Bamberg
Kommentar

Politik ja, aber nicht immer

"Die Jugend" sitzt nicht nur vor dem Computer und zeigt, das ein pauschales Jammern über die jüngeren Generationen nicht gerechtfertigt ist. Eine Studie der Hanns-Seidel-Stiftung hat das die Internetnutzung in Bayern untersucht.
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Jugendliche surfen zwar im Internet - sie interessieren sich aber auch für Politik und führen ein ganz normales Leben. Foto: Malte Christians/dpa
Jugendliche surfen zwar im Internet - sie interessieren sich aber auch für Politik und führen ein ganz normales Leben. Foto: Malte Christians/dpa
Schnell und bequem soll es sein, dann interessieren sich auch die so genannten Digital Natives für Politik. Aber bitte nicht zu viel, nämlich nur knapp zweieinhalb Stunden.

Denn - und auch das ist das Ergebnis einer neuen Studie der Hanns-Seidel-Stiftung - rund drei Viertel unterhalten sich ganz analog im traditionellen Gespräch über Politik. Was sagt das jetzt aus über die jungen Menschen im Freistaat? Die meisten sind das, was man landläufig als ganz normal bezeichnen würde: Sie surfen im Internet (nicht zu viel), sie interessieren sich für Politik (nur, wenn es keinen Aufwand macht) und sie unterhalten sich mit Freunden und Verwandten (genauso wichtig wie im Internet surfen).

Das pauschale Jammern über Jugendliche, die in abgedunkelten Zimmern vor Computermonitoren sitzen und denen ihre Umgebung egal ist, ist also genauso übertrieben wie das Stöhnen über die Generationen davor. Solange also weiter über "die Jugend" geschimpft wird, muss sich diese Gesellschaft nicht sorgen.


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