KITZINGEN

Wie wäre es mit Eis aus Tomaten oder Tee?

Malaga, Melone, Dunkle Schokolade oder lieber Stracciatella? Wer an heißen Tagen Lust auf Kühles spürt, hat die Qual der Wahl - auch an den Kitzinger Verkaufstheken.
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Ein Eis bitte! Eisverkäufer Zullo Velija und seine Frau Lumnije sind mit dem Umsatz zufrieden. Foto: Fotos (5): Waltraud Ludwig
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Malaga, Melone, Dunkle Schokolade oder doch lieber Stracciatella? Wer an heißen Sommertagen Lust auf Kühles spürt, hat die berühmte Qual der Wahl.

An ihren Verkaufstheken bieten die beiden Kitzinger Eisdielen, bekannt als „obere“ und „untere“ Eisdiele, die unterschiedlichsten Geschmacksrichtungen an. Zullo Velija, Inhaber des Eiscafés „La Gondola“ („obere“) , hat in diesem Jahr ein Tomaten-Eis mit Rosmarin im Programm. Und in der „Cortina“-Eisdiele („untere“) am Marktplatz können Schleckermäuler heuer erstmals die Eissorte „Joghurt-Granatapfel“ genießen.

Familientradition

Zullo Velija ist Eisverkäufer mit Leib und Seele. Schon sein Vater und sein Großvater haben sich in der Kunst des Eis-Herstellens verstanden. Bereits in dritter Generation führt der gebürtige Mazedonier gemeinsam mit seiner Frau Lumnije eine Eisdiele. Seine Spezialitäten stellt er, ganz der Familientradition folgend, selbst her. Und damit ihm die Kunden auch weiterhin treu bleiben, lässt er sich jedes Jahr etwas Neues einfallen. Neben einem Eis aus Tomaten und Rosmarin bietet er heuer erstmals die Sorte „Ginger Malaysia“ an.

Inspiriert dazu hat ihn ein Kunde, der ihm schwarzen Tee aus der Heimat seiner Frau mitbrachte. Verfeinert mit Ingwer, zauberte Velija daraus eine neue Eiskreation. Weil sie so „erfrischend“ sei, komme sie gerade an heißen Sommertagen gut an, sagt der Kitzinger Eismann.

Bisher ist der Besitzer des Eiscafés „La Gondola“ mit dem Eisverkauf zufrieden. Auch wenn das Wetter in den vergangenen Wochen etwas zu kühl und die heißen Tage noch rar waren, kann er über mangelnden Umsatz nicht klagen. „Die Kitzinger sind Feinschmecker. Es lohnt sich, hier zu sein“, meint der Eisverkäufer. Pedro Martins, Inhaber des „Cortina-Eiscafés“ am Marktplatz, sieht das genauso. Auch er hat in den vergangenen Wochen schon viele Kugeln Eis verkauft. Im März und April waren die kühlen Gaumengenüsse wegen des schlechten Wetters zwar nicht ganz so gefragt wie im letzten Jahr. Aber ab Mai lief das Geschäft.

„Wenn die Sonne scheint, ist das wunderbar“, freut sich Karazniewicz Szymon, einer der Eisverkäufer in der „Cortina“-Eisdiele. Er hofft, dass der Sommer 2016 noch viele schöne Tage bringt, denn: „Schlechtes Wetter ist schlecht für Eisverkäufer.“ Ebenso wie in der „oberen“ Eisdiele, gibt es auch in der „unteren“ Eisdiele am Marktplatz immer wieder neue Geschmacksrichtungen. Das Angebot variiert von Woche zu Woche. Auf mehrfachen Kundenwunsch wurde heuer erstmals die Sorte „Joghurt-Granatapfel“ kreiert - und sie kommt „super an“, wie Eisverkäufer Karazniewicz versichert.

Dass auch in der „unteren“ Eisdiele das Eis selbst hergestellt wird, versteht sich (fast) von selbst. Am begehrtesten ist dort übrigens - ganz unspektakulär - die Sorte Haselnuss. Ganz nach dem Motto: Es muss nicht immer etwas Neues sein. Es soll ja Leute geben, die jedes Mal überlegen, welche Kugel sie am liebsten hätten . . ., um dann doch wieder Vanille und Schokolade zu bestellen. Auch nicht die schlechteste Wahl. Hauptsache, es schmeckt.

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