LANDKREIS KITZINGEN

Wenn die Bank den Kredithahn zudreht

46,7 Millionen Euro wollen Bauherren im ersten Halbjahr in den Neubau von 151 Wohnungen im Landkreis Kitzingen investieren. Aber die IG BAU fürchtet eine Wohnungsbau-Bremse.
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Eigentlich ein gutes Zeichen dafür, dass gebaut wird: der Kran. Dabei könnte so mancher Kran bald stillstehen – wegen Kreditvergaben von Banken. Foto: Foto: IG BAU

Es werden Wohnungen gebaut – noch jedenfalls: 46,7 Millionen Euro wollen Bauherren und Investoren in den Neubau von Wohnungen im Landkreis Kitzingen investieren. Das sind die veranschlagten Kosten für 151 Neubau-Wohnungen, für die es im ersten Halbjahr eine Baugenehmigung im Landkreis Kitzingen gab. Zum Vergleich: In der ersten Jahreshälfte 2015 bekamen lediglich 142 Wohnungen den „roten Punkt“ vo Bauamt – und damit das grüne Licht für den Bau. Das teilt die IG Bauen-Agrar-Umwelt mit.

Die IG BAU Mainfranken beruft sich auf Zahlen des Statistischen Bundesamtes.

Doch die Bau-Gewerkschaft warnt in der Mitteilung an die Presse. „Der Bau neuer Wohnungen hat einen empfindlichen Dämpfer bekommen. Denn der Kredithahn ist ziemlich zugedreht: Viele Menschen, die ein Haus bauen oder eine Wohnung kaufen wollen und deshalb zur Bank gehen, bekommen heute kein Darlehen mehr. Sie scheitern an der Finanzierung ihres Traums von den eigenen vier Wänden“.

Schuld daran sei die Wohnimmobilien-Kreditrichtlinie der Europäischen Union, die die Bundesregierung „besonders hart in deutsches Recht umgesetzt“ habe. Die Richtlinie schreibe Kreditinstituten seit März vor, bei der Vergabe von Darlehen in erster Linie auf das vorhandene Vermögen und auf die Höhe des Einkommens während der Rückzahlungsphase zu achten.

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