SEGNITZ

Zwei Hotspots für Segnitz

Am öffentliche WLAN scheiden sich in Segnitz die Geister – und die Generationen. Die maximal möglich bezuschussbaren zwei Hotspots aufstellen lassen? Und: Wohin damit?
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Am öffentliche WLAN scheiden sich in Segnitz die Geister – und die Generationen. Während Sebastian Kohrmann die maximal möglich bezuschussbaren zwei Hotspots errichten lassen möchte, ist es Erich Gernet, der damit wenig bis nichts nichts anfangen kann: „Ich bräuchert gar kenns“, sagte er in der Gemeinderatssitzung am Montagabend.

Bis vor kurzem war es für mögliche Betreiber eines öffentlich nutzbaren freien und kabellosen Internetzugangs – einem WLAN – eine riskante Angelegenheit: Der Besitzer des Internetanschlusses war verantwortlich, wenn etwa eine kostenpflichtige Website aufgerufen wurde, illegale Netzinhalte geladen oder schadhaftes Material über den Anschluss verbreitet wurde. Das soll sich mit der Novelle zum Gesetz der Störerhaftung ändern: Die Haftung obliegt demnächst dem Provider. Damit können etwa Kommunen bei zur Verfügung stellen eines WLAN-Hotspots in ihrer Gemeinde für Missbrauch nicht mehr verantwortlich gemacht werden.

Dei bayerische Staatsregierung hat darauf reagiert, will ein möglichst flächendeckendes Netz an Einwahlpunkten für mobile Geräte aufbauen. Deshalb bezuschusst der Freistaat öffentliche WLAN-Hotspots mit bis zu 2500 Euro, maximal sind zwei dieser Punkte pro Gemeinde möglich. Für Segnitz würde wohl einer dieser Hotspots ausreichen, so die Meinung von Bürgermeisterin Marlene Bauer, und der sollte am Rathaus installiert sein.

Widerspruch dagegen gab es von Ratsmitglied Sebastian Kohrmann: Sinnvoller für die Bürger von Segnitz sei das geplante Gemeinschaftshaus neben der ehemaligen Schule, in dem unter anderem der Jugendraum, die Bücherei und weitere öffentliche Einrichtungen untergebracht werden sollen. Und noch besser, so Kohrmann, seien gleich zwei Hotspots, am Rathaus und am Gemeinschaftshaus.

Während Marlene Bauer wegen der monatlichen Kosten von 23 Euro pro Einrichtung noch zögerte und Gernet die Grundsatzfrage stellte, war sich die Ratsmehrheit einig: Zunächst wird am Rathaus ein öffentlicher WLAN-Punkt eingerichtet und bei Bedarf ein zweiter am Gemeinschaftshaus, so dies umgesetzt ist.

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