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Tschirn
Gemeinderat

35 Jahre am Ratstisch in Tschirn

Günter Böhnlein ist der dienstälteste von vier Gemeinderäten, die aus dem Gremium verabschiedet wurden.
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Bürgermeister Peter Klinger (links) dankte mit dem entsprechenden Abstand seinem langjährigen Gemeinderat Günter Böhnlein, der sich nach 35 Jahren nicht mehr zu Wahl stellte.  Michael Wunder
Bürgermeister Peter Klinger (links) dankte mit dem entsprechenden Abstand seinem langjährigen Gemeinderat Günter Böhnlein, der sich nach 35 Jahren nicht mehr zu Wahl stellte. Michael Wunder

Die Verabschiedung von vier Gemeinderäten, des Bauhofleiters und des Geschäftsleiters stand bei der letzten Sitzung in dieser Wahlperiode an. Bürgermeister Peter Klinger (CSU) meinte, dass es eine große personelle Änderung gebe. Immerhin scheidet die Hälfte der Gemeinderäte aus. Er blickte kurz auf die in der Wahlperiode umgesetzten Maßnahmen zurück. In Abwesenheit von drei der vier ausscheidenden Gemeinderäte würdigte er deren Verdienste. Werner Welscher war sechs Jahre als Gemeinderat tätig. Erwin Daum brachte es mit einer zwischenzeitlichen Pause auf zwölf Jahre. Ebenfalls so lange war Vorarbeiter Thomas Förtsch ohne Unterbrechung dabei.

Rekordhalter ist allerdings das "kommunalpolitische Urgestein" Günter Böhnlein (CSU), der dem Gemeinderat 35 Jahre ununterbrochen angehörte. Viele richtungweisende Entscheidungen habe er mitgetragen. Darüber hinaus vertrat er 18 Jahre die Interessen von Tschirn in der Verwaltungsgemeinschaft Teuschnitz. Er war viele Jahre Vorsitzender des Rechnungsprüfungsausschusses und ist in vielen Tschirner Vereinen aktiv.

Bürgermeister Peter Klinger überreichte, wie er sagte, dem "kommunalpolitischen Bären aus Tschirn" einen Bayerischen Löwen als Abschiedsgeschenk. Günter Böhnlein blickte in einer beeindruckenden Rede auf sein "Lebenswerk" zurück. Wie er sagte, sei er schon früher gewählt worden, konnte das Amt jedoch nicht annehmen, weil sein Vater auch Gemeinderat war und dies zum damaligen Zeitpunkt rechtlich nicht möglich war. Er erinnerte an die Großprojekte wie den Bau der Kläranlage und die Ausweisung von Bau- und Gewerbegebiet, wo jetzt die Firma Dr. Schneider ansässig ist.

In den Anfangsjahren habe es eine gute Streitkultur und ein kollegiales Zusammensein gegeben. In der zweiten Hälfte seiner Amtszeit sei vieles schwieriger geworden, das Konstruktive, Fachliche und Sachliche sei zurückgedrängt worden. Er habe manchmal auch die "lässige Atmosphäre" vermisst.

Mehr Kommunikation

Dennoch sei auch da einiges vorwärtsgegangen. Beispielhaft nannte er den Radweg, die Dorferneuerung, große Investitionen um die Feuerwehr sowie im Straßenbau. Den neuen Gemeinderäten wünschte er, regelmäßiger und häufiger zu kommunizieren.

Abschied nahm auch Thomas Förtsch als Vorarbeiter. Der Bürgermeister dankte für die vielschichtigen Arbeiten in den letzten Jahrzehnten. Als Dienstältester geht schließlich Geschäftsleiter Thomas Weber in den Ruhestand. Er sei länger dabei, als die Verwaltungsgemeinschaft besteht. Bereits 1975 sei er in den Dienst der Stadt Teuschnitz eingetreten, die Verwaltungsgemeinschaft wurde erst drei Jahre später gegründet. Er habe in all den Jahren in seiner Aufgabe als Geschäftsleiter "gebrannt", nahezu an allen Gemeinderatssitzungen sei er als Schriftführer selbst dabei gewesen.

Genehmigt wurden die vorgelegten Maßnahmen des Landschaftspflegeverbandes. Dabei werden insgesamt 4850 Euro investiert, der Eigenanteil der Gemeinde liegt einschließlich der bereits beschlossenen Bärwurzwiesen (allein 2155 Euro) bei 2653 Euro. Einstimmig angenommen wurde der Antrag von Christian Alber (AfT) die Beschlüsse der nichtöffentlichen Sitzungen im Mitteilungsblatt zu veröffentlichen.

Gemeinderat Günter Böhnlein (CSU) wollte die restlichen Antennenleitungen demontiert haben. Der Vorsitzende der Antennengemeinschaft Christian Alber meinte, dass dies nach und nach passiere, derzeit könne er nicht viele Mitglieder zu Arbeitseinsätzen bewegen. Die wenigen noch vorhandenen Vereinsmitglieder hätten sich beim Abbau im oberen Dorf eingebracht, er hoffe, dass dies auch bei den restlichen Anlagen so funktioniere.

Aus dem Gemeinderat

Sanierung Am 7. und 8. Mai wird laut Bürgermeister die Mängelbeseitigung im Bereich der Teuschnitzer Straße durchgeführt. Um die Bodenwellen zu beseitigen, sei eine halbseitige Sperrung notwendig.

Einkaufsfahrten nach Teuschnitz waren in der Corona Krise nicht mehr möglich. Für nicht mobile Bürger habe man zusammen mit dem Frischemarkt Neubauer in Teuschnitz einen Einkaufsservice eingerichtet. Sofia Hofmann habe sich bei der Auslieferung stark eingesetzt.

Bauantrag Dem Bauvorhaben von Johannes Lazarus für den Um- und Anbau eines Wohnhauses zum Zweifamilienhaus und Bau einer Doppelgarage wurde zugestimmt.