Kronach
Abitur

25 Mal Eins vor dem Komma: Jahrgang der Rekorde am Frankenwald-Gymnasium

Am Freitag wurden in der Dreifachturnhalle des Schulzentrums die Abiturienten des Frankenwald-Gymnasiums feierlichverabschiedet. Rekordverdächtige 25 der insgesamt 79 Absolventen hatten eine Eins vor dem Komma, davon 16 einen Notendurchschnitt bis 1,5.
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Das FWG mit Schulleiter Harald Weichert (hinten links) sowie Oberstufenkoordinator Hermann Werner (hinten, zweiter von rechts) freut sich über den Rekordjahrgang. Auch (hinten ab zweite von links) Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann und Landrat Klaus Löffler gratulierten. Foto: hs
Das FWG mit Schulleiter Harald Weichert (hinten links) sowie Oberstufenkoordinator Hermann Werner (hinten, zweiter von rechts) freut sich über den Rekordjahrgang. Auch (hinten ab zweite von links) Zweite Bürgermeisterin Angela Hofmann und Landrat Klaus Löffler gratulierten. Foto: hs
Die Absolventen erhielten aus Händen von Schulleiter Harald Weichert, Oberstufenkoordinator Hermann Werner sowie Vertreterinnen des Elternbeirats und des Fördervereins ihre Abschlusszeugnisse. Die Jahrgangsbesten mit einem Notendurchschnitt bis 1,5 wurden gesondert ausgezeichnet.


Dreimal die Bestnote

In diesem Jahr schafften gleich drei Schüler den Traum-Notendurchschnitt 1,0: Matthias Müller, Martin Zeiß sowie BastianHeinlein, der die meisten Punkte erzielen konnte. Der Dörfleser wird an der Friedrich-Alexander-Universität (FAU) Informations- und Kommunikationstechnik studieren.
Der Verabschiedung war ein ökumenischer Gottesdienst in der Stadtpfarrkirche vorausgegangen. Zur Abiturfeier fanden sich viele Verwandte, Angehörige und Freunde der Entlassschüler ein. Stellvertretender Schulleiter Matthias Schneider konnte zahlreiche Ehrengäste begrüßen, darunter ehemalige Lehrer und Schüler. In seiner Zeitreise durch die letzten acht Jahre verglich er die Absolventen mit der "kleinen Raupe Nimmersatt". Getrieben von Hunger, verändere das scheinbar unauffällige Geschöpf ihre Gestalt. "Eure Nahrungsmittel waren Deutsch, Mathematik und so weiter", meinte er. Manches sei leicht bekömmlich gewesen; anderes schwer verdaulich. Manchmal hätten sie sicherlich auch einiges satt gehabt. "Entscheidend ist das Ergebnis", freute er sich mit den nun "farbenfrohen Schmetterlingen" am Tag ihres Abflugs.


Ein langer Weg

"Ihr dürft sehr stolz darauf sein, das Abitur in der Tasche zu haben",würdigte Landrat Klaus Löffler, der die Glückwünsche des Landkreises Kronach übermittelte. Bis zum Abitur sei es ein langer Weg gewesen mit umfangreichem und schwierigem Lernstoff. Dabei hätten die Abiturienten viele Erfahrungen gesammelt und neue Interessen entdeckt. Das Abitur möge ihnen Türöffner sein - gerade in der jetzigen, im Umbruch befindlichen Zeit. "Gestalten sie die Zukunft des Landes, unserer und ihrer Heimat mit", legte er den jungen Leuten ans Herz.
Die Elternbeirats-Vorsitzende Tanja Mitter griff das Abi-Motto"Käpt'n Blaubär - immer blau, trotzdem schlau!" auf. Der Käptn komme bekanntlich immer zum Ende der "Sendung mit der Maus", die durchaus in manchen Bereichen mit dem Schulleben am FWG zu vergleichen sei: beginnend von der Begrüßung in einer Fremdsprache bis hin zu den Lach- und Sachgeschichten.
Alle Absolventen bedachte der Elternbeirat mit einem "Coffee to go"-Becher symbolisch für ihr "Comeback" in Kronach. Die Besten mit einer Eins vor dem Komma wurden zusätzlich mit einem Federhalter mit Gravur beschenkt.


Mit Mut zum richtigen Weg

"Findet neue Freunde; aber vergesst dabei nicht diejenigen, die euch bisher begleitet haben", appellierte Claudia Dautel vom Förderverein "Freunde des FWG". Sie wünschte ihnen, im "Wirrwarr" der Ausbildungs- und Studiums-Möglichkeiten den für sie richtigen Weg zu finden."Nur, wer seinen eigenen Entscheidungen folgt, wird zufrieden", zeigte sie sich sicher.
In ihrer ebenso humorvollen wie beeindruckendenen Abschiedsrede dankten die Abiturienten David Süßmann und Bastian Heinlein allen Verantwortlichen des FWG, die die Absolventen während ihrer Schullaufbahn begleitet hatten. In launiger Art und Weise ließen sie Erlebnisse in den verschiedenen Jahrgangsstufen Revue passieren. Wie David Süßmann einräumte, sei bei ihm eingangs der fünften Klasse schon etwas Angst und Verunsicherung dabei gewesen. Dies sei aber völlig unbegründet gewesen, weil sie stets engagierte Lehrer, Tutoren und Mitschüler um sich gewusst hätten. "Es war ein Weg voller Höhen und Tiefen.Aber er hat Spaß gemacht", erklärte Bastian Heinlein. Wenn sie nun diese Schule verließen, blieben ihnen vor allem die erhaltene Förderung, die vermittelten Werte und die gute Gemeinschaft in bester Erinnerung.


So viel Wissen wie nie

Schulleiter Harald Weichert zollte den Abiturienten großen Respekt. Die jungen Leute hätten jetzt so viel Wissen wie noch nie angesammelt. Diese Kenntnisse und Kompetenzen seien eine sehr gute Basis für ihren Lebensweg. Dabei sollten sie nicht den Fehler machen, sich zu spezialisieren oder nur das zu lernen, was interessant erscheine.


Sicherheit und Wohlbefinden

Die ihnen in ihrer Schulzeit vermittelten Werte und Kompetenzen sollten ihnen auf ihrem Weg Sicherheit und Wohlbefinden geben. Gleichzeitig sollten sie aber auch Lust auf Anstrengendes und Neues verspüren.
Dem offiziellen Teil folgte ein Festabend,ebenfalls in der Dreifachturnhalle des Schulzentrums. Die Jahrgangsbesten (bis Notendurchschnitt 1,5) sind: Malik Geiger, David Bauer, David Süßmann, Maria Köhler, Franziska Simon, Maik Förner, Miriam Fößel, Laura Hellgeth, Lea Jungkunz, Sara Wesolek, Carolin Wunder, Maike Eckardt, Lea Hofmann. Mit dem Notendurchschnitt von 1,0 glänzten Bastian Heinlein, Matthias Müller und Martin Zeiß.

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