"Es ist schön, wie engagiert sich die jungen Schülerinnen und Schüler an dieser Jungbürgerversammlung beteiligt haben", sagte Oberbürgermeister Andreas Starke (SPD) nach der bürgernahen Veranstaltung in der Erlöserschule. Etwa 20 Schülerinnen und Schüler waren, stellvertretend für Schulklassen, dabei, um mit dem Oberbürgermeister über Probleme, Anliegen und Wünsche zu diskutieren. Die Themen wurden in zahlreichen Workshops mit allen Schülern ab der 5. Jahrgangsstufe vorbereitet. Die Ergebnisse sind dann beim Besuch des Oberbürgermeisters von den Klassensprechern präsentiert worden.


Politik zum Anfassen

Als Einstig wurde der selbstproduzierte Film "Politik zum Anfassen" gezeigt.
Humorvoll wurde vorgeführt, "was ein Oberbürgermeister den ganzen Tag so macht". Der Film wurde von ja:ba, der Offenen Jugendarbeit, in Vorbereitung zur Jungbürgerversammlung entwickelt, umgesetzt und als Premiere präsentiert. Der OB war begeistert über den Einfall und lobte den Film aus vollem Herzen, teilt die städtische Pressestelle mit.


"Wenn ich einen Tag lang Bürgermeister wäre, würde ich ..."


Wichtig war den städtischen Jugendarbeitern auch diesmal, nicht nur einen Blick auf die Mängel und Bedürfnisse in den Bereichen "Schule", "Stadtteil" und "Bamberg" zu lenken, sondern auch die positiven Seiten und Vorteile zu beleuchten. Anerkannt und wertgeschätzt wurde von den Schülern beispielsweise der beliebte Pausenhof, das Projekt Baskidball, der interessante Kochunterricht, die Aula oder auch die schulischen Ausflüge. "Was würdest du machen, wenn du Oberbürgermeister für einen Tag bist?", war eine der kniffligen Fragen, die sich die Teilnehmer gestellt haben. Doch die Antworten fielen den Kindern und Jugendlichen nicht allzu schwer: Vorgeschlagen wurden mehr Sportturniere, mehr Basketball- und Fußballplätze, freies W-Lan für alle in der gesamten Stadt, eine saubere und aufgeräumtere Stadt oder auch der Wunsch, vergünstigt mit dem Stadtbus zu fahren.


Mehr Pepp für den Pausenhof


Der Oberbürgermeister bedankte sich für all die Anregungen und ging dann detailliert auf jede dargestellte Problematik ein. So ergriff er sofort die Initiative und schlug eine organisierte Aufräumaktion vor. "Ich finde eure Idee toll und wir werden im Frühjahr gemeinsam Besen und Schaufel in die Hand nehmen." Außerdem beauftragte der Oberbürgermeister die zuständigen Fachämter, den Beanstandungen an den Spiel- und Bolzplätzen nachzugehen. Auch für die Pausenhofgestaltung hatte Andreas Starke ein offenes Ohr und will Sponsoren finden, um ein neues Spiel- und Sportgerät anzuschaffen.