MAINBERNHEIM

Weiterer Lebensmittelmarkt wird kritisch gesehen

Bedenken meldet Mainbernheim gegen eine Änderung des Bebauungsplans der Stadt Iphofen und einen neuen Markt an.
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Stadtmauer im Blickpunkt: Probebeleuchtung in Mainbernheim
(shi) Eine Probebeleuchtung an Teilbereichen der Stadtmauer hat am Dienstagabend der Mainbernheimer Stadtrat während seiner Sitzung begutachtet. Die Fassadenstrahler könnten künftig entsprechend einem am 1. Juni vorgestellten Lichtkonzept die Türme der Stadtmauer in den Blickpunkt rücken. Wie Bernd Lippert und Michael Pohlkötter von der Firma Delsana aus Schwarzenbach erklärten, seien oben an den Türmen Spots angebracht mit gerichtetem Licht nach unten. Die seitlichen Fassadenstrahler streuten das Licht breiter und würden die Struktur und Unebenheiten des Mauerwerks stärker hervorheben. Lichtstärke und der Winkel der Strahler entsprachen noch nicht ganz der Planung, da die Fassadenstrahler nur provisorisch angebracht waren. Falls sich die Stadt für eine Anschaffung der Strahler entscheidet, würden auch seitliche Sichtblenden angebracht. Die sollen verindern, dass das Licht zur Straße hin streut und Passanten und Autofahrer geblendet werden. Foto: Foto: Susanne Himsel

Bedenken meldet Mainbernheim gegen eine Änderung des Bebauungsplans der Stadt Iphofen an.

Im Mischgebiet an der Bundesstraße B 8 soll auf der Fläche des ehemaligen Penny-Marktes ein Neubau für einen weiteren Lebensmittelmarkt mit 1500 Quadratmetern realisiert werden. Da dies in Mischgebieten nicht zulässig ist, möchte Iphofen ein Sondergebiet Einzelhandel ausweisen. In der Ratssitzung in Mainbernheim am Donnerstag wurde dies kritisch gesehen.

Unverständnis

Zum einen stieß die Ansiedlung eines weiteren Lebensmittelmarktes auf Unverständnis, da bereits mehrere große Versorger auf den angrenzenden Flächen vorhanden seien und der Bedarf nicht gesehen wurde. Zum anderen sah man durch einen weiteren Markt eine gewisse negative Beeinträchtigung für den eigenen örtlichen Handel.

Der Nutur überlassen

Eine Anregung, ob des bereits großen Flächenverbrauchs für die anderen Märkte, ging dahin, das Gebäude rückzubauen, und die Fläche wieder der Natur zu überlassen. Verwaltungsleiter Hans Brummer informierte, dass die Stadt Iphofen darüber nicht frei entscheiden könne, weil das Grundstück in Privathand sei. Dass Mainbernheim das Vorhaben nicht gutheißt, entschied das Gremium einstimmig.

Leitsystem überarbeiten

Auch der Tagesordnungspunkt „Verschiedenes“ hatte für Diskussionsstoff gesorgt: Von der Gastronomie und Betrieben wurde ein Leitsystem mit Hinweisschildern gewünscht. Auch die vor Jahren vom Grafikbüro Zudem konzipierten Ortsplantafeln sollen aktualisiert werden. Das Büro hatte nun Vorschläge für die Hinweisbeschilderung ausgearbeitet, die nicht bei allen Stadträten gleich gut ankam. Vor allem die Einzelschilder waren strittig – ein Schilderwald wurde befürchtet.

Mehr Zustimmung fanden Sammeltafeln. Einig waren sich die Räte, dass die Beschilderung „aus einem Guss“ sein solle. Bürgermeister Peter Kraus schlug vor, sich mit den Gewerbetreibenden zusammenzusetzen, und deren Vorstellungen zu hören. Jetzt soll das Entwicklungsbüro ein Angebot für die Aktualisierung der vorhandenen Ortsplantafeln und ein Angebot für eine Gewerbebeschilderung abgeben.

Ergebnisse kommen

Zum Altstadtprojekt „Albergo diffuso“ informierte das Stadtoberhaupt über Fortschritte bei den Arbeitsgruppensitzungen. Die Ergebnisse daraus werden am 26. September für interessierte Bürger und Gebäudeeigentümer in einer Veranstaltung öffentlich präsentiert.

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