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Bamberg
Kommentar

Schwacher Hoffnungsschimmer für die Ukraine

Der Kompromiss von Genf und Putins jüngste Worte kommen durchaus überraschend. Sie sorgen für ein wenig Tauwetter im ukrainischen Kalter-Krieg-Szenario. Doch eine wirkliche Krisenlösung ist damit noch nicht in Sicht.
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Symbolbild: dpa
Symbolbild: dpa
Vor allem die Russen sind in Gestalt von Außenminister Lawrow, der zuvor nicht zu kleinsten Zugeständnissen bereit war, über ihren Schatten gesprungen. Doch das beeindruckt die prorussischen Separatisten wenig. Sie saßen nicht mit am Verhandlungstisch und knüpfen ihre Entwaffnung auch an Bedingungen, die Kiew kaum annehmen wird - etwa den Rücktritt der ukrainischen Regierung.

Und wer soll die Maskenmänner nun entwaffnen? Die OSZE-Beobachter dürfen es nicht, die Ukrainer können es nicht und die Bewaffneten selbst wollen es nicht. Lässt sich aber der diplomatische Erfolg nicht in der Praxis umsetzen, wird sich Putin wohl die Hände reiben und auf seine Weise für "Ordnung" sorgen. So bleibt nur ein schwacher Genfer Hoffnungsschimmer.
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