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Wiesensalbei vielfältig einsetzbar

Bei Entzündungen, in der Küche oder zur Entspannung: Wiesensalbei hat viele Einsatzmöglicheiten. Jetzt sind die Blätter voller Inhaltsstoffe.
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Blüht schön und tut der Gesundheit gut, der Wiesensalbei. Foto: Foto: M. Sauer

Er ist eine der dekorativsten Wildpflanzen überhaupt: Der Wiesensalbei. Neben der Urform draußen in der Natur gibt es auch den veredelten Garten-Salbei, welcher gezüchtet wird und in den Kräutergärten seinen Stellenwert einnimmt. Gerade jetzt beeindruckt er mit seinen weißlichen Blättern, den blau-lila Blüten und seinem intensiven Aroma, wenn man die Blätter zerreibt. Er gehört zu den Lippenblütlern und ist damit ein beliebter Nektarspender für Hummeln. Die Pflanze kann bis zu 60 Zentimeter groß werden.

Heilige Pflanze für die Römer

Seine Wertschätzung liegt schon im Namen: Salvia leitet sich vom lateinischen Namen salvare also heilen ab. Für die Römer war Salbei eine heilige Pflanze, die Griechen glaubten gar, er könne unsterblich machen. Im Mittelalter wurde er von Mönchen über die Alpen gebracht und galt als sogenanntes Zauberkraut. Er schützte nicht nur vor bösen Geistern: Nach dem damaligen Volksglauben galt er sogar als Schutzkraut vor Pest. Bis in die heutige Zeit und in die moderne Medizin sagt man dem Salbei seine als antibakterielle, krampflösende, entzündungs- und schweißhemmende Wirkung nach. Bei Entzündungen im Mund – und Rachenraum wird mit Salbeilösung gegurgelt, zur allgemeinen Mundpflege kann man auch ein Salbeiblatt kauen.

Hilfreich bei Verdauungsproblemen

Für Erkältungen und Verdauungsbeschwerden mit Völlegefühl und Durchfall empfiehlt sich grundsätzlich ein Salbeitee. Frauen mit Hormonstörungen berichten ebenfalls über positive Wirkung mit Salbeitee. Die Frische des Salbeiduftes wirkt allerdings auch auf unseren Geist und macht ihn wach und lebendig.

Die Inhaltsstoffe des Salbeis sprechen für sich: ätherisches Öl, Flavonoide, östrogenartige Stoffe, Bitterstoffe. Man muss erwähnen, dass der Wiesensalbei ein etwas schwächeres Wirkungsprofil nachweist, als der Gartensalbei. Wichtig aber erscheint mir der Hinweis, dass beide Arten roh verwendbar sind, aber für Kinder und Schwangere nicht geeignet. Die beste Erntezeit für den Salbei ist wie jetzt im Mai und Juni, weil während dieser Monate in den Blättern die meisten Inhaltsstoffe enthalten sind.

Salbleispitzen für Salate

Salbei wird auch gerne zum Räuchern verwendet, sowohl für Fisch und Fleisch, aber auch für entspannende Zwecke. Einen weiteren Einsatz von Salbei findet man in der Aromatisierung von Kräuterlikör, Kräuterwein und zur Schnapsherstellung. Zarte Blätter und Triebspitzen können auch als Zutat für Salate, Saucen, Suppen und Eintopfgerichte genutzt werden.

Mein Rezeptvorschlag

Johannisbeer-Salbei-Plätzchen

Zutaten: 250 g Dinkelmehl 120 g Butter 120 g Zucker 1 Prise Kräutersalz 120 g frische Himbeeren oder Johannisbeeren 3 EL Salbeiblätter fein gehackt 2 Eigelb etwas Backpulver

Zubereitung: Aus den Zutaten einen Mürbteig herstellen, 1 Stunde im Kühlschrank ruhen lassen. Kleine Kugeln formen und auf das Blech setzen. Mit einer Gabel flach drücken. Bei 180 Grad im vorgeheizten Backofen 10 bis 15 Minuten backen.

Guten Appetit!

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