KITZINGEN

Zeugnisse an der Berufsschule: Mit Mut und Zuversicht in die Zukunft

233 Absolventen der Staatlichen Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt nahmen ihr Abschlusszeugnis in Empfang, 65 davon hatten den mittleren Schulabschluss erreicht.
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Die Preisträger bei der Abschlussfeier der Staatlichen Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt erhielten am Freitagvormittag ihre Auszeichnungen und Urkunden aus den Händen von Schulleiterin Gerlinde Porzelt, Landrätin Tamara Bischof (vorne) sowie Schulzentrum-Leiter Frank Delißen, Innungsmeister Michael Bissert, Schulleiter Johann Bux, der Förderkreisvorsitzenden Anja Böhm und von Walter Heußlein, Vizepräsident der Handwerkskammer. Foto: Foto: Winfried Worschech

233 Absolventen der Staatlichen Berufsschule Kitzingen-Ochsenfurt nahmen am Freitagvormittag ihr Abschlusszeugnis in Empfang, 65 davon hatten den mittleren Schulabschluss erreicht.

Bei der Feier in der Aula gab es nicht nur kräftigen Beifall für die erfolgreichen Schüler und die kurzgehaltenen Reden, sondern auch für die schwungvolle Musik mit Blueselementen von Iris und Frank Bluhm mit Gitarre und Zither.

Schulleiter begann als Bäcker

Gerlinde Porzelt, Leiterin der Berufsschule Kitzingen und Johann Bux, Schulleiter in Ochsenfurt, hießen Schüler und deren Eltern und Verwandte, Ehrengäste, Vertreter der Ausbildungsbetriebe, Handwerkskammer, Industrie- und Handwerkskammer und der Innungen willkommen. Hervorgehoben wurde die gute Kooperation der Landkreise Kitzingen und Würzburg im Zweckverband für die beiden Berufsschulen, der für optimale Ausstattung sorge, „und nicht zuletzt die Absolventen, die im Mittelpunkt der Feier stehen“. Frank Delißen, Leiter des Schulzentrums Kitzingen-Ochsenfurt, erzählte von seiner beruflichen Laufbahn, dass er am Anfang Bäcker gelernt habe. „Und darauf bin ich heute noch stolz.

“ Gemäß dem Motto der Berufsbörse hätten die Absolventen ihr Ziel gefunden: „Nicht das Beginnen wird belohnt, sondern einzig und allein das Durchhalten“, lobte der Schulleiter die Ausdauer der Schüler.

Delißen sah es als vorrangiges Ziel von Gesellschaft und Politik an, Rahmenbedingungen zu schaffen, „die geeignet sind, junge Menschen zu motivieren und sinnvolle Ziele zu finden.“ Mitverantwortlich für den Erfolg seien aber auch Eltern, Ausbildungsbetriebe, Sachaufwandsträger und Lehrer. Dies mache auch das schulische Leitbild deutlich „Wir stellen den Menschen in den Mittelpunkt.“ Der Schulleiter rief die Absolventen dazu auf, die Zukunft mit Mut und Zuversicht anzupacken und auf Ratschläge erfahrener Menschen zu achten, „denn jeder junge Mensch macht früher oder später die verblüffende Entdeckung, dass auch Eltern und Lehrer gelegentlich Recht haben können.“

Landrätin Tamara Bischof, Vorsitzende des Zweckverbandes, äußerte Freude darüber, „dass so viele junge Menschen diesen Schul- und Ausbildungsabschluss erreichten, für den die beiden Landkreise günstige Bedingungen schaffen“. Als „hervorragend“ bezeichnete sie das duale Ausbildungssystem und ihr Dank galt der Arbeit der Lehrer. „Gut ausgebildete Fachkräfte sind bei uns begehrt und es gibt keinen Grund, in andere Regionen abzuwandern“, lautete ihr Appell an die Absolventen.

Susanne Moser, Joanna Neder, Julian Ziegler und Philipp Ebel zeigten in einer Präsentation die verschiedenen Ausbildungsstationen in Betrieb und Schule für den Beruf des Industriekaufmanns respektive der Industriekauffrau. Sie stellten dabei auch den praxisorientierten Teil im Betrieb vor und erläuterten die wichtigsten Voraussetzungen für eine gute Ausbildung von A wie Arbeitsvorbereitung über Logistik, Vertrieb, Kundendienst, Buchhaltung und Controlling bis hin zu V wie Verwaltung. Beleuchtet wurden auch das Prüfungssystem in der Schule und die verschiedenen Fächer, die von der kaufmännischen Steuerung bis hin zu allgemeinbildenden Fächern reichen.

Landrätin Bischof, Walter Heußlein, Vizepräsident der Handwerkskammer Unterfranken, und Anja Böhm, Vorsitzende des Fördervereins für die Berufsschule, würdigten nicht nur die außerordentlichen Leistungen in Schule und Betrieb von Maurice Then (Ausbildungsbetrieb Hotel Leicht Biebelried), Sascha Hammer (Lindner AG Dettelbach und Hannah Appel (Sparkasse Mainfranken), sondern auch deren hohes Engagement in Vereinen und sozialen Diensten. Then und Hammer erhielten den Preis der Regierung von Unterfranken, während Appel den Sonderpreis des Fördervereins erhielt.

Die Klassenbesten

Klassenbeste und damit Preisträger waren im Bereich „Wirtschaft und Verwaltung“: Luisa Adelfinger, Martin Bergerhausen, Julian Blaha, Hannah Appel, Philipp Beck, Julian Ziegler, Sascha Hammer und Louis Hellwig. Auf dem Sektor „Fahrzeugtechnik“ erhielten Daniel Tscherbner, Maximilian Fleischhauer und Jonas Fischer den Preis, bei der „Gastronomie“ Yvonne Huttner und Maurice Then und im Bereich „Nahrung“ Laura Friedl.

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