REPPERNDORF

Weinreise durch Franken mit Regenschutz

Das nennt man entweder Glück – oder „vorausschauende Planung“: Ausgerechnet an einem nasskalten, unfreundlichen Wochenende hatte die Winzergemeinschaft Franken (GWF) in ihre Zentrale nach Repperndorf zu einer Weinreise durch Franken geladen.
Artikel drucken Artikel einbetten
45 Weine konnten bei der „Weinreise mit Regenschutz“ in der GWF-Zentrale verkostet werden – es machte offenbar Freude. Foto: Foto: Norbert Hohler

Das nennt man entweder Glück – oder „vorausschauende Planung“: Ausgerechnet an einem nasskalten, unfreundlichen Wochenende hatte die Winzergemeinschaft Franken (GWF) in ihre Zentrale nach Repperndorf zu einer Weinreise durch Franken geladen.

Rund 900 Gäste stürmten förmlich am Samstag und Sonntag die Veranstaltung, genossen diverse Weine, Informationen aus erster Hand und den Plausch mit anderen Gästen. „Wir haben für Regen gesorgt, damit die Winzer nicht raus in die Weinberge können. Und für Kälte, damit es die Leute nach drinnen zieht“, frohlockte Geschäftsführer Paul E. Ritter mit einem Augenzwinkern.

Auf eine derart große Resonanz habe er kaum zu hoffen gewagt. Es sei ja erst der Auftakt einer Serie von Veranstaltungen gewesen, mit der die GWF den Blick auf ihre Weine und die Menschen dahinter lenken wolle. „Der Auftakterfolg bestätigt uns, den Weg weiterzugehen und mit attraktiven Angeboten auf die Vielfalt unserer Weine aufmerksam zu machen.“

Unter den Gästen waren Winzer und Weinliebhaber jeden Alters. Am Sonntagnachmittag wurden beim Wein verkosten und Fachsimpeln an einem der Bistro-Tische unter anderem der Präsident des Fränkischen Weinbauverbandes, Artur Steinmann, die Kandidatin für die Wahl der Fränkischen Weinkönigin, Christina Schneider aus Nordheim sowie die Weinprinzessin aus Stetten, Sophia Kron, gesichtet.

Empfangen wurden die Gäste in der Vinothek, von dort ging es per Lift ins Obergeschoss in den großen Saal. Dort startete die Frankenreise von Hammelburg, Volkach und Iphofen über Rödelsee, Repperndorf, Frickenhausen, Sulzfeld und Escherndorf bis nach Randersacker, ins Taubertal und weiter nach Erlenbach, Homburg, Tauberrettersheim, Großostheim sowie Stetten. Die Mitarbeiter der Winzerkeller wussten auf alle Fragen eine Antwort, egal ob es um Silvaner, Riesling, Bacchus oder Johanniter ging, oder um Trivaner, Blauer Zweigelt, Domina oder Acolon. Was es geschmacklich bedeutet, wenn Spätburgunder auf Muschelkalk oder Gipskeuper angebaut wird, – all das konnten die Gäste nachvollziehen. Wer die 45 Weine (oder zumindest einen Teil davon) verkostet hatte, konnte an einer Führung im Winzerkeller teilnehmen. Der Weg führte vorbei an den modernen Abfüllanlagen zur Schatzkammer, die sich aus gutem Grund hinter Gittern befindet. Und weiter in den Holzfasskeller, wo Tourguide Franz Sauer gerade den 45. Jahrgang ausbaut. „Ein Barriquefass verzeiht nichts“, erklärte der Kellermeister, der schon jetzt dem ersten Schluck entgegenfiebert. Demnächst, verriet Geschäftsführer Ritter, werde es Weinreisen auch in der Natur, zu Weinbergen und Winzerkellern geben. Mal sehen, ob er die Sache mit dem Wetter auch dauerhaft geregelt bekommt.

ONLINE-TIPP

Ein Bilderserie von der Weinreise unter www.kitzingen.mainpost.de

Für diesen Artikel wurde die Kommentarfunktion deaktiviert.