WIESENTHED

Werner Knaier möchte die hohe Steuerkraft halten

Die neue Kinderkrippe soll schnell geplant und gebaut, der Durchgangsverkehr verringert werden. Bürgermeister Werner Knaier hat einiges vor in Wiesentheid.
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Blick aus dem Bürgermeister-Fenster: Schaut Werner Knaier aus seinem Büro, fällt sein Blick auf das Schloss und die gerade renovierte St. Mauritiuskirche. Foto: Foto: Werner Knaier
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Willkommen zum Sommerinterview! Wir haben den Bürgermeistern im Landkreis zehn Fragen gestellt, die im Laufe dieser Wochen veröffentlicht werden. Heute dreht sich alles um Wiesentheid, wo Werner Knaier (51) seit 2008 im Amt ist.

Frage: Die erste Hälfte der Wahlperiode ist vorbei – worüber freuen Sie sich besonders?

Werner Knaier: Besonders freut es mich, dass ich eine Reihe der Maßnahmen umsetzten konnte, die ich mir vorgenommen hatte – und sicher noch viele gute Ideen bis zur nächsten Wahl in die Tat umsetzten kann.

Welche Projekte packen Sie bis 2020 in Ihrer Gemeinde noch an?

Knaier: Fortsetzung der begonnen Ortskernsanierung im Rahmen des Städtebaues mit dem Ausbau des Innenorts vom Neßtfellplatz bis zur Bahnhofstraße; Fortführung des Straßenentlastungsringes um Wiesentheid, bei dem wir heuer im Herbst bereits das erste Teilstück dem Verkehr übergeben können; Fortsetzung der Dorferneuerung im Ortsteil Reupelsdorf und Vollendung zahlreicher kommunaler Bauprojekte, wie zum Beispiel den Kinderkrippenbau und die Sanierung der Nikolaus-Fey-Schule.

Was steht direkt nach der Sommerpause an?

Knaier: Planung und Beginn des Kinderkrippenneubaues, Beantragung des Ausbaues des Schlossplatzes und des Säulesmarktes in der Städtebauförderung sowie Ausschreibung der Bauleistungen für mehrere Hoch- und Tiefbauprojekte.

Ihr Lieblingsplatz in Ihrem Ort?

Knaier: In meinem Büro im Rathaus mit dem Blick auf das Schloss und die St. Mauritiuskirche oder im Schlosspark von Wiesentheid beim Genuss der Ruhe.

Gibt es etwas, das Sie an Ihrem Ort stört?

Knaier: Der starke Durchgangsverkehr, der sich (noch) täglich durch Wiesentheid bewegt.

Wie steht es um die Finanzen der Gemeinde?

Knaier: Ich denke, wir können nicht klagen. Ich bemühe mich täglich um das Wohl unser ortsansässigen Betriebe und unserer Mitbürger, um auch zukünftig die hohe Steuerkraft halten zu können.

Die Probleme vieler Gemeinden sind die Landflucht, fehlende Arbeitsplätze, Ärztemangel, verlassene Häuser oder marode Straßen. Wie sieht es bei Ihnen aus?

Knaier: Die Nachfrage nach unseren Bauplätzen ist ununterbrochen sehr groß. Wir konnten in den letzten neun Jahren unsere sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze stetig steigern und der „Leerstand“ in den Orten hält sich in Grenzen. Hier bin ich bemüht, bestehenden oder drohenden Leerstand möglichst schnell zu beseitigen, um eine noch größere Ausdehnung in der Fläche zu vermeiden.

Was macht Ihnen an Politik Spaß?

Knaier: Ich liebe an der Kommunalpolitik, dass ich Ideen entwickeln und in die Tat umsetzen kann. Anders als in der „großen Politik“ sieht man auf kommunaler Ebene rasch die Früchte seiner Arbeit.

Welche Eigenschaften braucht ein Bürgermeister auf jeden Fall?

Knaier: Er muss Visionen entwickeln, Menschen von Ideen begeistern können und geschickt zur richtigen Zeit die entsprechenden Maßnahmen (meist mit Hilfe staatlicher Förderung) beantragen und durchführen.

Stehen Sie 2020 bei den Wahlen noch einmal zur Verfügung?

Knaier: Wenn mir der liebe Gott hierfür die notwendige Gesundheit schenkt und die Wiesentheider Mitbürger dieses möchten, setze ich gerne die begonnene, erfolgreiche Arbeit fort.

Bürgermeister im Interview

Die Bürgermeister im Landkreis haben Halbzeit in der Wahlperiode. Zeit für ein Zwischen-Fazit: Nach und nach werden in den kommenden Wochen alle Bürgermeister des Landkreises zum „Sommer-Interview“ gebeten. Wie fällt Ihre Bilanz aus? Was haben Sie als nächstes vor? Die Frage bleiben immer gleich, die Akteure wechseln. Den Auftakt machte Gerhard Schenkel (Sulzfeld), der dienstälteste Bürgermeister im Landkreis. Heute stellt sich der Wiesentheider Bürgermeister Werner Knaier (CSU) den Fragen.
 

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