MARKTBREIT

Zukunft der Musikschule gesichert

Erleichterung bei den Verantwortlichen der Musikschule Marktbreit und Umgebung bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Marktbreiter Schloss: Mit dem einstimmigen Beschluss, künftig einen geschäftsführenden Musikschulleiter einzustellen, ist das Hauptproblem des Vereins gelöst: Die Ehrenamtlichen werden entlastet und damit dürfte es künftig auch leichter sein, Kandidaten für die Vereinsführung zu bekommen.
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Martina Sagstetter, Yvonne Neumeier, Heike Noller und Silvia Ruppe (von links) führen die Musikschule Marktbreit. Foto: Foto: Robert Haass

Erleichterung bei den Verantwortlichen der Musikschule Marktbreit und Umgebung bei der Jahreshauptversammlung am Montagabend im Marktbreiter Schloss: Mit dem einstimmigen Beschluss, künftig einen geschäftsführenden Musikschulleiter einzustellen, ist das Hauptproblem des Vereins gelöst: Die Ehrenamtlichen werden entlastet und damit dürfte es künftig auch leichter sein, Kandidaten für die Vereinsführung zu bekommen.

Damit geht auch ein langer Weg zu Ende, auf dem immer Verlass auf Marktbreits Bürgermeister Erich Hegwein war, so die alte und neue Vorsitzende des Trägervereins, Martina Sagstetter Bei allen Verhandlungen und Gesprächen um die Musikschule gab es mit Hegwein immer eine „fruchtbare Zusammenarbeit“, die am Ende zu tragfähigen Lösungen führte.

Das eigentliche Problem begann schon vor etlichen Jahren, als die Struktur der Schule geändert werden musste: Die Musiklehrer mussten fest angestellt und nicht mehr nur als Honorarkräfte geführt werden. Damit steig der Verwaltungsaufwand enorm und konnte ehrenamtlich kaum noch bewältigt werden.

Zudem schwankten die Zuschüsse für die Schüler durch die Mitgliedsgemeinden sehr stark – ein Problem, das auch durch den Einsatz von Hegwein im vergangenen Jahr gelöst wurde. Alle Gemeinden zahlen nun den gleichen Zuschuss, was Auswirkungen auf die Gebühren hat: Die Schüler aus den Orten der VG Marktbreit zahlen nun einen einheitlichen Beitrag – die Gebühr für Schüler von außerhalb der VG Marktbreit liegen höher.

Dass der Verein gut wirtschaftet, zeigte der Kassenbericht von Silvia Ruppe. Der Gesamthaushalt in Höhe von knapp 200 000 Euro erwirtschaftete am Ende ein Plus von gut 8000 Euro. Das resultiert aber zum Großteil aus einer verspäteten Überweisung der Zuschüsse einer der Gemeinden, so dass unter dem Strich rund 3000 Euroübrig bleiben – fast genau der Betrag an Spenden, den die Schule einnehmen konnte und der für zusätzliche Förderungsprogramme der Schüler eingesetzt wird.

Insgesamt hat die Schule 185 Schüler, die in Zupf-, Holz- und Blechblas-, Tasten- und Schlaginstrumenten unterrichtet werden. Dazu gibt es noch zwei Ensembles, die neue Chorklasse mit immerhin schon 16 Schülern und die elementare Musikpädagogik mit zehn Gruppen vor allem in Kindergärten und 90 Schülern.

Immer wieder stellt die Musikschule Ensembles bei Gemeindeveranstaltungen zur Verfügung, etwa bei der Sportlerehrung oder dem Weihnachtsmarkt der Stadt Marktbreit, dem Weinfest in Obernbreit oder auch kleineren Veranstaltungen etwa der AWO. Auch für das laufende Jahr stehen schon einige Termine fest, etwa am 13. März ein Konzert im Marktbreiter Rathaus unter dem Motto „Kaffee und Musik“, bei Artbreit oder dem Kreisheimattag in Obernbreit.

Martina Sagstetter bleibt weiter die Vorsitzende des Vereins, Yvonne Neumeier ihre Vertreterin, Silvia Ruppe führt die Kasse und Heike Noller ist Schriftführerin. Beisitzer sind Agnes von Grotthus und Martina Meyer-Espert, die Kasse prüfen Rolf Thiele und Christine Holzmann.

Sagstetter stellte klar: Die Anstellung eines geschäftsführenden Musikschulleiters wird keine Auswirkungen auf die Schülergebühren haben. Gebührenanpassungen sind aber schon alleine aus tariflichen Gründen nicht ausgeschlossen, werden aber moderat ausfallen.

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