KITZINGEN

Wo die Richtung nicht stimmt

Seit einer Woche ist die Eisenbahnbrücke zwischen Sulzfelder Straße und Westtangente in Betrieb. Die zweispurige Stadteinfahrt kommt gut an, aber es bleiben Fragen.
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Der Verkehr läuft zwar durch die neue Bahnbrücke in Kitzingen. Allerdings gibt es einige Verwirrung um die Richtungspfeile in der Johann-Adam-Kleinschroth-Straße. Nichts deutet derzeit darauf hin, dass die Autofahrer auch geradeaus durch die Brücke fahren können. Foto: Fotos: Siegfried sebelka
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Seit einer Woche ist die neue Eisenbahnbrücke zwischen Sulzfelder Straße und Westtangente in Betrieb. Die zweispurige Stadteinfahrt unter der Eisenbahnunterführung kommt gut an. Einige Fragen zu Richtungspfeilen und den Radfahrerschutzstreifen gibt es aber.

Das wurde in der jüngsten Sitzung des Verwaltungs- und Bauausschusses des Stadtrats deutlich: Einmal verwirren die Richtungspfeile in der Johann-Adam-Kleinschroth-Straße die Autofahrer.

Auch eine Woche nach der Öffnung weisen die weißen Hinweise die Autofahrer nach rechts und links. Dass die auch geradeaus durch die Brücke fahren können und sollen, wird nicht angezeigt.

Stephan Küntzer hatte zudem seine Probleme mit den neuen Radfahrerschutzstreifen, die stadteinwärts und -auswärts in Gelb auf der Fahrbahn eingezeichnet sind. Die Erfahrung des CSU-Stadtrats: Die Autofahrer trauen sich nicht, auf den Streifen zu fahren. Dann werde es regelmäßig auf der Fahrbahn eng. Er schlug vor, zumindest stadteinwärts die Radfahrer wieder auf den Gehsteig zu schicken und so für mehr Platz zu sorgen.

Das allerdings wollte Jens Pauluhn überhaupt nicht. Die Streifen hätten sich in vielen anderen Städten bewährt und seien auch für Kitzingen eine gute Lösung. Die Forderung des Ödp-Mannes: „Lassen wir den Leuten ein halbes Jahr Zeit und das Ganze ist kein Thema mehr.“ Zur Erinnerung: Bei diesen Radfahrerschutzstreifen oder auch -angebotsstreifen sind Fahrspuren für Radfahrer mit einer gestrichelten Linie am rechten Fahrbahnrand abgetrennt. Autos dürfen die Schutzstreifen mitbenutzen, wenn kein Radfahrer dadurch gefährdet oder behindert wird.

Ein anderes Problem sprach Hans Schardt von Pro Kitzingen an. Derzeit werde alles zurückgebaut, was für die Umgehung während der Bauzeit gebraucht wurde. Die für diese Zeit angelegte zweispurige Zufahrt von der Glauberstraße auf die Südbrücke sollte man in jedem Fall zweispurig lassen. Das habe sich vor allem für den Lkw-Verkehr bewährt.

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