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Bamberg
Preisflut

Nobelpreis für den Pferdeschwanz

Die Träger der Nobel-, Buch und Fernsehpreise sind inzwischen bekannt, doch die preisträchtigen Zeiten dauern an. Doch längst nicht jeder Preis wird von den Empfängern als heiß empfunden.
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Der Nobelpreis  Foto: dpa
Der Nobelpreis Foto: dpa
Nachdem wir nun glücklich alle Friedensnobelpreisträger geworden sind (was ziehen Sie eigentlich zur Zeremonie in Stockholm an?), beschäftigt uns erneut der Strompreis - den eigentlich keiner so will. Und trotzdem mit jeder Abrechnung präsentiert bekommt. Von wegen "verliehen".
Womit wir gleich bei den aktuellen Trägern des Nobelpreises für Wirtschaftswissenschaften wären. Die Amerikaner Alvin E. Roth und Lloyd S. Shapley erforschen seit Jahren, wie Märkte funktionieren - aber zum deutschen Energiemarkt ist auch ihnen noch nichts Schlaues eingefallen. Und doch kriegen die Herren reichlich Ruhm und 930 000 Euro, während kaum einer ihren Landsmann Joseph B. Keller kennt. Dem wurde 2012 zum zweiten Mal der "Ig-Nobelpreis", auch bekannt als Anti-Nobelpreis, verliehen. Keller erforscht seit Jahren segensreich die Bewegungen des Pferdeschwanzes.
Weil solche Studien kaum ein Schwein interessieren, kann sich Keller auch nur wenig Chancen auf den Saupreis ausrechnen. Den hat angeblich das Landwirtschaftsministerium ausgelobt - und will ihn bald auch an den Strompreis koppeln. Biogas macht's möglich.

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