Birnbaum
Ehrung

25 Jahre Dienst für die Feuerwehr Birnbaum

Drei staatliche Ehrenkreuze in Silber wurden bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr vergeben. Der stellvertretende Landrat Gerhard Wunder und Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger nahmen die Ehrungen vor.
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Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder (re) zeichnet zusammen mit Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger (li) die Kameraden (von links) Stefan Trebes, Fred Gareis und Thomas Kräußling mit dem staatlichen Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst aus. Foto: Susanne Deuerling
Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder (re) zeichnet zusammen mit Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger (li) die Kameraden (von links) Stefan Trebes, Fred Gareis und Thomas Kräußling mit dem staatlichen Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst aus. Foto: Susanne Deuerling
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Eine starke Truppe, eine gute Mannschaft und ein hohes Ausbildungsniveau - all das zeichnet sich bei der Jahreshauptversammlung der Freiwilligen Feuerwehr Birnbaum ab. Dazu passend wurden auch drei Kameraden mit dem staatlichen Ehrenkreuz in Silber für 25 Jahre aktiven Dienst ausgezeichnet. Und eines ist in dieser Feuerwehr sicher: Wenn die alt gedienten Feuerwehrleute irgendwann aus dem Dienst ausscheiden, stehen die Jugendfeuerwehrler bereits in den Startlöchern.

Stellvertretender Landrat Gerhard Wunder sagte, dass 25 Jahre freiwilliger, ehrenamtlicher und uneigennütziger Dienst, 24 Stunden lang - und das jeden Tag - große Anerkennung verdiene. Zusammen mit Kreisbrandrat Joachim Endres übergab er die Ehrenzeichen, die auch den Stellenwert der Feuerwehren in den Fokus stellen sollen.


Ehrungen im aktiven Bereich

Geehrt für 25 Jahre aktiven Dienst wurden Fred Gareis, Thomas
Kräußling und Stefan Trebes. Sie sind keine Mitläufer, sondern echte und wichtige Stützen ihrer Wehr. 1988 traten die drei in die Freiwillige Feuerwehr ein. Fred Gareis bekleidet seit 2002 das Amt des 2. Vorsitzenden und hat einige Jahre bei den Festen den Barbetrieb organisiert und auf seine unnachahmliche Weise "geschmissen".

Thomas Kräußling ist nun in seiner dritten Amtsperiode als stellvertretender Kommandant. Seit dem Jahr 2000 steht er mit Günter Müller an der Spitze der Aktiven und auch bei den Wahlen am 29. März 2012 wurde dieses bewährte Gespann wieder gewählt. Stefan Trebes schließlich hat das Amt des Fähnrichs seit 2004 inne und trägt mit Stolz die Fahne der Wehr. Auch macht er mit großer Begeisterung Dienst als Atemschutzgeräteträger. In den letzten Jahren hat er bei großen und kleinen Festen den Bierausschank organisiert, was ihm sicher einiges an Nerven gekostet hat.

Die Ausbildung zum Maschinisten haben alle drei Geehrten genauso selbstverständlich absolviert, wie die Leistungsprüfungen bis zur letzten Stufe, dem Gold-Rot. Mit solchen Vorbildern in einer Wehr ist es kein Wunder, wenn man um den Nachwuchs keine Sorgen haben muss. Solche Männer sind einfach unverzichtbare Garanten für den weiteren Erfolg der Birnbaumer Wehr.


Vereinsehrungen

Sie sind immer noch eng mit ihrer Feuerwehr verbunden, in der sie vor 50 oder 60 Jahren mit ihrem aktiven Dienst angefangen haben. Nun stehen sie den jungen Kameraden noch manchmal mit ihrem Rat zur Seite. Geehrt wurden:

Für 60 Jahre Mitgliedschaft - Ehrenkommandant Otto Beitzinger, Berthold Löffler
Für 50 Jahre Mitgliedschaft - Hermann Angles
Für 25 Jahre Mitgliedschaft - Stefan Trebes, Fred Gareis, Thomas Kräußling

Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger ist stolz auf diese alt gedienten Kameraden. "Ihr wart lange Jahre aktiv und in eurem Herzen seid ihr das noch immer", betonte Ranzenberger.

In seinem Jahresbericht konnte Kommandant Günter Müller auf 15 Einsätze verweisen, davon zwei Brandeinsätze, drei technische Hilfeleistungen, zwei Sicherheitswachen und acht sonstige Tätigkeiten. Müller wies hier vor allen Dingen auf den Verkehrsunfall zwischen Tschirn und Nurn am 16. Februar 2012 und den Brand in Steinwiesen beim Gasthof "Grüner Baum" am 5. Oktober 2012 hin. Gerade die aktiven Atemschutzgeräteträger haben hier ihre gute Ausbildung bewiesen.

