KITZINGEN

Wenn Königinnen sich verstecken . . .

Den Bienen einen guten Start in die Saison zu ermöglichen, das ist die sogenannte Frühjahrsdurchsicht. Hierzu hatte der Imkerverein Kitzingen und Umgebung an den Lehrbienenstand eingeladen und viele Imker kamen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.
Artikel drucken Artikel einbetten
Wie ist es Bienen im Winter ergangen? Diese Frage gingen die Imker in Kitzingen nach. Foto: Foto: Klier

Den Bienen einen guten Start in die Saison zu ermöglichen, das ist die sogenannte Frühjahrsdurchsicht. Hierzu hatte der Imkerverein Kitzingen und Umgebung an den Lehrbienenstand eingeladen und viele Imker kamen, heißt es in einer Mitteilung des Vereins.

Während im Winter 2014/2015 gebietsweise bis zu 30 Prozent der Bienen starben, sind dieses Jahr die meisten Imker mit geringen bis keinen Völkerverlusten davongekommen. So auch am Lehrbienenstand am Bleichwasen in Kitzingen, heißt es in der Pressemeldung.

Bei der Frühjahrsdurchsicht werden, wenn der Winter vorbei ist und die Temperaturen es ermöglichen, das erste Mal im Jahr die Beuten (Behausungen) geöffnet. Angeschimmelte Waben werden entfernt und gegen frische ersetzt.

Im Winter geht die Bienenpopulation durch die Brutpause stetig zurück, so dass nicht mehr alle Waben besetzt und in Stand gehalten werden können. Die Folge ist das Auftreten von Schimmel, vor allem bei Randwaben und kleineren Völkern, teilt der Verein weiter mit. Die Bodenkästen werden von Gemüll befreit oder gleich gegen saubere ausgetauscht. Besonders interessiert die Imker, ob das Volk noch eine Königin hat oder ob diese im Verlauf des Winters gestorben ist.

Das Bienenvolk ist ohne Königin nicht überlebensfähig, da nur sie für Nachkommen sorgt. Findet man sie nicht gleich, so lässt sich ihre Anwesenheit auch durch ein Brutnest mit junger Brut nachweisen. Normalerweise ist die Königin zwar fast doppelt so groß wie eine Arbeiterin und hat, sofern sie gezeichnet wurde, einen farbigen Punkt auf dem Rücken. Trotzdem versteht sie es manchmal meisterhaft, sich den Blicken des Imkers zu entziehen. Vor allem, wenn er sie direkt sucht.

Die Imker kontrollieren weiter, ob ausreichend Futter vorhanden ist. „Aktuell bei dem Trachtangebot und der Witterung sehen wir hier kein Problem und so ist es eine Freude, den tausenden schwirrenden Damen beim Nachhausekommen zuzusehen, wenn sie mit ihren dicken Höschen von der Pollensuche dem Flugloch zustreben. Den Kopf noch voller Blütenstaub.“

Wie in den vergangenen Jahren fanden sich auch wieder zahlreiche Neuimker ein, die nach ihrem Grundlehrgang ihre praktischen Erfahrungen am Lehrbienenstand unter der Leitung von Thomas Gschwandtner sammeln.

Nach wie vor sind bei den Zusammenkünften der Imker auch Interessierten willkommen. Die nächsten Termine werden in der Zeitung bekannt gegeben.

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.