WIESENTHEID

Wiesentheider Feuerwehr feiert Geburtstag

Seit 150 Jahren kümmert sich die Feuerwehr Wiesentheid um die Sicherheit in der Marktgemeinde. Dafür investieren die Einsatzkräfte ihre Freizeit.
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Die ganze Breite ihres Leistungsspektrums zeigt die Wiesentheider Feuerwehr bei der Schau zur Feier ihres 150–jährigen Bestehens am Gerätehaus in der Korbacher Straße. Foto: Foto: FFW Wiesentheid

Seit 150 Jahren kümmert sich die Feuerwehr Wiesentheid um die Sicherheit in der Marktgemeinde. Und das wird am Samstag, 17. Juni, mit einem Tag der offenen Tür und einer Schauübung gefeiert.

Die Aktiven um Kommandant Michael Rückel lassen sich bei einem Tag der offenen Tür über die Schultern schauen. Ab 15 Uhr präsentieren sie einen Teil ihres Spektrums einmal außerhalb von Einsätzen.

Keine anderen Hobbys mehr nötig

Wer bei der Wiesentheider Feuerwehr sei, der brauche keine anderen Hobbys mehr, meinte Bürgermeister Werner Knaier zuletzt beim Blick auf die Einsatzzahlen. Die haben sich in den vergangenen Jahren kontinuierlich erhöht, zuletzt bis auf über 100, wobei Sicherheitswachen oder Fehlalarme durch Brandmelder mit eingerechnet sind. Tatsächlich vergeht kaum eine Woche, in der die Wehrleute nicht im Einsatz sind.

„Unsere Freizeit für Ihre Sicherheit“, lautet ein Schlagwort. Wieviel Freizeit die Aktiven der Wehr für den Dienst geben, verdeutlicht ein Blick auf den Plan in dieser Woche (ohne Ernstfälle): Montag Besprechung zum Thema Einrichtung der Baustelle beim Ausbau der Autobahn bei Wiesentheid; Mittwoch Besuch und Besprechung im Herstellerwerk des neuen Rüstwagens in Ulm; Donnerstag Absicherung der Prozession zu Fronleichnam; Samstag Tag der offenen Tür. Zusätzlich können natürlich noch Einsätze kommen.

60 Aktive stehen bereit

Für die Alarmierung ihrer Aktiven führten die Wiesentheider im Jahr 1986 die ersten 25 „Piepser“, also Funkmeldeempfänger, ein. Derzeit sind 66 mobile Alarmgeräte im Umlauf. Im Notfall werden die Feuerwehrler zudem über ihr Handy verständigt. Die Sirene auf dem Dach des Rathauses ist nur tagsüber von 7 bis 19 Uhr und bei größeren Einsätzen als Signal für die Einsatzkräfte der Wehr.

Wachsende Ansprüche und mehr Platz

Nicht nur das hat sich geändert. Für die Wiesentheider erfolgte 1988 mit dem Überlassen des damals zweiten Rüstwagens im Landkreis Kitzingen ein großer Schritt. Gleichzeitig wurden sie damals zur Stützpunktfeuerwehr ernannt. Unter Atemschutz sind die Wehrleute aus der Marktgemeinde bereits seit 1976 im Einsatz, wenn es nötig ist.

Ihr Gerätehaus hatte die Feuerwehr bis zum Jahr 2000 in der Frommsgasse mitten im Ortskern. Dann startete der Neubau am jetzigen Standort im Gewerbegebiet im Süden der Gemeinde. Wegen der stets steigenden Einsatzzahlen und den gestiegenen Anforderungen wurde das Gebäude schon 2014 erweitert. Heute sind dort die acht Einsatzfahrzeuge sowie Platz für Lager- und Logistikbereich über die Werkstätten bis hin zum Schulungs- und Aufenthaltsraum.

„Die beste Ausrüstung nützt jedoch nichts, wenn sie niemand bedient“, schrieb Kommandant Michael Rückel in der Festschrift. Im Festjahr sieht er seine Truppe mit über 60 Aktiven und 18 Jugendlichen sowie einer moderner Ausstattung aufgestellt.

Blick zurück

Da geht der Blick auch in die Anfänge der Wiesentheider Wehr: Gegründet wurde sie einst, nachdem im September 1867 ein Großbrand in einer Schreinerei „einige Mängel in der Feuerordnung der Gemeinde“ aufzeigte. Bei der Versammlung am zweiten Sonntag im Oktober 1867 traten 65 Männer sofort ein. Die Ausrüstung finanzierte das Haus Schönborn mit 150 Gulden aus dem privaten Vermögen und weiteren 200 Gulden aus der Schönbornschen Baukasse.

Tag der offenen Tür

Das Programm am Tag der offenen Tür zur 150-Jahr-Feier am Samstag, 17. Juni beginnt um 15 Uhr; um 16.30 Uhr geht eine Vorführung der Rettungshundestaffel über die Bühne, um 17.30 Uhr die „Schauübung Verkehrsunfall“. Mit dabei sind Polizei, Rotes Kreuz und die Rettungshundestaffel. Um 18 Uhr beginnt das Sommernachtsfest mit Live-Musik von „Work of Art.“

 

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