KITZINGEN

Wohnhäuser auf BayWa-Gelände

Die Pläne der Würzburger Rosentritt Wohnbau GmbH rund um die einstigen BayWa-Gebäude in der Glauberstraße weiten sich aus. Am Donnerstag hat der Stadtrat das Wort.
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Die Kitzinger BayWa-Gebäude an der Glauberstraße: An Stelle der verschiedenen Lagerhallen plant die Würzburger Rosentritt Wohnbau GmbH den Bau von drei Wohngebäuden. Zudem möchten die Investoren geprüft wissen, ob sich die Straße am untern Mainkai – sie führt zur Tiefgarage – ein Stück weit Richtung Mainbrücke verlegen lässt. Foto: Foto: Harald Meyer

Die Pläne der Würzburger Rosentritt Wohnbau GmbH rund um die einstigen BayWa-Gebäude in der Glauberstraße weiten sich aus: Das Unternehmen will nicht nur am Silogebäude (Nummer 7) einen Wohnbau errichten, sondern auch – nach dem Abriss der Lagerhallen – auf der anderen Seite (Nummer 3) zwei weitere Wohnhäuser errichten. Mit der Planung befasst sich der Stadtrat in seiner Sitzung am Donnerstag (7. Juli) ab 18.30 Uhr.

Das Projekt des Bauingenieurs Wolfgang Rosentritt, das bei seiner ersten Vorstellung im Januar auf Beifall im Stadtrat stieß, hat an Substanz gewonnen.

Deutlich umfangreicher

Allerdings werden die geplanten Abbrucharbeiten am Lagerhaus in der Glauberstraße 7 wegen möglicher baulicher Probleme deutlich umfangreicher als geplant. Statt – wie geplant – den Mittelteil (der mit den Fenstern) weitgehend zu erhalten, muss jetzt wohl alles weg.

Bis zu 23 Wohnungen

Die positive Kehrseite findet sich in den Planvorlagen von Rosentritt: „Absolut identischer Neuaufbau nach Baugenehmigung“. Das Gebäude, das bis zu 23 Wohnungen bieten soll, präsentiert sich auf den Computergrafiken mit den Spitzgiebeln des Lagerhauses – und reichlich Fensterflächen.

Eine komplette Neuplanung für die gegenüber – Richtung neue Mainbrücke – liegenden Lagerhallen und Freiflächen legt Rosentritt jetzt vor: Nach dem Abriss der alten Gebäude sollen hier zwei moderne, dreigeschossige Gebäude, jeweils mit Penthouse, entstehen.

Der Würzburger Bauingenieur plant offensichtlich noch weiter. So bat er die Verwaltung zu prüfen, ob die Zufahrt zur Tiefgarage (Unterer Mainkai), die seine beiden Projekte trennt, sich nicht verlegen lässt. Die Ersatzstraße würde dann zwischen dem Haus der Diakonie und der Glauberstraße 3 (Rosentritt) Richtung Main und Tiefgarage führen. Die Stadt begrüßt das – laut Beschlussvorlage – prinzipiell „als Aufwertung des gesamten Bereiches.“

Darüber hinaus geht es in der vorletzten Sitzung des Stadtrats vor der Sommerpause um folgende Themen:

• Bahnhofsumfeld: Diskutiert wird über die Frage, ob die Planungen für die Erneuerung des Vorplatzes, den Busbahnhof mit kleinem Pendlerparkplatz und die Sanierung der Friedenstraße fortgeführt werden sollen oder nicht.

Zum Thema passt auch ein Antrag der KIK-Fraktion, die einen Rahmenplan für das gesamte Bahnhofsumfeld fordert – jedoch ohne die Einbeziehung möglicher Vorstellungen der Deutschen Bahn, die ja einen Verkauf des Bahnhofs plant und damit die bisherigen Pläne der Stadt hemmt.

Es geht ums Nutzungsrecht

• Kooperationsvertrag zum Markenbildungsprozess: Die Nutzungs- und Verwertungsrechte am Ideenhandbuch sollen der Stadt gegen eine Abgeltung von 15 000 Euro überlassen werden. Die Rechteinhaber wollen das Geld laut Beschlussvorlage allerdings nicht für sich, sondern als zweckgebundene Summe in den Markenbildungsprozess einfließen lassen.

• Schülerhort: Die Stadt wird nach dem Ausstieg von Haus Marienthal die Trägerschaft des Schülerhorts in Marshall Heights für zwei Jahre übernehmen. Eine entsprechende Satzung wird vorgelegt.

• Wenn der Stadtrat einem KIK-Antrag zustimmt, könnten die Stadt Kitzingen und der Stadtrat sich künftig bei größeren Vorhaben von einem Baukunst-Beirat beraten lassen.

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