Nordheim am Main

Weitere Attraktion in Nordheim

Bisher gibt es zwölf Terroir f-Projekte in Franken. Und demnächst wird auch in Nordheim ein magischer Ort des Frankenweins wie beispielsweise in Volkach, Iphofen, Rimpar oder Handthal entstehen.
Artikel drucken Artikel einbetten
Am Standort des Wegkreuzes in der Weinbergslage „Nordheimer Kreuzberg“ soll ein magischer Ort des Frankenweins entstehen.

Bisher gibt es zwölf Terroir f-Projekte in Franken. Und demnächst wird auch in Nordheim ein magischer Ort des Frankenweins wie beispielsweise in Volkach, Iphofen, Rimpar oder Handthal entstehen.

Zu diesem Ergebnis kamen die Räte in der Sitzung, in der Thomas Wirth vom Kitzinger Architektenbüro arc.grün das Projekt vorstellte. Beim Projekt Terroir f handelt es sich um eine Initiative der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau Veitshöchheim in Zusammenarbeit mit dem Fränkischen Weinbauverband. An markanten Aussichtspunkten sollen herausragende Orte geschaffen werden, die einen besonderen Blick auf die fränkische Weinkulturlandschaft gewähren.

Als Standort für das geplante Terroir f-Projekt wurde nach den Ausführungen von Wirth das Areal im Bereich des Wegkreuzes oberhalb des Nordheimer Friedhofes ausgewählt. „Man genießt hier einen tollen Blick und hat zudem nur eine kurze Wegstrecke in die Gemeinde“, betonte der Landschaftsarchitekt. „Die Stufen zum Weingenuss“, unter diesem Motto soll in Nordheim der magische Ort für Touristen und Weinfreunde geschaffen werden.

Rebzeilen aus Stahlbauelementen

Nach den Ausführungen von Wirth ist auf dem 50 Quadratmeter großen Plateau die Installation von vier bzw. fünf Rebzeilen – bestehend aus Stahlbauelementen – vorgesehen. Der erdige Farbton der fünf Meter hohen Elemente passt hervorragend ins Landschaftsbild, betonte der Architekt. Jede Zeile mit unterschiedlichen Längen zwischen sechs und 15 Metern steht für eine Aromagruppe wie beispielsweise würzig, fruchtig oder floral und wird grafisch ausgestattet, so Wirth weiter. Die Breite der Zeilen beträgt ebenso wie der Abstand zwischen den Elementen jeweils zwei Meter.

Platz für Weinproben und Sonnenschirme

Das Plateau bietet zudem ausreichend Platz für Weinproben oder kleinerer Gruppen. Der Zugang zu den Rebzeilen ist über die Freitreppe sowie stufenlos über den rückwärtigen Eingang möglich. Wie der Architekt berichtete, eignen sich die Rebzeilen auch für den Einbau eines kleinen Lagerraumes für Weinproben, Sonnenschirme oder Bierbänke. Zur weiteren Ausstattung gehören Fahnen, Sitzgruppen und ein Info-Monitor.

Zu den Kosten: Bei den vier angedachten Rebzeilen müsste die Gemeinde nach Abzug des förderfähigen Anteils in Höhe von 122 150 Euro einen Restbetrag von etwa 168 000 Euro übernehmen. In den Ratsreihen wurde schließlich über eine Kostenbeteiligung seitens der Nordheimer Winzer diskutiert. Daher wird man Gespräche führen und versuchen, den Kostenanteil der Gemeinde Nordheim auf circa 150 000 zu reduzieren. Ein Befürworter der Baumaßnahme war auch die ehemalige Fränkische Weinkönigin und Deutsche Weinprinzessin Christine Schneider. Das Architektenbüro wurde beauftragt, geäußerte Überlegungen einzubeziehen und die Planung voranzutreiben.



Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.