VOLKACH

Wikinger-Dorf in Volkach brachte Spaß

Spektakuläre Schaukämpfe erlebten am Wochenende die Besucher des Wikinger-Dorfes in Volkach. Vor allem Kinder - wie der siebenjährige Hannes - kamen voll auf ihre Kosten.
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Spektakuläre Schaukämpfe mutiger Wikinger erlebten am Wochenende mehrere tausend Besucher im nordischen Zeltlager. Foto: Fotos: Peter Pfannes

„Das Armbrustschießen war voll cool“, schwärmte Hannes. Der Siebenjährige aus Traustadt verbrachte den Samstagnachmittag zusammen mit seiner Patentante Claudia Ach und deren Sohn Laurenz (13) im Wikinger-Dorf auf dem Volkacher Weinfestgelände. Mehrere tausend junge und jung gebliebene Menschen folgten am Wochenende dem Ruf der Nordmänner und -frauen und erlebten wie Familie Ach ein faszinierendes Wikinger-Spektakel.

Nordische Kultur

In starker Besetzung sind die Wikinger angetreten. Mutige Kämpfer demonstrieren mit Schwert, Schild und Speer Schaukämpfe im weiten Rund der Kampfarena. In den Gassen, die durch die kleine Zeltstadt führen, ist reichlich Kurzweil angesagt für die Besucher. Überall raucht es, gekocht wird über offenen Flammen. Es riecht nach gebratener Kruste, frischem Flammkuchen und Eintopf. Überall in dem Zeltlager lebt die einstige nordische Kultur wieder auf. Viele Gäste sind extra für den Bummel durch das Wikinger-Lager im entsprechenden historischen Outfit gekommen.

Laurenz und Hannes lassen sich davon nicht beeindrucken. Echte Fans des FC Bayern München gehen eben im Originaltrikot ihrer Lieblingsmannschaft ins Wikingerdorf. Schließlich haben Steigerwälder ihren eigenen Stil und stehen Nordmännern in nichts nach. Dass es den Kindern so gut, freut Claudia Ach besonders, die sich zu dem Ausflug spontan entschloss. Sie weiß, woran es liegt, dass keine Langeweile aufkommt. „Im Wikinger-Dorf gibt es für die Kinder viel zu sehen und zu unternehmen“, sagt sie. Dort kann sich der Nachwuchs austoben. Er darf sich im Handwerk versuchen und kann sich tapfer vielen Mutproben stellen. Höhepunkt für die Mutigsten ist der Sturm auf die dichte Schilder-Abwehrlinie der Schwertkämpfer. Die Stunden auf ihrer Reise in eine Zeit vor über 1000 Jahren vergehen für Laurenz und Hannes wie im Flug. Ihre Augen wandern durch das turbulente wie gemütliche Geschehen bis sie einen anmutigen Greifvogel entdecken, der in einer Falknerschau zeigt, was er kann.

Faschingskostüm gefunden

Lustige Gaukler, Jongleure, Musikanten und jede Menge Handwerkskunst ziehen ihre Blicke auf sich. Ein Zunder-Mann zeigt, wie man ohne Streichhölzer Feuer macht. Stand an Stand reihen sich im Wikinger-Lager aneinander. Und an einem kann auch Hannes nicht widerstehen: Er ist jetzt Holzschwert-Besitzer. Und sein Kostüm für Fasching hat sich der Junge auch schon ausgesucht: „Ganz klar. Ich gehe dann als Schwertkämpfer oder Armbrustschütze.“ Das Bayern-Trikot bleibt aber drunter.

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