfergesellschaft wechseln, womit sie ihren Arbeitsplatz bei dem Fernsehgerätehersteller verloren hätten. Wie bereits in den vergangenen Tagen angedeutet, wird diese Zahl nun deutlich geringer ausfallen. Unternehmenssprecher Roland Raithel erklärte am Donnerstag auf Anfrage, dass von den 95 betroffenen Mitarbeitern in der Zwischenzeit 20 aus eigenen Stücken einen neuen Arbeitsplatz gefunden hätten. Und von den restlichen 75 Betroffenen, die ihre Kündigung schon in der Tasche hatten, haben nun 50 die erfreuliche Nachricht erhalten, dass sie ihren Arbeitsplatz bei Loewe nun doch behalten können. "Damit bauen wir letztlich wieder Personal auf", freute sich Raithel.

Die 50 Mitarbeiter, die weiterhin bei Loewe beschäftigt sein werden, sind laut Unternehmenssprecher schwerpunktmäßig in der Fertigung tätig.
Damit trägt das Unternehmen der Entscheidung Rechnung, dass entgegen der bisherigen Planung künftig alle Geräte in Kronach hergestellt werden. Diese Entscheidung hat sich das Unternehmen gründlich überlegt: "Wir haben festgestellt, dass die Fertigung in Kronach sehr wettbewerbsfähig und die Qualität und Flexibilität unserer Mitarbeiter und unserer Fertigungsorganisation sehr gut ist." Außerdem habe das Label "Made in Germany" nicht nur in Deutschland, sondern weltweit einen hervorragenden Klang und passe deshalb sehr gut zu einem Premiumhersteller wie Loewe. Gerade für den Markt in China, wo das Kronacher Unternehmen bis Ende des Jahres sieben Galerien haben wird, sei dies ein wesentlicher Faktor. Demnach wird es laut Raithel nicht nur designed und entwickelt in Deutschland heißen, sondern eben auch hergestellt in Deutschland.

Bei der Pressekonferenz am Donnerstag und damit einen Tag vor dem Start der Internationalen Funkausstellung (Ifa) in Berlin verspürte Loewe bereits eine große Resonanz, wie Raithel verdeutlichte. "Es war ein richtig guter Auftakt. Das öffentliche Interesse war groß." Generell stelle man seitens des Unternehmens immer mehr fest, dass das Vertrauen in das Unternehmen und in die Marke wieder wächst: "Das merken wir an allen Ecken und Enden."

Wertbeständigkeit

Unter dem Motto "never stop beginning" präsentiert Loewe zur Ifa ein komplett neues Sortiment, das im Fernsehgeräte-Bereich durchgängig auf ultra-hochauflösende Geräte setzt. Zudem bietet das Unternehmen auch für das aktuelle Sortiment die Möglichkeit, alle neuen Ifa-Anwendungen zu nutzen. Dafür muss man lediglich die entsprechende Software aufspielen. Mit dieser Aktion soll nicht zuletzt die Wertbeständigkeit der Premium-Produkte unterstrichen werden.

Die neuen Anwendungen werden unter dem Begriff "Loewe Operating System" zusammengefasst. Das Unternehmen zeigt darin neue Funktionen, die Spaß machen und den Nutzwert des Home-Entertainment-Systems deutlich steigern sollen. Die Anwendungen reichen unter anderem vom schnellsten Umschalten bis zur intelligenten Künstlersuche, vom Unterwegs-Programmieren über das Smartphone bis zur mobilen TV-Nutzung am Tablet im Heimnetzwerk.

Besonders interessant für den Benutzer: Wenn der Loewe-Fernseher über einen integrierten Festplattenrecorder verfügt, dann können mit der neuen Funktion Multi-Recording künftig zwei unterschiedliche Programme gleichzeitig aufgenommen und parallel sogar eine dritte Sendung angesehen werden. Das funktioniert übrigens auch mit einer externen USB-Festplatte.

Loewe zeigt auf der Ifa natürlich weitere Neuigkeiten wie sein neues Flaggschiff, den Loewe Masterpiece. Dabei handelt es sich zunächst um eine Design-Studie mit einer Bildschirmdiagonalen von 65 Zoll. Durch das gewölbte Display soll sich der Zuschauer förmlich in der Mitte des Geschehens befinden. Da alle Bildbereiche gleich weit vom Zuschauer entfernt sind, soll das Bild größer und kontrastreicher sein - und das natürlich in ultra-hochauflösender Qualität.
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