Strullendorf
Schreibwettbewerb

Schüler jubeln zum Ferienstart

13 400 Kinder und Jugendliche haben in diesem Schuljahr bei KLARTEXT! mitgemacht. Jetzt wurden die besten Nachwuchsreporter gekürt.
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Die Achtklässler feiern  ihren  journalistischen Erfolg. Annette Seidel von Bayernwerk (links), Klassenlehrerin Andrea Seuberth (rechts) und Schulleiterin Barbara Baur-Huther freuen sich mit ihnen. Foto: Ronald Rinklef
Die Achtklässler feiern ihren journalistischen Erfolg. Annette Seidel von Bayernwerk (links), Klassenlehrerin Andrea Seuberth (rechts) und Schulleiterin Barbara Baur-Huther freuen sich mit ihnen. Foto: Ronald Rinklef
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Hm, was die Brötchenverkäuferin in der großen Pause wohl dazu sagt, wenn man das Käsebrot mit der EC-Karte bezahlen möchte? Oder gleich mit einer App? Wie sähe eine Zukunft aus, in der es zuerst keine Münzen und dann irgendwann auch keine Scheine mehr gibt? Die Achtklässler der Mittelschule Strullendorf haben sich in die Debatte um die Vor- und Nachteile von Bargeld eingeschaltet und sie mit Fakten unterfüttert. "Geld braucht jeder - zum Überleben", stellt David mit großer Zustimmung seitens seiner Klassenkameraden klar. "Wir fanden das Thema interessant: Das Bezahlen mit Bargeld kennt jeder, das macht jeder - damit kannst du dir einfach alles kaufen, natürlich auch das Pausenbrötchen."


In Schweden ist das Szenario längst Realität

Noch. In Schweden läuft der Zahlungsverkehr bereits annähernd ohne Bargeld. "Das kann man sich hier nur schwer vorstellen", findet David. "Dazu haben wir ja auch eine Karikatur gemacht: In der Kirche kann man ja schlecht mit der App was in den Klingelbeutel werfen."
Doch was sagt die Politik dazu? Die Achtklässler luden Andreas Schwarz ein, der aus Strullendorf kommt, und für die SPD im Bundestag in Berlin sitzt. "Ich bin gegen die Abschaffung", machte der Politiker im Klassenzimmer klar. Außerdem interviewten sie Strullendorfer Gewerbetreibende, Mitschüler, Lehrer und Eltern zu deren Bezahl-Vorlieben. Eindeutiges Ergebnis: Vom Bargeld möchten sich die meisten nicht trennen. Achtklässlerin Gina hat ganz pragmatische Gründe, die gegen das Plastikgeld sprechen: "Bargeld kann man nicht so schnell verlieren, wie zum Beispiel eine Karte."


Umfassende Recherche

Sie hat mit ihrem Klassenkameraden Kevin einen Kommentar für die Zeitungsseite verfasst: "Ich finde, Bargeld muss erhalten bleiben. Wenn man nur mit Karte zahlen kann, wird es zwar für Drogendealer schwieriger, aber mit Bargeld ist es einfach besser. Und man lernt halt auch das Bezahlen mit Bargeld." Leonie stimmt zu: "Man hat halt Geld von den Großeltern bekommen und durfte sich was dafür kaufen. Das war ja nur ein bestimmter Betrag und den musste man sich einteilen. Und das geht mit Bargeld besser."


Finanzspritze für die Abschlussfahrt

Doch was werden die Jugendlichen und ihre Lehrerin Andrea Seuberth nun mit 300 Euro in Scheinen machen? Diesen Betrag und damit den Hauptpreis haben sie sich mit ihrer "herausragenden journalistischen Arbeit" verdient, lobte sie Annette Seidel von der Firma Bayernwerk, die KLARTEXT! als Sponsor unterstützt. Eine Jury kürt jedes Schuljahr die besten Schülerarbeiten. "Das habt ihr wirklich klasse gemacht", lobte Seidel und wollte wissen, was die jungen Reporter mit ihrem Preisgeld anstellen wollen? "Das sparen wir für die Abschlussfahrt", waren sich fast alle sofort einig. Nur, wohin es gehen soll, muss noch geklärt werden ...


Der zweite Platz geht an die 8e des Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums

Einen Text im Deutschunterricht schreiben? Muss das sein?! Was, auch noch ein Gedicht? Der absolute Horror!
Poesie muss aber gar nicht wehtun: Wenn man sich zum Beispiel eine Poetry-Slammerin ins Klassenzimmer bestellt, wird die Sache schon interessanter. Die Klasse 8e des Bamberger E.T.A.-Hoffmann-Gymnasiums hat genau das getan und mit Slammerin Pauline Füg der Poesie den Schrecken genommen. Das hat sich gelohnt: Es kamen berührende Gedichte und der zweite Platz beim diesjährigen Artikelwettbewerb dabei heraus! "Ich fand's sehr spannend und schön, dass sich Pauline Füg die Zeit für uns genommen hat", bilanziert Achtklässler Paul. Möglich gemacht hat das die Firma Bayernwerk, die KLARTEXT! als Partner unterstützt und für teilnehmende Schulklassen Exkursionen und Workshops anbietet.


"Viel Spaß gemacht"

Ihre frisch entdeckte lyrische Ader nutzten die Achtklässler, um über Poetry-Slam an sich und über die eigene Erfahrung damit für die Zeitung und auf klartext.inFranken.de, der Internetseite des Schulprojekts, zu berichten. "Wir haben einfach drauflos geschrieben", erklärt Emily, die zusammen mit ihrer Klassenkameradin Ronja den Hauptartikel, den "Aufmacher", geschrieben hat. "Es hat sehr viel Spaß gemacht. Und als wir erst mal drin waren, ging's ganz einfach, weil viele von uns Ideen hatten. Es war eine ganz coole Erfahrung!"
Jury-Mitglied Annette Seidel von Bayernwerk konnte das nur unterstreichen und überreichte Klassensprecherin Katharina die schriftliche Auszeichnung. Der Plan für die 200 Euro? "Eisessen!" "Oder ein Ausflug!"


Der 3. Platz geht an junge Forscher aus Pressig

Die Fünftklässler der Mittelschule Pressig haben einen Blick tief ins Erdinnere geworfen: Zusammen mit ihrer Lehrerin Janina-Maria Gröschl sind sie zur Kontinentalen Tiefbohrung in Windischeschenbach gefahren. Dort haben Wissenschaftler 9101 Meter tief in die Erdkruste bohrten - Weltrekord!
Ihre Erlebnisse und Forschungsergebnisse haben die Jugendlichen auf einer Zeitungsseite geschildert: in Form von Hintergrundberichten, einer Zeitleiste und eines Rätsels.
Kurz vor den Ferien machten sie wieder einen Ausflug - diesmal nach Bamberg. Und dort bekamen sie überraschend Besuch von Annette Seidel vom KLARTEXT!-Partner Bayerwerk, das die Exkursion damals ermöglicht hat. "Ihr habt eine ganz tolle Seite gestaltet", lobte sie die Schüler und übergab ihnen den Gewinnerbrief und ein Preisgeld in Höhe von 100 Euro.


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