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Transparenz beim Spritpreis ist kein Allheilmittel - ein Kommentar

Auch die geplante Markttransparenzstelle wird die Preis-Schwankungen an der Tankstelle nicht eindämmen, schreibt Matthias Litzlfelder in seinem Kommentar zu den Spritpreisen.
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Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Foto: Hendrik Schmidt/dpa
Die Diskussion um die Spritpreise ist alt und sie wird weitergehen. Daran ändert auch die geplante Markttrans parenzstelle für Kraftstoffe nichts, die demnächst ihren Betrieb aufnehmen soll. Was bringt es etwa einem Forchheimer, wenn er bald offiziell nachlesen kann, dass Benzin in Zeil am Main um einige Cent günstiger zu haben ist? Tanktourismus lohnt sich nicht. Und die Tankstellen in der Nähe werden ihre Preise auch weiterhin in bester Einigkeit verändern - mal nach oben, mal nach unten.

Kraftstoff ist ein homogenes Produkt. Es gibt so gut wie keine Qualitätsunterschiede. Das erklärt zum großen Teil, warum dieser Markt auch künftig so verlaufen wird wie bisher: nur über den Preis. Dabei ist die Zahl der Lieferanten überschaubar. Einige wenige bestimmen, wo es langgeht. In der Regel zentral gesteuert, auf Knopfdruck. Und die anderen müssen mitziehen, wollen sie ihren Sprit nicht mit Verlust an die Kunden bringen.

So unbefriedigend es klingen mag, der Verbraucher hat weiterhin nur eine Möglichkeit, diesen Markt zu beeinflussen: indem er weniger tankt. Das ist zugegeben eine schwierige Sache, vor allem für Berufspendler. Aber jeder Autofahrer hat zumindest im Kleinen die Möglichkeit, Einfluss zu nehmen, auch im Sinne seines Geldbeutels. Pendler fahren in der Regel täglich an mehreren Tankstellen vorbei. Was für andere Tanktourismus ist, ist für diese eine gängige Möglichkeit. Sie vergleichen im Vorbeifahren die Preise und wählen dann den günstigsten Anbieter - ohne auf Marken zu achten. Wer sparen möchte, sollte auch mal früher tanken. Ist der Tank fast leer, sind die Wahlmöglichkeiten schnell begrenzt.

Und noch etwas sollten Autofahrer nicht vergessen. Wer Spritfresser mit großen Motoren sein Eigen nennt, darf sich am Ende über zu hohe Benzinpreise nicht beschweren.

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