Reportage 1:
8 Uhr morgens: Es ist kühl, und die Schülerinnen und Schüler des Bamberger Clavius-Gymnasiums finden sich im Fuchs-Park-Stadion ein. Heute sind Bundesjugendspiele und die gesamte Schule, mit Ausnahme der Oberstufe und einem Teil der Lehrerschaft, versammelt sich hier im Laufe des Vormittags, um die Bundesjugendspiele zu bestreiten, die auch eine Sportnote ergeben. Das kennt doch jeder aus seiner eigenen Schulzeit, oder?!

 


Auf zu den Stationen

Die ersten Riegenführer holen die Listen bei den Lehrern ab und machen sich mit ihren Gruppen zu den Stationen auf, an denen jeweils zwei Lehrer darauf warten die Ergebnisse der jeweiligen Disziplin einzutragen.

 

Um nicht lange warten zu müssen, verteilen sich die Schülergruppen auf mehrere Stationen.
"Wenn wir alles erledigt haben, dürfen wir einfach nach Hause gehen", berichtet ein Sechstklässler, "ein super kurzer Schultag!"


Keine Angst vor Bewegung und Sport

Doch viele Schülerinnen und Schüler treten dem Sportereignis mit gemischten Gefühlen gegenüber. "Der 800-Meter-Lauf ist total blöd!" Oder:"Ich schaffe es niemals, 20 Meter zu werfen", hört man, wenn man an den Stationen vorbeigeht. Doch es gibt auch Teilnehmer, die sich für diese vier Leichtathletikdisziplinen, 800 Meter- bzw. 1000 Meter-Lauf, Sprint, Werfen und Springen, begeistern können.

"Es ist wichtig, dass wir die Kinder für Sport und Bewegung begeistern können und sie nicht davor zurückschrecken", betont eine Lehrerin.


Erschöpft, aber glücklich

Mittlerweile ist es 10 Uhr und die Sonne zeigt sich langsam. Nun haben schon einige Gruppen den 800-Meter- bzw. 1000-Meter-Lauf absolviert. Im Ziel sieht man erschöpfte, aber auch glückliche Gesichter - froh, den anscheinend schlimmsten Teil dieser Veranstaltung hinter sich gebracht zu haben. Einige Gruppen sind bereits fertig und verlassen das Stadion, während immer noch neue Sportler eintreffen. "Wir haben die Ausdauerläufe versetzt angesetzt, damit nicht alle auf einem Haufen stehen und ewig warten müssen", berichtet ein Lehrer, der an der Wurfstation im Einsatz ist.

"Das ist zwar nicht sinnvoll für uns Lehrer, aber für die Schüler, und macht den Tag vielleicht dadurch ein bisschen erträglicher, trotz der Anstrengungen."
Aber die Bundesjugendspiele sind nicht dazu da, die Schüler zu quälen oder dem Sanitätsdienst einen Einsatz zu verschaffen, sondern sie dienen dazu, die Leichtathletikleistungen der Schüler in verschiedenen Altersklassen bundesweit zu vergleichen und zu bewerten.


Reportage 2:
Heute sind die Bundesjugendspiele des Clavius-Gymnasiums schon voll im Gange.

Die Sonne brennt, die Schüler flitzen und die Lehrer sind fleißig am Messen. Es ist der Tag, an dem die Jugendlichen ihr sportliches Talent im Weitwurf bzw. Kugelstoßen, Sprint, Ausdauerlauf und Weitsprung zum Besten geben können. Während die eine Gruppe noch beim Weitsprung ist, gerät die andere bereits beim Ausdauerlauf aus der Puste.


Die einen freuen sich, die anderen haben Angst

Viele Schüler freuen sich auf diesen Tag, doch andere fürchten sich davor oder haben schier und einfach keine Lust, denn während die Guten gefeiert und bejubelt werden, werden die Schlechten verspottet und ausgelacht. "Ich bin letztes Jahr beim Weitsprung hingefallen und ich wäre am liebsten im Boden versunken. Meine Freunde haben auch Wochen später noch Witze drüber gemacht", beichtet uns ein Siebtklässler und schaut beschämt zu Boden.

Doch auch die Lehrer haben es nicht immer leicht: tobende Schüler und brennende Hitze. "Lehrer bei den Bundesjugendspielen zu sein, ist nicht mal halb so leicht, wie man sich das vorstellt. Wir müssen bei dem Sport zwar nicht mitmachen, aber den ganzen Tag in der Sonne zu stehen, ist weder angenehm noch gesund. In so einer Situation wünscht man sich den kühlen Klassenraum zurück", erzählt uns eine der anwesenden Lehrkräfte. Doch trotz all der Anstrengungen und der Hitze ist jeder spätestens dann wieder glücklich, wenn es heißt: "Auf nach Hause!"
Diese Reportage hat Chiara Mangold aus der Klasse 8b des Bamberger Clavius-Gymnasiums verfasst.

Reportage 3:
Dienstagmorgen um 8 Uhr am Fuchs-Park-Stadion, sagte der Lehrer am Freitag.
"Am Dienstag treffen wir alle pünktlich um 8 Uhr ein, um uns aufzuwärmen und unsere Listen zu besorgen.

Wir müssen pünktlich starten, da andere Klassen nachkommen, um auch an den Bundesjugendspielen teilzunehmen. Das Wetter ist schön und die Sonne scheint. Die sechsten Klassen kämpfen schon um ihre Punkte. Auf der Tribüne stehen die Taschen der Schüler, und die Achtklässler warten schon angespannt darauf, alles geben zu dürfen. Der Ablauf der Disziplinen ist egal, die Lehrer raten uns Schülern nur, den 800-Meter-Lauf am Schluss zu machen. Bei den Bundesjugendspielen geht es um Leichtathletik und darum, die Schüler für Sport zu begeistern.


Vier Disziplinen - vier Chancen

Es gibt insgesamt vier Disziplinen: Sprint, Weitsprung, Weitwurf. Wobei man sich zwischen diesen und Kugelstoßen entscheiden kann. Dazu kommt noch der gerade genannte 800-Meter-Lauf.

Allerdings ist zum Beispiel der 800-Meter-Lauf bei den achten nur für die Mädchen, und die Jungs laufen 1000 Meter, da Mädchen und Jungen andere Schwierigkeitsgrade meistern müssen. Die erreichte Punktzahl wird notiert, am Schluss werden die Listen abgegeben und die Lehrer zählen die Punkte zusammen. Irgendwann bringt der Lehrer uns die Urkunden mit und wir haben eine Erinnerung daran ..." Das alles erzählt mir eine Schülerin aus der achten Klasse des Clavius-Gymnasiums Bamberg. "Ich hab nur noch eine Frage an dich. Was magst du oder was mögen die meisten Schüler nicht?"


Der Lauf punktet nicht bei allen

"Ich denke, es ist der 800-Meter-Lauf. Zumindest sind meine Freundinnen auch nicht gerade begeistert davon." "Danke für die gute Beschreibung. Ich wünsche dir noch viel Spaß und Erfolg." "Dankeschön. Tschüss!" Ich beobachte jetzt noch entspannt die Schüler und Schülerinnen beim Kämpfen.
Diese Reportage hat Lena Eichfelder aus der Klasse 8b des Bamberger Clavius-Gymnasiums verfasst.