Die aktive Mannschaft ist auf einem sehr guten Niveau, was die Ausbildung und Zusammenarbeit in allen Bereichen anbelangt, wie es auch bei der Besichtigung durch die Kreisbrandinspektion am 11. Mai 2012 bestätigt wurde. Aus der Mannschaft, die aus 52 Aktiven besteht, davon 32 Männer, 11 Frauen und 9 Jugendliche, besuchten etliche Feuerwehrmänner und Feuerwehrfrauen Ausbildungen als Truppführer, Maschinisten und Gruppenführer, die sie mit Bravour abschlossen. Bei der Verbandsversammlung des Kreisfeuerwehrverbandes Kronach erhielten sie im Namen der Versicherungskammer Bayern einen mobilen Rauchverschluss (Rauchgasvorhang) und sind nun auch hier bestens ausgerüstet.

Erster Vorsitzender Wolfgang Welscher kann auf einen stabilen Mitgliederstamm von 158 zählen. Zahlreiche Termine wurden auf Vereinsebene wahrgenommen, wobei oft der Verein und die Aktiven nicht zu trennen sind. Für das Jahr 2013 wies Welscher auf das 125-jährige Bestehen der FFW Effelter hin, welches vom 7. bis 10 Juni gefeiert wird. Die FFW Birnbaum übernahm für dieses Fest die Patenschaft. Als Schirmherr wird Ehrenkreisbrandrat Peter Endres fungieren. Der Vorsitzende forderte schon jetzt alle auf, sich bei diesem Fest mit einzubringen, um zu zeigen, dass Birnbaum der Patenschaft würdig ist. Des Weiteren sind für 2013 der Besuch des Florianstages der Großgemeinde Steinwiesen am 11. Mai in Nurn sowie das Lindenfest am 22. Juni geplant. Es wird auch ein Atemluftkompressor angeschafft.

Einen hervorragenden Bericht gab im Bereich Jugendfeuerwehr Daniel Gremer ab. Derzeit sind sechs junge Männer und drei junge Damen in der Ausbildung. In 20 Übungen und fünf Veranstaltungen auf Kreisebene konnten sie schon ihr Können unter Beweis stellen. Acht Teilnehmer nahmen am eineinhalbstündigen Prüfungsmarathon zur Jugendflamme der Stufe I mit Erfolg teil. Außerdem wurde der Wissenstest in Steinberg und Wickendorf der Stufen I bis III absolviert. Teilgenommen wurde an der Müllentsorgungsaktion des Landkreises, die Großübung in Wilhelmsthal zum 25-Jährigen der dortigen Jugendfeuerwehr mitgemacht und beim Fußballturnier der JFW in Wallenfels die Ehre der Birnbaumer Jugend verteidigt. Mit Sebastian Münzel konnte ein prima ausgebildeter Feuerwehrmann in die aktive Wehr entlassen werden.


Grußworte

Stellvertretender Landrat und Bürgermeister Gerhard Wunder ging darauf ein, dass der Markt Steinwiesen die Weichen für die Zukunft im Feuerwehrbereich gestellt hat. Besonders wichtig stellte er in Birnbaum heraus, dass die jungen Frauen und Männer zusammen mit der Jugendfeuerwehr den Feuerschutz optimal sicher stellen. "Die Frauen sind ein Rückgrat des Ortes, eine schlagfertige Truppe und zusammen mit den Jugendlichen ist der Feuerschutz für die nächsten Jahre sicher gestellt. Wunder bat auch darum, immer auf die Sicherheit zu achten. "Kommt immer gesund von euren Einsätzen zurück, wir brauchen euch", betonte der Bürgermeister.

Für den Kreisbrandrat Joachim Ranzenberger bot sich bei der Versammlung ein tolles Bild. Zahlreiche Feuerwehrkameraden waren anwesend und alle in Uniform. Er ging darauf ein, was es bedeutet, 25 Jahre Dienst zu tun. "Ihr könnt euer Kreuz mit Stolz tragen und ich hoffe, ihr macht weiter, denn nach 40 Jahren gibt es das Goldene und das ist noch schöner", sagte Ranzenberger, der sichtlich stolz war. Er bescheinigte der gut aufgestellten, gemischten Truppe eine tolle Ausbildung und Einsatzbereitschaft. "15-mal Einsatz heißt 15-mal helfen, egal, ob es ein kleiner oder großer Einsatz war. Ohne Feuerwehr, wer hätte dann geholfen?", sagte der Kreisbrandrat abschließend.
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