Die Fridays-for-Future-Bewegung hat bereits einiges in Gang gesetzt, die Klimadiskussion ist in aller Munde. Doch nur zu demonstrieren reicht den Schülerinnen des Eichendorff-Gymnasiums nicht. Sie wechselten jetzt von der Theorie in die Praxis über und leisteten in ihrer Freizeit einen kleinen Beitrag zum Klimaschutz - mit Herz und Hand... oder auch mit Hacke und Handschuhen: Bei einer vierstündigen Aufforstungsaktion, die auf die Initiative des Vaters einer Schülerin hin erfolgte, pflanzten Schülerinnen aller Jahrgangsstufen, Eltern und Lehrern 600 Bäume in einem privaten Waldstück bei Medlitz in der Gemeinde Rattelsdorf. Der Klimawandel kann einer aktuellen Studie der ETH Zürich zufolge durch nichts so effektiv bekämpft werden wie durch Aufforstung. "Auch wir als Schule wollen Verantwortung übernehmen und uns im Bereich Umweltschutz und Nachhaltigkeit noch stärker engagieren", betont Lehrerin Isabel Bonora, die als Umweltbeauftragte die Aktion mitorganisiert hat.

Tannen halten Hitze besser aus als Fichten

Bei strahlendem Sonnenschein rückten über dreißig Helferinnen und Helfer mit Spaten, Pflanzhacken und großer Motivation an, um gemeinsam Pflanzlöcher auszuheben, die jungen Bäume zu setzen und sich einen Spaß daraus zu machen, sich ausgefallene Namen für diese zu überlegen. "Mit Liebe" (Zitat Schülerinnen) wurden junge Weiß- und Nordmanntannen gepflanzt, welchen aufgrund ihrer tiefreichenden Wurzeln eine bessere Klimastabilität zugeschrieben wird als der weit verbreiteten Fichte, die als Flachwurzler vielerorts mit Trockenheit und Schädlingsbefall zu kämpfen hat. So soll der Wald als Ökosystem stabilisiert und auf weitere niederschlagsarme Jahre vorbereitet werden. Die Schülerinnen hatten viel Freude in ihrem Team und konnten aktiv einen wertschätzenden Umgang mit natürlichen Ressourcen erfahren.