Laden...
HÜTTENHEIM

Wird 2018 ein Wahl- und Freuden-Jahr für die Hüttenheimer?

Unter dem Thema Ehrenamtliches Engagement im kirchlichen Bereich stand heuer der Neujahrsempfang der Gemeinde Willanzheim im Hüttenheimer Sportheimsaal.
Artikel drucken Artikel einbetten
Willanzheims Bürgermeisterin Ingrid Reifenscheid-Eckert (von links) ehrte Marcel Gümpelein und Sebastian Meder für ihre hervorragenden Berufsabschlüsse. Foto: Foto: Hartmut Hess

Unter dem Thema „Ehrenamtliches Engagement im kirchlichen Bereich“ stand heuer der Neujahrsempfang der Gemeinde Willanzheim im Hüttenheimer Sportheimsaal. Ingrid Reifenscheid-Eckert begrüßte dazu neben vielen Vereinsvertretern die Geistlichen Matthias Subatzus, Adam Was, Pater Wilson und August Popp. „Die Gesellschaft von heute ist hochdynamisch und komplex“, sagte die Bürgermeisterin und führte aus, sich heutzutage von Überschriften überfahren zu fühlen, wenn sie ihren Rechner hochfahre. Ständig verfügbare Nachrichten und eine Informationsflut in modernen Medien würden das tägliche Leben prägen, doch andere Dinge müssten wieder mehr in den Mittelpunkt rücken.

Wichtiger seien Familien, Vereine und Dorfgemeinschaften, die den Menschen Heimat und Halt geben. Denn der Mensch sei ein Bildungswesen und von der Evolution geprägt, in menschlichen Gruppen zu leben.

Gegentrend zur Digitalisierung

Die Bürgermeisterin zitierte einen Zukunftsforscher, wonach es einen Gegentrend zur Digitalisierung gebe. Es werde von einer Real-Digitalisierung gesprochen mit dem Trend zur Regionalität und dem Bewusstsein auf seine Wurzeln. Durch eine andere Art der Kommunikation würde sich der Mensch mit Achtsamkeit selbst wiedererobern.

Achtsamkeit bedeute, Wissen wieder an Kompetenz zu koppeln und damit wider dem Populismus zu denken und zu leben. Dazu gehöre, der Rastlosigkeit entgegen zu wirken und Geduld in alltäglichen Situationen zu lernen. „Wir haben ein wichtiges Wahljahr vor uns“, meinte Ingrid Reifenscheid-Eckert, denn neben der Landtagswahl stehen auch die Wahlen zu den Pfarrgemeinderäten und den Kirchenvorständen an.

„Sie leisten im Ehrenamt einen wichtigen Dienst“, würdigte Ingrid Reifenscheid-Eckert die insgesamt 120 Personen, die in den drei Ortsteilen ehrenamtlich Aufgaben im kirchlichen Bereich übernehmen. Ob um Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Senioren kümmern sich diese Ehrenamtlichen meist schon lange Jahre und die Bürgermeisterin wünschte ihnen für die Zukunft Spaß und Kraft.

Unverzichtbare Dienste

Ob in Kindergärten, Schulen, Erwachsenenbildung, Seniorenkreisen, Pfarrgemeinderäten, Kirchenvorständen und weiteren Gremien würden die Ehrenamtlichen unverzichtbare Dienste leisten und die Glaubens- und Dorfgemeinschaften stärken.

Die politische Gemeinde unterstütze die Kirchen und das Ehrenamt wie zuletzt mit der finanziellen Beteiligung bei der Generalsanierung der evangelischen Kirche in Hüttenheim. Nach der Einrichtung des Waldkindergartens in Hüttenheim werde die Gemeinde ihrer Verantwortung auch gerecht werden, wenn in absehbarer Zeit das Hüttenheimer Schulhaus zum Kinderhaus umgebaut werden soll. Zudem stünden im Willanzheimer Kindergarten Modernisierungen ins Haus, dabei werde die Gemeinde ebenfalls hilfreich zur Seite stehen.

Die Hüttenheimer Weinprinzessin Rebecca Stich lobte, was in der Gemeinde in den Kirchen und auf dem kulturellen Sektor geleistet werde. Hüttenheim begehe heuer das Jubiläum 1100 Jahre der ersten urkundlichen Erwähnung und richtet im Jubiläums-Reigen unter anderem den Kreisheimattag aus. Ein Höhepunkt im neuen Jahr könnte auch Magdalena Bauer markieren. Denn die Vorgängerin von Rebecca Stich kandidiert für die Wahl zur Fränkischen Weinkönigin, „wozu wir Rebecca alle Daumen drücken“, versicherte Ingrid Reifenscheid-Eckert.

Ehrungen für Bestleistungen

Traditionell ehrt die Gemeinde beim Neujahrsempfang Bürger, die in Schule oder Beruf gute bis sehr gute Abschlüsse geschafft haben, heuer durften sich zwei junge Männer über Buchpreise freuen. Marcel Gümpelein absolvierte eine Winzer-Ausbildung und legte eine Abschlussprüfung mit der Note „sehr gut“ hin und schickt sich an, im elterlichen Winzerhof mit Weincafé einzusteigen. Sebastian Meder besuchte drei Jahre die Meisterschule und erwarb den Meistertitel im Stuckateur-Handwerk ebenfalls mit einer hervorragenden Note.

Kommentare (0)

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.