Bamberg
Am Rande

"Ich bin ein Bärliner!"

Bärig: Im Markenstreit um die Rechte an Eisbär Knut hat das EU-Gericht dem Berliner Zoo Recht gegeben. Das britische Unternehmen Knut IP Management darf die Marke "Knut - der Eisbär" nicht nutzen, weil sich der Zoo bereits früh die Marke "Knud" gesichert hat.
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Eisbär Knut, wie ihn seine Fans liebten. Foto: dpa
Eisbär Knut, wie ihn seine Fans liebten. Foto: dpa
Alles wird Knut. Zumindest für die Berliner. Denn das berühmteste Zootier Deutschlands bleibt der Hauptstadt als Marke erhalten. Auch wenn die Verantwortlichen des Berliner Zoos 2007 bei der Sicherung der Rechte am Eisbären etwas gefränkelt haben, das EU-Gericht in Luxemburg hatte ein Einsehen: Das Wort "Knud" reichte den Richtern, damit Knut weiter als Bärliner die Kassen der klammen Kapitale klingeln lässt.

Nicht auszudenken, was passiert wäre, wenn einer britischen Firma die Namensrechte übertragen worden wären! Nicht nur, dass die Briten unseren viel zu früh verblichenen Knut für so triviales Zeugs wie Schreibwaren oder Sportartikel missbrauchen wollten. Am Ende hätten sie auch versucht, kulinarische Verirrungen wie Plumpudding oder Porridge mit Eisbären-Charme zu versüßen.

Aber nix da. Der Bär bleibt unser, wenn auch als preußischer Kulturbesitz. Und das ist - frei nach Klaus Wowereit - auch gut so. Hier herunten in Bayern/Franken wäre Knut sowieso zum Problembären erklärt worden. (Eis-)Bären aus hiesigen Gefilden ziehen, sofern noch lebendig, ohnehin das Exil vor. Erinnert sei an die Nürnberger Eisbären-Dame Flocke, die seit 2010 an der Côte d'Azur residiert. Aber keine Sorge: Die Namensrechte hat sich Nürnberg vorab gesichert.

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