WIESENTHEID

Wiesentheid wird größer: Kritik wegen Flächenverbrauch

Hinter der Kreuzkapelle in Wiesentheid ist Ackerland an. Nach dem Willen des Gemeinderats soll dort ein Baugebiet entstehen. Auch für die Kinderkrippe ist Platz.
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K Foto: Foto: Marion Heger

Derzeit schließt sich in Wiesentheid hinter der Kreuzkapelle in Richtung Gärtnerei Fränkische Toskana Ackerland an. Doch nach dem Willen des Gemeinderats soll dort in Verlängerung der Kolpingstraße ein Baugebiet entstehen.

In der neuen Siedlung soll auch die neue Kinderkrippe gebaut werden soll. Nach längerer Diskussion billigte der Gemeinderat am Donnerstagabend den Entwurf des Bebauungsplans „Seeflur III“.

Frank Hufnagel (Grüne) verwies mit Blick auf das Nachhaltigkeitskonzept der Bayerischen Staatsregierung auf den großen Flächenverbrauch in Wiesentheid hin. „Bürgermeister Knaier baut Wiesentheid in alle Richtungen größer“, rief er Bauprojekte rund um die Marktgemeinde in Erinnerung. Auch das Fahrradkonzept findet Hufnagel im Entwurf noch nicht eingearbeitet.

Bürgermeister Werner Knaier (CSU) wies im Laufe der Diskussion mehrfach darauf hin, dass es ein Entwurf sei, der natürlich noch Veränderungen erfahre. Schließlich müsse auch geklärt sein, in welcher Form die Anbindung der Erschließungsstraße an die Feuerbacher Straße möglich sei. Auch ein Baugrundgutachten stehe noch aus.

Wiesentheid solle sich als junge Gemeinde weiter etablieren, meinte Michael Rückel (Bürgerblock). Es müsse für junge Familien attraktiv bleiben, schließlich gebe es Schulen, Kindergärten und Sportvereine. „Wir können es uns nicht leisten, zu sagen, dass es keine Bauplätze gibt“, bekräftigte Otto Hünnerkopf (CSU). „Es sind noch viele Hausaufgaben zu machen“, fasste Rückel zusammen, der für den Bürgerblock auch noch gerne wüsste, wie hoch die Erschließungskosten etwa sein werden.

Die Holzständerbauweise des Kinderkrippenneubaus lehnte Michael Rückel ab; er sich gerne für seine Fraktion eine Massivbauweise gewünscht wegen der Wertbeständigkeit. Für Bürgermeister Werner Knaier ist die vorgesehene Bauweise jedoch nachhaltig. Zudem sei der Planentwurf mit dem Mauritiusverein, der Regierung von Unterfranken und dem Landratsamt abgestimmt. Acht Ratsmitglieder sagten ja, fünf lehnten den Planentwurf ab.

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